Mittelrhein

Sooneck wird Eingangstor zu Welterbe

Kategorie: Besichtigungstipp, Mittelrheinportal

Das Land modernisiert den Eingangsbereich der Burg

Die Burg Sooneck bei Niederheimbach soll als "Eingangstor zum Kulturerbe Mittelrheintal" aufgewertet werden. Die historischen Wege zur Burg - wie der Eselsweg - werden reaktiviert, der Eingangsbereich mit Rampen barrierefrei gestaltet.
Dank des behutsamen Wiederaufbaus bietet Burg Sooneck ein relativ authentisches Bild einer mittelalterlichen Burganlage. Das ist einer der Gründe, warum die Landesregierung die Sooneck welterbegerecht gestalten will.
Im Frühjahr 2005 hat das Institut für Bauforschung und Dokumentation (Marburg) im Auftrag des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) Teilbereiche der Burg bauhistorisch untersucht. Das Außengelände der Burg wurde detailliert freigelegt, vermessen, beschrieben und interpretiert. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem ehemaligen Pförtnerhaus mit dem unmittelbaren Eingangsbereich gewidmet.
Die Ergebnisse der Untersuchung, die Max Langenbrinck, der Leiter des Marburger Instituts, im Jahresband "Baudenkmäler in Rheinland-Pfalz 2004" des Landesamtes für Denkmalpflege der Öffentlichkeit vorgestellt hat, waren Grundlage für einen "Wettbewerb Entréesituation", den das Kölner Architekturbüro Gernot Schulz und die Landschaftsarchitekten Club L 94 gewannen. "Grundidee für den Entwurf eines neuen Entréegebäudes ist, sich in Material und Gestus an Archaik und Einfachheit der Burg anzupassen und von der Natur überdeckte Spuren des alten Wegesystems auf den Burghügel zu reaktivieren" erläuterten die Kölner Planer. Das neue Eingangsgebäude wird durch einen alten Keller betreten werden. Es wird ein Serpentinenweg folgen, der auch für Rollstuhlfahrer (barrierefrei) benutzt werden kann. An jeder Wegkehre werden den Besucher Ausblicke in die Landschaft und auf die Burg erwarten, Tafeln an den Wänden Erläuterungen zur Burggeschichte geben.
Vorbehaltlich der Etatberatungen im Finanzministerium könnte das Projekt Sooneck 2007/2008 in den Landesshaushalt aufgenommen werden. Verwirklicht wird der Umbau aber in jedem Fall.
(Nach einem Bericht der Allgemeinen Zeitung vom 13. Juli 2006).