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Kaspar Sturm

Geb. um 1475, gest. 1548.

In Oppenheim geboren wohl als Sohn eines kurpfälzischen Beamten. Er arbeitete sich in der Kanzlei des Mainzer Erzbischofs nach oben und wurde 1515 "lebenslänglicher Diener" Erzbischof Albrechts von Mainz. 1520 wurde er in Aachen zum Reichherold ernannt. Mit Karl V. zog er zum Reichstag nach Worms, der sich mit der Lutherfrage beschäftigen sollte. In Worms zerstritt er sich mit den Vertretern der Kirche. Kaspar Sturm wurde daraufhin Luther entgegengeschickt. Er wurde Geleitsmann Martins Luthers auf dessen Reise nach Worms und geleitete ihn auch sicher bis zur Burg Friedberg.
Danach wurde Sturm auch publizistisch tätig und verfasste einige Druckschriften über die kirchliche Diskussion. Er trat nach der Abreise Karls V. ins Ausland in den Dienst des Kurfürsten Ludwig von der Pfalz und beteiligte sich als dessen Herold am Feldzug gegen Franz von Sickingen 1523. Später trat er wieder in kaiserliche Dienste und starb 1548 vermutlich in Nürnberg.

Nachweise

Redaktionelle Bearbeitung: Stefan Grathoff