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Maharil

Rabbiner des 14./15. Jahrhunderts.

Trotz wiederholter Vertreibungen und Verfolgungen, wie dem Pogrom von 1096, gab es in Mainz auch noch am Ende des Mittelalters eine bedeutende Judengemeinde, die eine wichtige Stellung im mitteleuropäischen Judentum einnahm. Einer der berühmtesten Mainzer jüdischen Gelehrten, der eine besondere Autorität in Aschkenas besaß, war Morenu ha-Rav Ja'akov Levi genannt MAHARIL, der an der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert lebte. Er förderte das Torastudium, legte die Gottesdienstordnungen der deutschen Gemeinden fest und bestimmte: "Mainz muss Mainz bleiben. Die liturgischen Gesänge der Heiligen Gemeinde Magenza sind unveränderbar." MAHARIL ist im "Rabbinental" des Alten Judenfriedhofs zu Worms begraben. Sein Grabstein wird heute noch von jüdischen Wallfahrern besonders verehrt.

Nachweise

Quelle: 2000 Jahre Mainz - Geschichte der Stadt digital

Bild: Lehnardt