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Kategorie: Rheinhessen

Fotoprojekt: Gegen das Vergessen. Der Vergangenheit ein Gesicht geben

  • Beginn: Donnerstag, 09.05.2019
  • Ende: Montag, 10.06.2019
  • Ort: Rheinufer / Mainz
  • Veranstalter: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz;
Beschreibung: 

Mehr als 70 Jahre nach der Befreiung der Menschen, die von den Nationalsozialisten verfolgt, inhaftiert und ermordet wurden, ist es Zeit, die letzten Überlebenden zu Wort kommen zu lassen. Der Fotograf und Filmemacher Luigi Toscano hat in einem langfristig angelegten Projekt mehr als 300 Menschen, die heute in vielen Ländern der Erde leben, die Gelegenheit gegeben, ihre Erinnerungen zu teilen. Es entstanden dabei beeindruckende riesige Porträtfotos, die im öffentlichen Raum bewusst für alle barrierefrei und offen präsentiert werden. Die auch als Fotoinstallation bezeichnete Ausstellung wurde unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten 2015 in Mannheim, dann in Kiew, Berlin und 2018 bei den Vereinten Nationen in New York und in Boston und Washington gezeigt. 2019 kommt sie an das Mainzer Rheinufer (zwischen Fischtorplatz und Weintor sowie zwischen Fischtorplatz und Rathaus).

Eine Gruppe Mainzer SchülerInnen wurde zu AusstellungsführerInnen ausgebildet, die während der Ausstellungszeit (9. Mai bis 10. Juni 2019) Führungen für verschiedene Zielgruppen anbieten werden.

Luigi Toscano ist am 9. Mai 1972 in Mainz-Mombach geboren und in Budenheim bei Mainz aufgewachsen. Nach Tätigkeiten als Dachdecker, Türsteher und Fensterputzer, schlug er eine künstlerische Laufbahn ein. Die technischen und handwerklichen Fertigkeiten eines Fotografen brachte er sich selbst bei. In seinen frühen Arbeiten konzentrierte er sich auf die Betrachtung und Darstellung unbewegter Szenen und Objekte. Heute ist der Mensch Mittelpunkt seiner Bilder. Seit 2006 ist er auch als Filmemacher tätig.

 

 

Der Kultursommer Rheinland-Pfalz unterstützt im Rahmen des Themenjahres heimat/en das Projekt der Landesregierung, das mit einem umfangreichen Begleitprogramm auch junge Menschen einlädt, nicht zu vergessen und Rassismus und Vorurteilen keinen Raum zu lassen.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier und hier.