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Kategorie: Rheinhessen

Tagung: "Hier stehe ich". Gewissen und Freiheit – Worms 1521

  • Beginn: Montag, 16.09.2019
  • Ende: Mittwoch, 18.09.2019
  • Ort: Tagungszentrum: Das Wormser, Rathenaustraße 11; 67547 Worms
  • Veranstalter: 11 Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz; Stadt Worms
Beschreibung: 

2021: 500-jähriges Jubiläum des Wormser Reichstages
Im Jahr 1521  weigerte sich Martin Luther auf dem Wormser Reichstag seine Schriften zu widerrufen. Seine vermeintliche Aussage "Hier stehe ich und kann nicht anders" prägen bis heute die Geschichtsbilder. Vom 16. bis 18. September 2019 findet zu diesem Anlass und in Begleitung der Landesausstellung "Worms 1521" die Tagung "Hier stehe ich". Gewissen und Freiheit - Worms 1521" statt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich bis zum 1. September an unter museum(at)worms.de. 
Tagungsbeitrag: 10,00 € pro Tag (inkl. Kalt- und Warmgetränke, Snack/Gebäck in den Pausen)
Den Veranstaltungsflyer finden Sie hier.

 

Programm Montag, 16.09.2019
13.00 Anmeldung
Tagungszentrum DAS WORMSER

14.00 Begrüßung
Adolf Kessel, Oberbürgermeister der Stadt Worms Grußworte Johannes Paulmann, Direktor IEG Mainz Ulrich Oelschläger, Präses der Synode der EKHN Olaf Mückain, Museum der Stadt Worms im Andreasstift

14.30 Einleitung
Thomas Kaufmann, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates Worms 2021
Teil I: Worms 1521 - Ereignis, Hintergründe und Mythos Moderation: Birgit Emich, Frankfurt

15.00
Von Worms nach Augsburg. Der Reichstag als Regelungsinstanz in der Glaubensfrage (1521-1555)
Armin Kohnle, Leipzig

16.00 Luther auf dem Wormser Reichstag. Person und publizistische Wirkung
Thomas Kaufmann, Göttingen
Panel: Worms 1521 und Luther
1. Worms als multireligiöse- und multikonfessionelle Stadt
Ulrich Oelschläger, Worms
2. Worms, der Buchdruck und der Wormser Drucker Peter Schöffer
Alejandro Zorzin, Göttingen
3. Worms als Reichstagsstadt
Gerold Bönnen, Worms

20.00 Öffentlicher Abendvortrag
Zivilcourage, Gewissen und Freiheit: 1521 - 1989 - 2019
Rainer Eppelmann, Berlin

Rainer Eppelmann gehört zu den bekanntes-ten Personen der Friedlichen Revolution 1989 in der DDR, die in diesem Herbst ihr 30jähriges Jubiläum feiert. In seinem Vortrag wird er da- von berichten, wie ihn das Leben in der DDR immer wieder vor Situationen stellte, die eine Gewissensentscheidung und Zivilcourage er- forderten - und wie der Glaube an die Freiheit schließlich auch eine Diktatur stürzen konnte. Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 17.09.2019

Teil II: Gewissenskonzepte in der Frühen Neuzeit
Moderation: Thomas Kaufmann, Göttingen
Luthers Berufung auf das Gewissen. Vorläufer und Folgen
Markus Wriedt, Frankfurt

9.45 Sprachgeschichtliche Betrachtungen zum ‚Gewissen‘ in der Frühen Neuzeit
Anja Lobenstein-Reichmann, Göttingen

10.45 Pause

11.00 Gewissen und politische Theorie bei Erasmus von Rotterdam
Volker Gerhardt, Berlin

12.00 Pause

Teil III: Etappen auf dem Weg zum modernen Individualrecht: Gewissensfreiheit vom 16. zum 19. Jahrhundert Moderation: Katharina Kunter, Frankfurt

14.00 Pragmatische Toleranz: Gewissensfreiheit im frühneuzeitlichen Amsterdam
Sabine Hiebsch, Amsterdam

15.00 Die britischen Nordamerikakolonien als Experimentierfeld von Gewissens- und Religionsfreiheit?
Jan Stievermann, Heidelberg

16.00 Pause

16.30 Judenemanzipation und Gewissensfreiheit in Deutschland: Moses Mendelsohn
Dominique Bourel, Paris

17.30 Auf dem Weg zum Individualrecht: Die rechtliche Entwicklung der Religions- und Gewissensfreiheit vom 16. bis 21. Jahrhundert
Antje Ungern-Sternberg, Trier

18.30 Pause

Teil IV: Der Luther-Mythos
Moderation: Thomas Kaufmann, Göttingen

19.00 Der Luther-Mythos im 19. Jahrhundert
Michael Maurer, Jena

Mittwoch,18.09.2019

Teil V: Gewissensfreiheit als Grundrecht im 20. Jahrhundert
Moderation: Olaf Mückain, Worms

9.00 Gewissensfreiheit und Menschenrechte im 20. Jahrhundert
Annette Weinke, Jena Panel: Gewissensfreiheit als Menschenrecht im 20./21. Jahrhundert
1. Eine westliche Erfindung? Globale und post- koloniale Perspektiven auf die Menschenrechte
Johannes Paulmann, Mainz
2. Diktatur und Gewissen. Christliche Selbst-zeugnisse aus Nationalsozialismus und Kommunismus
Katharina Kunter, Frankfurt
3. Ethisch motivierter Rechtsungehorsam. Rechtsdebatten zu Widerstandsrecht und zivilem Ungehorsam in der Bundesrepublik Deutschland 1949-1989
Tobias Schieder, Nürnberg

11.45 Schlussdiskussion
Moderation: Thomas Kaufmann, Göttingen

Abschluss der Tagung