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Heinrich I. von Virneburg

Mainzer Erzbischof mit einer Amtszeit 1142-1153.

Heinrich I. vertrat der römischen Kirche gegenüber eine eigenständige Politik. Er hatte eine Teilnahme an der Synode von Reims mit seinen Verpflichtungen als Reichsverweser, d.h. als Sachwalter des Herrschers und Vormund des jungen Königssohnes Heinrich, während der Abwesenheit Konrads III. auf dem Kreuzzug nicht vereinbaren und die Bischofsweihe seines Bamberger Suffraganen durch den Papst nicht gutheißen können. Heinrich geriet zunächst territorialpolitisch, dann auch reichspolitisch mit dem Staufer in Konflikt. Da er sich bei der Königswahl von 1152 nicht für Barbarossa ausgesprochen hatte, wurde ihm der Prozess gemacht. In engem Zusammenwirken zwischen König und Kurie wurde er im März 1153 als Erzbischof abgesetzt und starb noch in demselben Jahre im Exil in Einbeck. Sein dort vor kurzem wiederentdecktes Grab befindet sich in der Alexander-Stiftskirche.