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Georg Friedrich von Greiffenclau

Mainzer Erzbischof mit einer Amtszeit 1626-1629.

Georg Friedrich, der einer alten Rheingauer Adelsfamilie entstammte, absolvierte die übliche Laufbahn eines Klerikers aus vornehmen Hause: Studium am Germanicum in Rom, diplomatischer Dienst, hohe Beamtenämter im Kurstaat. 1616 wurde er zum Bischof von Worms gewählt und zehn Jahre später einstimmig zum Erzbischof von Mainz, ohne jedoch das kleine Bistum Worms aufzugeben.1627 begann er mitten im Dreißigjährigen Krieg, die Martinsburg um einen Schlossbau im Renaissancestil zu erweitern. Der Krieg hatte sich zugunsten der kaiserlichen und katholischen Seite gewendet und wurde fern vom Rhein in Norddeutschland ausgetragen So glaubte der Mainzer Kurfürst den Ausbau der Festigungsanlagen vernachlässigen zu können. Er wurde im Dom zu Mainz beigesetzt.