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Kategorie: Pfalz, Ausstellung

Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“

  • Beginn: Montag, 06.05.2019
  • Ende: Dienstag, 28.05.2019
  • Ort: Anne-Frank-Realschule plus und das Theodor-Heuss-Gymnasium, Aula, Freiastraße 10, Ludwigshafen
  • Veranstalter: Bezirksverband Pfalz
Beschreibung: 

Die Lebensgeschichte des jüdischen Mädchens Anne Frank (1929-1945) steht im Mittelpunkt einer Sonderausstellung in Ludwigshafen, die der Bezirksverband Pfalz veranstaltet.  Konzipiert ist die vom Anne Frank Zentrum mit dem Anne Frank Haus entwickelte Wanderausstellung dabei als ein kommunikativer Lernort. Im Kontext der Hintergründe der damaligen Verfolgung und der Lebensumstände von Anne Frank sind die Besucher eingeladen, sich intensiv mit den Themen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung sowie der Bedeutung von Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie auseinanderzusetzen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Montag, 6. Mai, um 19 Uhr durch den Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder, die Ludwigshafener Bürgermeisterin Prof. Dr. Cornelia Reifenberg, die beiden Schulleiter Friedrich Burkhardt vom Gymnasium und Johannes Thomas von der Realschule plus sowie Patrick Siegele, Direktor des Anne Frank Zentrums Berlin. 

Anne Franks Tagebuch gilt heute als Symbol für den Völkermord an den Juden durch die Nationalsozialisten und als ein intimes Dokument der Lebens- und Gedankenwelt einer Jugendlichen. In „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ erzählen große Bildwände in sechs Abschnitten von Anne Franks Leben und ihrer Zeit: die ersten Jahre in Frankfurt am Main, die Flucht vor den Nationalsozialisten 1933, die Zeit in Amsterdam – glückliche Kindheit und schwere Zeit im Versteck – und die letzten schrecklichen sieben Monate in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen. Das Zentrum bildet ein „Gedankenraum“, der sich dem Leben im Versteck widmet.

Die Ausstellung verbindet Anne Franks persönliche Geschichte zum einen mit den historischen Begebenheiten dieser Zeit, wie der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus, der Judenverfolgung, dem Holocaust sowie dem Zweiten Weltkrieg. So stellt sie nicht nur die Perspektive der Verfolgten und ihrer Helfer, sondern auch die von Mitläufern und Tätern anhand von Filmen und Aussagen von Zeitzeugen dar. Zum anderen wendet sich ein großer aktueller Teil direkt an heutige Jugendliche mit Themen wie Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung; kurze Filme mit Jugendlichen regen zur Diskussion an und ermutigen ausgehend von der Frage „Was kann ich bewirken?“ zu eigenem Engagement. Im Juni lädt der Bezirksverband Pfalz dann die Jugendlichen, die Gleichaltrige durch die Ausstellung geführt haben, zu einer fünftägigen Gedenkfahrt nach Amsterdam ein, um unter anderem das Anne Frank Haus zu besuchen.

Rund 40 Publikationen zu Anne Frank hat die Arbeitsstelle zur Geschichte der Juden in der Pfalz in Lambrecht in ihrem Bestand. Die Abteilung des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde in der Pfalzakademie Lambrecht, Franz-Hartmann-Straße 9, Telefon 06325 1800-245, r.paul@institut.bv-pfalz.de, ist mittwochs von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung empfiehlt sich.

Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag: 8 :00-17:00, Freitag: 8:00-15:30 Uhr, Sonntag, 12. Mai: 11:00.18:00 Uhr, an den übrigen Sonntagen von 11:00- 16:00 Uhr
Jeden Sonntag um 14 Uhr finden kostenlose Führungen statt. Die Medien-AG der Anne-Frank-Realschule plus hat einen Audio-Guide in verschiedenen Sprachen erarbeitet, der über das Handy abrufbar ist.
Mehr Infos finden Sie hier.