Friedelhausen im Hunsrück

Friedelhausen

In der Gemarkung von Friedelhausen wurde eine alte Römerstraße gefunden, welche auf eine gallo-römische Besiedlung hinweist. In Friedelhausen jedoch, wurden bisher keine römischen Artefakte entdeckt.

Das Dorf wurde erstmals 1323 als "Fridelhausen" urkundlich erwähnt, wobei vermutet wird, dass die Gemeinde schon Jahrhunderte vorher gegründet worden war. Friedelhausen war im Mittelalter durch den Reichenbach in zwei Hälften getrennt. So gehörte die linke Seite des Baches zum Reichsland und die rechte Seite zu dem sogenannten Remigiusland. Das Remigiusland gehörte der Grafschaft Veldenz als Schutzvogtei an und war damit auch Herr über die rechte Hälfte von Friedelhausen. 

Im Jahr 1332 übernahmen die Grafen von Veldenz das Reichsland als Pfandschaft, was dazu führte, dass die Grenze seine Bedeutung verlor. Die Grafschaft jedoch ging 1444 in der Pfalzgrafschaft Zweibrücken auf. Zudem wurde 1543 die Pfalzgrafschaft Veldenz gegründet, die für eine erneute Teilung des Dorfes sorgte. So war nun die Seite rechts des Reichenbachs dem Oberamt Lichtenberg in der Grafschaft Zweibrücken unterstellt und der linke Teil der Pfalzgrafschaft des Kurpfälzers Johann Casimir. Nachdem 1588 der zweibrückische Teil eingetauscht worden war, entstand eine kurpfälzische Exklave. Erst im Jahr 1733 ging das gesamte Gebiet in den Besitz der Kurpfalz über, nachdem die Pfalzgrafschaft Veldenz aufgelöst worden war.

Im Jahr 1609 lebten in Friedelhausen 45 Personen in 10 Haushalten, wobei die Anzahl der Bevölkerung in den folgenden Jahren durch den Dreißigjährigen Krieg und die Eroberungsfeldzüge des französischen Königs Ludwigs XIV. enorm sank.

In der Zeit von 1801 bis 1814 war Friedelhausen unter französischer Herrschaft und dem Arrondissement Zweibrücken zugeteilt. Ab 1816 gehörte es dem bayerischen Königreich an und unterstand dem Landeskommissariat Kusel und dem Kanton Wolfstein.

Nach der Verwaltungs- und Regionalreform 1972 wurde Friedelhausen dem Ort Bosenbach eingemeindet und gehört seitdem der Verbandsgemeinde Altenglan und dem Landkreis Kusel an.

Nachweise

Redakt. Bearb.: Aileen Schröder

Quelle: Schworm, Ernst: Ortslexikon des Landkreises Kusel.