Buborn in der Pfalz

Buborn

0.1.Allgemeine Angaben

Ortsgemeinde Buborn, Verbandsgemeinde Lauterecken

Einwohner (2007): 164

Einwohner (2010): 165

Wohnplätze: Ortskern und drei Aussiedlerhöfe

Gemarkung: 287 ha, davon ca. 6 ha Siedlungsfläche und 40 ha Wald

0.2.Lage

Der Ort liegt in rund 280 m Höhe NN in einer Talmulde seitlich des Rötelbachs am Rande einer Hochebene. Die Erhebungen rings um den Ort erreichen Höhen von ca. 350 Metern über dem Meeresspiegel

0.3.Siedlung und Wohnung

Es handelt sich um ein zusammengedrängtes Haufendorf mit alter Bausubstanz, das durch die Durchgangsstraße in Nord-Südrichtung durchschnitten wird. Der kleine Friedhof liegt am südlichen Dorfende. Insgesamt ist nur geringe Neubautätigkeit festzustellen

0.4.Wüstung

Flurnamen in der Gemarkung von Buborn weisen auf einen früheren Ort "Guckenhausen" hin. Dieser vermutete Ort Guckenhausen war möglicherweise älter als Buborn, erscheint aber nicht in mittelalterlichen Urkunden, lediglich in Flurnamen. Das Grundwort bedeutet Haus, das Bestimmungswort bezieht sich auf einen Personennamen, also Gucko oder Kucko. Danach sei Guckenhausen das Haus oder die kleine Ansiedlung eines Gucke oder Kucko gewesen. (Vgl. Dolch/Greule 1991 S. 178)

 

0.5.Der Name

Um 1120 wurde der Ort in einer Urkunde als "Burbur" bezeichnet, in einer Originalurkunde von 1290 als "Hof zu Bopure". Die Namensform vollzieht in den Kopien älterer Urkunden vielerlei Veränderungen: Buhrbur (1127), Buppura (1152 und 1154), Potbor (1315), Butbure (1351), Boppren (1459), mundartlich "Buwere". Erst 1797 erscheint der heutige Name Buborn. Das Bestimmungswort des Namens ist auf einen Personennamen Burdo oder Burto zurückzuführen, während das Grundwort "bur" auf einen alten Namen für Haus (vgl. Vogelbauer) zurückzuführen ist. (Vgl. auch Dolch/Greule 1991 S. 83)

0.6.Wappen

Das Wappen wird diagonal in eine gelbes und in ein blaues Feld aufgeteilt. Auf dem gelben Grund erscheint ein blaubewehrter und blaubezungter roter Löwe, auf dem blauen Feld ein silberner Brunnen oder Born. Der Löwe weist auf das Wappen der Wildgrafen hin, zu deren Besitz Buborn ursprünglich gehörte. Der Brunnen bezieht sich auf das Grundwort Born im Namen, wohl in der irrtümlichen Annahme, daß dieses die Bedeutung eines Brunnens hat. Das Wappen wurde 1964 durch das Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz genehmigt. (Vgl. Debus o. J. S. 160)

0.7.Abriss der Ortsgeschichte

0.7.1.Frühgeschichte

Wir nehmen an, daß die Umgebung des Ortes schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war. Allerdings ist eine solche frühe Besiedlung derzeit nicht durch Funde nachzuweisen. Bekannt sind jedoch die Fundamente einer römischen villa rustica. Im Bereich dieser villa rustica lag später wahrscheinlich der Ort Guckenhausen, wobei keine Siedlungskontinuität zwischen römerzeitlicher und frühmittelalterlicher Besiedlung angenommen wird.

0.7.2.Mittelalter

Wahrscheinlich entstand der Ort in der späteren Ausbauphase unseres Raumes, also im 10. oder 11. Jahrhundert, gehörte bis zum Anfang des 12. Jahrhunderts zum Nahegau, anschließend zur Grafschaft der Wildgrafen, die als Nachfolger der Nahegaugrafen anzusehen sind. Nach rechtlichen Gesichtspunkten lag er innerhalb des Hochgerichts auf der Heide. Wir erfahren, dass ein Ritter Albert aus dem Nahegau im frühen 12. Jahrhundert den Remigiusberg widerrechtlich in Besitz nahm, später jedoch, nachdem die Mönche den Berg zurückgekauft hatten, selbst in das neu gegründete Kloster auf dem Berg eingetreten war und u. a. dem Kloster zwei Mansen (Gutshöfe) in "Buhrbur" vermachte.

1319 erhoben die Wildgrafen von Kyrburg Anspruch auf die Gerichtsbarkeit in Buborn, die sich auch auf die umliegenden Dörfer erstrecken sollte. Im Kyrburger Hof, einem Hofgut der Wildgrafen von Kyrburg im Bereich der heutigen Gemarkung von Buborn, hielten die Wildgrafen Gericht (Eicher Gericht). Zumindest Buborn blieb in der Hand der Wildgrafen, als eine Reihe der umliegenden Dörfer im Hochgericht auf der Heide 1363 durch Johann von Dhaun an Sponheim-Starkenburg verpfändet wurden. Indessen ist bekannt, daß der Ort zu dieser Zeit als "Hof in Bopporn" an Reinfried von Reipoltskirchen verpfändet wurde. Das genaue Datum der Verpfändung kennen wir nicht. Auf jeden Fall war Buborn 1408 in dessen Hand, als Wildgraf Gerhard V. starb. Die Pfandschaft wurde 1431 an Friedrich von Rüdesheim weitergegeben, an einen Schwiegersohn des Reinfried von Reipoltskirchen. Sie wurde bald von den Wildgrafen wieder ausgelöst, denn schon 1448 verkaufte Wild- und Rheingraf Gottfried zu Dhaun das Dorf, neben einer Reihe weiterer Orte aus dem Grumbacher Tal, mit dem Recht auf Wiederkauf an Pfalzgraf Stephan von Pfalz-Zweibrücken. Dieses Recht auf Rückkauf machten die Wildgrafen 1477 geltend. Wahrscheinlich zu Beginn des 16. Jahrhunderts gehörte der Ort dem Wild- und Rheingrafen von Grumbach. Im Jahre 1515 war Buborn fest im Besitz dieser Grafschaft, die Grumbacher übernahmen damit auch die Gerichtsbarkeit. Es heißt in einem Weistum dieses Jahres: "... an geriecht und oberkeit wiest man nust ghen Kyrburg, sondern ghen Grombach".

Die mittelalterliche Geschichte des Dorfes ist, ebenso wie die Geschichte des benachbarten Dorfes Herren-Sulzbach und wie die Geschichte des Schönborner Hofs, eng mit dem Johanniterorden verbunden. Ursprünglicher Sitz des Ordens war der Schönborner Hof bei Homberg, später siedelte er nach Herren-Sulzbach über, verlegte im 14. Jahrhundert seine Verwaltung nach Buborn und begründete ein Hofgebäude, das damals "Commenturhof" benannt wurde. Das Gelände des früheren Commenturhofes wird heute in Buborn als "Kirchgarten" bezeichnet.

Ursprung des Johanniterordens war ein Hospital für Pilger und Kranke in Jerusalem. Raymund von Puy (1120-1160) erließ um 1155 eine erste Ordensregel. Rasch breitete sich der Orden zunächst im europäischen Mittelmeerraum aus. Ab 1137 übernahmen die Johanniter auch die Aufgabe eines bewaffneten Grenzschutzes. Dadurch erfuhr der Orden einen Wandel zum geistlichen Ritterorden. 1309 begründete er auf Rhodos einen souveränen Ritterstaat. Nach der Reformation gab es neben dem katholischen Zweig des Ordens auch einen evangelischen Zweig, der bis heute fortbesteht. Der katholische Zweig des Ordens führt seit 1859 die Bezeichnung Malteserorden.

0.7.3.Neuzeit

Die Anwesenheit des Johanniterordens prägte auch die Geschichte des 16. und frühen 17. Jahrhunderts. Bis zur Zeit der französischen Revolution gehörte Buborn zu der Herrschaft der Grafen von Grumbach. Während des Dreißigjährigen Krieges plünderten marodierende Truppen wiederholt den Ort, und nur wenige Menschen überlebten den Krieg. Ebenso hatte Buborn unter den Kriegen Ludwigs XIV. von Frankreich zu leiden.

0.7.4.Neueste Zeit

Während der Zeit der Französischen Revolution und der anschließenden Zeit des Kaisers Napoléon wurde das linksrheinische Deutschland von Frankreich annektiert. Damals gehörte Buborn zur Mairie Grumbach, die zugleich auch Mittelpunkt und Sitz eines Cantons war. Dieser Canton Grumbach war wiederum ein Teil des Arrondissements Birkenfeld, das selbst innerhalb des Saardepartements lag. (Département de la Sarre) 1793 zogen französische Truppen durch das Glantal und nahmen in den Dörfern bei Grumbach Quartier, auch in Buborn. Dabei kam es zu Übergriffen der Revolutionstruppen gegen die Bevölkerung des Ortes.

Nach dem Ende der französischen Herrschaft wurde durch den Wiener Kongress das Fürstentum Lichtenberg begründet, das in den Besitz des Herzogtums Sachsen-Coburg kam. 1834 verkaufte Sachsen-Coburg dieses Fürstentum an Preußen. Es bildete innerhalb der preußischen Rheinprovinz den Kreis St. Wendel. Dieser Kreis war in mehrere Ämter aufgeteilt. Buborn gehörte innerhalb des Kreises St. Wendel zum Amt Grumbach.

Weitere Veränderungen ergaben sich nach dem Ersten Weltkrieg. Ein Großteil des Kreises St. Wendel verblieb 1919 bei dem autonomen Saargebiet. Aus dem bei Preußen verbliebenen Teil des Kreises entstand zunächst der so genannte "Restkreis St. Wendel-Baumholder" mit Sitz in Baumholder. 1937 wurde dieser Restkreis mit dem bis dahin oldenburgischen Kreis (Restkreis) Birkenfeld vereinigt, und es entstand ein neuer Kreis Birkenfeld innerhalb des preußischen Regierungsbezirks Koblenz.

Nach dem 2. Weltkrieg lag der Ort zunächst im Regierungsbezirk Koblenz des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Durch die Regional- und Verwaltungsreform von 1968 wurde das Amt Grumbach aufgelöst. Buborn kam am 1. Januar 1972 zur neu gegründeten Verbandsgemeinde Lauterecken, gleichzeitig vom Regierungsbezirk Koblenz in den neu gegründeten Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz, der inzwischen auch aufgelöst wurde.

0.8.Wahlergebnisse in Prozent

Landtag 2001 SPD CDU FDP Grüne Sonstige
Prozent 36,4 45,5 10,6 1,5 6,1
Landtag 2006 SPD CDU FDP Grüne Sonstige
Prozent 34,2 43,4 11,8 -- 5,3
Landtag 2011 SPD CDU FDP Grüne Sonstige
Prozent 29,3 44,0 6,7 6,7 4,0
Bundestag 2002 SPD CDU FDP Grüne Sonstige
Zweitstimmen 25,6 51,3 12,8 9,0 1,3
Bundestag 2005 SPD CDU FDP Grüne Linke
Zweitstimmen 25,6 46,2 14,1 3,8 5,1
Bundestag 2009 SPD CDU FDP Grüne Linke
Zweitstimmen 7,0 52,6 19,3 1,8 7,0
Bundestag 2013 SPD CDU FDP Grüne Linke
Zweitstimmen 20,3 54,7 7,8 3,1 3,1

0.9.Zeittafel

Vorgeschichte Keine Funde aus vorgeschichtlicher Zeit. Dennoch frühgeschichtlichen Besiedlung in der direkten Umgebung des Ortes möglich.
Römerzeit Mauerreste einer villa rustica 1914 entdeckt, ebenso römerzeitliche Urnen und Töpfe
10. / 11. Jhd. Mögliche Gründungen der Siedlungen Buborn und Guckenhausen
Vor 1120 Erster Hinweis in einer Urkunde auf einen Ort "Burbur".
1124 Nach einer Urkunde des Klosters auf dem Remigiusberg vermachte ein Ritter Albert diesem Kloster vier Mansen in dem Weiler Burbur
1258 Bei der Teilung der Wild- und Rheingrafschaft kommt das Gebiet, in dem Buborn liegt, an die Grafschaft Dhaun
1290 Buborn wird in einer Originalurkunde als "Hof zu Bopure" bezeichnet. Landerwerbungen des Johanniterordens
14. Jhd. Einrichtung des Commenturhofes
1319 Die Wildgrafen von Kyrburg erheben Anspruch auf die Gerichtsbarkeit in Buborn, die sich auch auf die umliegenden Dörfer erstrecken soll. Zumindest Buborn bleibt in der Hand der Wildgrafen.
1408 Tod des Wildgrafen Gerhard V. Zu seiner Lebenszeit wurde der Hof Buborn dem Reinfried von Reipoltskirchen als Pfandschaft übergeben.
1431 Die Pfandschaft wird an Reinfrieds Schwiegersohn Friedrich von Rüdesheim weitergegeben
1448 Nach Auslösung der Pfandschaft Verkauf des Ortes an Pfalz-Zweibrücken
1515 Buborn ist im Besitz der Grafen von Grumbach
1556 Einführung der Reformation
1556 Der Johanniterordens verpfändet seine Güter
1605 Der Orden verkauft seine Güter in Buborn an die Rheingrafen von Grumbach
1815 Einrichtung von Schulraum zum Unterrichten der Kinder
1819 Buborn liegt im Amt Grumbach des Fürstentums Lichtenberg, das selbst wiederum zu dem Landes Sachsen-Coburg gehört
1834 Buborn gehört innerhalb des Kreises St. Wendel zur preußischen Rheinprovinz
1937 Neue Kreiseinteilung. Buborn im Kreis Birkenfeld
1947 Buborn im Bundesland Rheinland-Pfalz Kreis Birkenfeld
1972 Buborn in der Verbandsgemeinde Lauterecken und im Kreis Kusel

0.10.Religiöse Verhältnisse

Vom frühen Mittelalter her gehörte Buborn zum Kirchspiel des benachbarten Ortes Herren-Sulzbach. Eine eigene Kirche besaß Buborn nie. Vor Ort gab es jedoch seit dem 14. Jahrhundert den Verwaltungssitz des Johanniterordens, dem auch beachtliche Ländereien gehörten. Die Bedeutung des Konvents der Johanniter ging bereits im 14. Jahrhundert zurück, als in Meisenheim ebenfalls eine Niederlassung des Ordens entstand. In der Reformationszeit verlor der Orden ganz seinen Einfluss im Bereich des Kirchspiels von Herren-Sulzbach. 1556 wurde auch in Buborn die Reformation eingeführt, und noch im selben Jahr verpfändete der Johanniterorden unter seinem Großmeister Fürst Georg von Schilling zunächst den Großteil seiner Besitztümer an die Grumbacher Herrschaft unter dem Rheingrafen Philipp Franz. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts kamen die Grumbacher ganz in den Besitz dieser Verpachtungen und zahlten einen Preis von 3 200 Gulden. 1606 kam dann auch der Commenturhof zu Buborn in den Besitz der Grumbacher Grafen, die ihn jedoch sofort an den Gutsbesitzer Boso Strauß von Herren-Sulzbach weitergaben und von diesem den Schönborner Hof übernahmen. Obwohl auch im Bereich der evangelischen Kirche der Ritterorden fortbestand, konnte er sich in Sulzbach nicht länger behaupten. Im Wild- und Rheingräflichen Haus Grumbach wurde 1556 die evangelische Pfarrei Herren-Sulzbach gegründet. Zu ihr gehörten von Anfang an alle Dörfer des Amtes Grumbach außer den Dörfern, die am Glan liegen. Bis zum Dreißigjährigen Krieg waren alle Bewohner evangelisch. Später musste die Herrschaft auch andere Konfessionen dulden, doch diese gewannen bis heute keine besondere Bedeutung.

Auf dem Friedhof

0.11.Bewohner

Das Dorf blieb bis heute ländlich strukturiert. Der Großteil der Bevölkerung arbeitete bis vor wenigen Jahrzehnten in der Landwirtschaft. Neben den Bauern gab es auch Land- und Waldarbeiter, Steinbrucharbeiter und wenige Handwerker. Weitere Möglichkeiten zur Berufsausübung bestanden kaum. Auch heute noch wird die Gemarkung landwirtschaftlich genutzt. Dennoch ist ein großer Teil der Erwerbstätigen gezwungen, auswärts dem Beruf nachzugehen. Bereits 1955 fanden von 52 Berufstätigen 46 ihren Arbeitsplatz außerhalb des Ortes. Auffällig ist, dass die Einwohnerzahlen im Verlauf des 19. Jahrhunderts schwächer anstiegen als jene des Nachbarorts Homberg und seit der Jahrhundertwende relativ gleich bleiben.

0.12.Bevölkerungsentwicklung

1815 1860 1900 1925 1958 2010
119 151 182 188 158 160

0.13.Schulen, Kultur, Vereine

0.13.1.Schule

Wie in den übrigen Dörfern des Amtes Grumbach entstanden auch in Buborn im ausgehenden 16. Jahrhundert als Auswirkung der Reformationsbewegung die Bemühungen, Kindern das Lesen und Schreiben beizubringen. Doch zunächst mussten die Schulkinder im benachbarten Herren-Sulzbach den Unterricht besuchen. In einem Hirtenhaus wurde dort der Unterricht für alle Schüler aus den Orten des ganzen Kirchspiels erteilt. Erst um 1814 erhielten alle Dörfer eigene Schulen. Der winzige Schulsaal in Buborn war nur mit zwei Tischen ausgestattet. Ein weiterer kleiner Raum daneben diente dem Lehrer als Wohnraum. Erst 1865 ließ die Gemeinde ein eigenes Schulhaus für einklassigen Schulbetrieb erbauen. Auf diesem Schulhaus hing eine Glocke mit der Inschrift "Wer mich nimmt verliert". Wegen dieses warnenden Spruches konnte die Glocke sogar den Zweiten Weltkrieg überstehen. Bis zum Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts blieb die einklassige Schule bestehen. Anschließend besuchten die Grundschüler eine Grundschule Grumbach-Hoppstädten, die bis zum Jahr 2010 bestehen blieb, während die Hauptschüler sofort nach Lauterecken kamen. Heute werden auch die Grundschüler in Lauterecken unterrichtet. Die Gebäude des Gymnasiums Lauterecken stehen nur wenige Kilometer weit vom Ort entfernt

0.13.2.Feste und Brauchtum

Die Kirmes von Buborn findet am 3. Wochenende im Juli statt. Altes Brauchtum, wie es in früherer Zeit in allen Dörfern der Glangegend üblich war, wird heute kaum noch gepflegt.

0.13.3.Vereine

Lange Zeit bestanden in Buborn ein Männergesangverein und ein Turnverein.

0.14.Gesundheits- und Sozialwesen

Allgemeinärzte können in Grumbach, Offenbach und Lauterecken aufgesucht werden. Die nächstgelegenen Krankenhäuser sind die von Kusel und Meisenheim. Für Pflegefälle ist u. a. zuständig die Sozialstation Lauterecken - Wolfstein.

0.14.1.Wirtschaft und Verkehr

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe stark zurück, doch die landwirtschaftlich nutzbare Fläche blieb weitgehend erhalten. Die fortbestehenden Betriebe vergrößerten sich also. Haupterwerbsbetriebe wurden in Nebenerwerbsbetriebe umgewandelt. Seit etwa 10 Jahren kam es zunehmend zur Stilllegung von Betrieben.

Der Ort ist von der B 270 aus über eine Kreisstraße zu erreichen. Die nächste Autobahnauffahrt bei Kusel ist etwa 25 km weit entfernt. Nächster Bahnhof ist der von Lauterecken in etwa 5 Kilometern Entfernung.

Pferdezucht

0.15.Persönlichkeiten

Oehler, Friedrich Valentin (*1790 in Herren-Sulzbach †1856 ebenda)

Lehrer, der sein ganzes Berufsleben in Buborn und im Kirchspiel Herren-Sulzbach verbrachte. Hinterließ wegweisende Aufzeichnungen über das Schulleben und die Arbeit eines Pädagogen: "Während der Schulzeit muss der Lehrer der Vater der Kinder sein. Die Schule ist auch Sittenschule. Die Kinder sollen nicht nur wissen, was recht und gut, schädlich und nützlich ist, sondern sie sollen auch das Schädliche vom Nützlichen unterscheiden lernen." (zit. nach Karsch 1959 S. 80) In der freien Zeit beschäftigte sich Oehler mit dem Musizieren und mit der regionalen und überregionalen Geschichte, schrieb eine viel beachtete Abhandlung über griechische Altertümer, kümmerte sich auch um den Obstbau im Amt Grumbach und legte eine Baumschule an.

0.16.Nachweise

Verfasser: Ernst Schworm

Redaktionelle Bearbeitung: Ernst Schworm

Literatur:

  • Fabricius, Wilhelm: Das Hochgericht auf der Heide - Die Wildgrafschaft zwischen Oberstein, Meisenheim, Lauterecken und Kusel, in: Westdeutsche Zeitschrift für Geschichte und Kunst, Jg. 24, Trier 1905.
  • Grashof, Karl Theodor: Die Dorfschulchronik von Herren-Sulzbach, 1996.
  • Karsch, Otto: Geschichte des Amtes Grumbach, Neuwied 1959.
  • Schneider, Carl: Geschichte des Wild- und Rheingräflichen Hauses, Volkes und Landes auf dem Hundsrücken, Kreuznach 1854.