Bosenbach im Hunsrück

Bosenbach

Der Fund zahlreicher römischer Münzen in der Umgebung und die erhaltenen römischen Mauersteine mit samt einiger Inschriften in der ehemaligen Wolfskirche, legen eine dichte Besiedlung während der gallo-römischen Zeit nahe.

Das Dorf wurde 945 erstmals als "Basinbahc" urkundlich erwähnt und war kurze Zeit später im Besitz des Klosters St. Maximin in Trier. Im Jahr 1130 ging Bosenbach dann als pfälzisches Lehen an die Grafschaft Veldenz über. 1282 wurde der Ort jedoch geteilt, wobei ein Teil im Besitz der Grafschaft Veldenz verblieb und der andere Teil an die Wildgrafen ging. Die Grafschaft Veldenz erlosch im Jahr 1444 und es entwickelte sich aus dieser die Pfalzgrafschaft Zweibrücken. Der veldenzische Teil von Bosenbach unterstand seitdem der Pfalzgrafschaft, der wildgräfliche Teil kam erst 1595 in deren Besitz.

In Bosenbach lebten 1609 165 Personen in 36 Haushalten. Die Anzahl der Bewohner  sank während dem Dreißigjährigen Krieg dramatisch, so dass am Ende des 17. Jahrhunderts nur noch ein Fünftel der Bevölkerung existierte.

In der französischen Zeit war Bosenbach Sitz einer Mairie und ab 1816 gehörte es zum Bayerischen Königreich. Seit der Verwaltungs- und Regionalreform 1972 ist Bosenbach eine eigenständige Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Altenglan und im Landkreis Kusel.

Nachweise

Redakt. Bearb.: Aileen Schröder

Quelle: Schworm, Ernst: Ortslexikon des Landkreises Kusel.