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Anselm Kasimir Wambolt zu Umstadt

Mainzer Erzbischof mit einer Amtszeit 1629-1647.

Die Regierungszeit Anselm Kasimirs fällt in die für das Erzstift schwere Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Die 1630 in den Krieg eingetretenen Schweden besetzten Ende 1631 die Stadt. Der Erzbischof war kurz vorher nach Köln geflohen. Erst 1636 konnte er in die von den schwedischen Truppen verlassene, zerstörte Stadt zurückkehren. Anselm war ein Vertreter kaiserlicher Politik und somit ein Gegner der Schweden und Franzosen. Der Kurstaat hatte allerdings unter den Truppen verbündeter Mächte genauso zu leiden. 1644 nahmen die Franzosen die Stadt ein. Von seinem Fluchtort Frankfurt aus verhandelte er mit den Franzosen. Anselm starb bevor der Westfälische Friede den Krieg beendete. Er war ein vielseitig begabter Regent, der das Pech hatte, in einer Zeit des Krieges und der Verwüstung Erzbischof geworden zu sein.

Nachweise

Verfasser: Elmar Rettinger

Quelle: 2000 Jahre Mainz - Geschichte der Stadt digital

Erstellt am: 09.06.2009