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Philipp Harth

Bildhauer, geb. 1885, gest. 1968.

Philipp Harth, 1885 in Mainz geboren, war ein weit über die Grenzen der Stadt Mainz hinaus bekannter Bildhauer. Der Grundstein für seine Erfolge wurde in seinem Geburtsort gelegt. Als Sohn eines Steinmetzes erfuhr er seine Ausbildung in der lithographischen Werkstatt des Vaters und besuchte von 1903 bis 1906 die Kunstgewerbeschule Mainz. Nachdem er als Soldat am Ersten Weltkrieg teilgenommen hatte, erhielt er Stipendien für Studienaufenthalte in Rom und Florenz. In den Zwanziger Jahren machte er sich in der bewegten Künstlerszene Berlins einen Namen, bevor er 1927 mit dem "Jaguar" zu einem der dominierenden Vertreter der Gattung Tierplastik wurde.
Charakteristisch für das Werk Harths wurden hierbei die kubischen, blockhaften Formen als Ausdruck des Ursprünglichen, Elementaren und das von ihm hauptsächlich verwendete Material Bronze. Nachdem er im Zweiten Weltkrieg von 1941 bis 1945 in Berlin unter Polizeikontrolle stand, wurde sein Schaffen 1962 von der Stadt Mainz im Rahmen der Zweitausendjahrfeier mit dem Kunstpreis geehrt. Seine Jugenderinnerungen "Mainzer Viertelbuben", die im selben Jahr erschienen, zeugen davon, dass er auch im Alter seine Wurzeln nicht vergaß. Heute prägen der große "Tiger" Philipp Harths und ein "Reiher" in der Ludwig-Schwamb-Schule das Mainzer Stadtbild.
Philipp Harth starb am 25.12.1968 in Bayrischzell.

Nachweise

Verfasser: Steffi Egenolf

Quelle: 2000 Jahre Mainz - Geschichte der Stadt digital