Mittelrhein

Der Dialektforscher Friedrich Wilhelm Bleyer

Von Sarah Spieß

Kategorie: Neuer Aufsatz, Mittelrheinportal

Unserer Bibliothek wurden zwei Aufsätze des Dialektforschers Friedrich Wilhelm Bleyer (1909-1991) hinzugefügt, in denen er sich mit der Mundart Neuwieds und des südwestlichen Westerwaldes sowie mit dem Problem der Schreibung von Mundartwörtern auseinandersetzt. Bleyer, geboren am 3. Februar 1909 in Koblenz, gestorben am 2. Mai 1991 in Meddersheim/Nahe, promovierte 1936 bei Professor Adolf Bach, Universität Bonn, mit der Arbeit „Beiträge zur Dialektgeographie des südwestlichen Westerwaldes“. Im Vorwort zu seiner Dissertation schreibt Bleyer: „Die vorliegende Arbeit stellt das Ergebnis einer Untersuchung der Mundarten von etwa 150 Orten dar, aus den rheinischen Kreisen Neuwied, Koblenz, Altenkirchen und aus dem nassauischen Ober- und Unterwestwaldkreis. Die meisten Orte liegen im südöstlichen Kreis Neuwied und im nördlichen Unterwesterwaldkreis. Im Norden schließt die Arbeit an E. Hommers Untersuchung (D D IV) an. In Marburg am Sprachatlas gemachte Pausen bestätigen mir die Ergebnisse meiner Untersuchungen, zeigen aber auch, dass manche Neuerungen seit den Aufnahmen für den Sprachatlas im Jahre 1876 weiter vorgedrungen sind.“

Friedrich Wilhelm Bleyer studierte in Bonn und Münster Germanistik, Geographie sowie evangelische Theologie für das Lehramt an Gymnasien. Nach einer Lehrtätigkeit in Wittlich und nach dem Kriegsdienst unterrichtete er von 1946 bis 1974 am Gymnasium Sobernheim die Fächer Deutsch, Erdkunde, evangelische Religion, zuletzt als Studiendirektor.

Die beiden bei regionalgeschichte.net veröffentlichten Aufsätze Bleyers wurden uns freundlicherweise von Herrn Ottwilm Ottweiler überlassen.