Historischer Verein Rheinhessen

Veranstaltungen

Nationalsozialismus vor Ort. Zweiter Workshop zur Geschichte rheinhessischer Orte

Samstag, 4. Mai 2019, 10 Uhr, Gedenkstätte KZ Osthofen

Die Behandlung des Themas Nationalsozialismus in Lokalgeschichten, Dorf- und Stadtteilchroniken und ähnlichen Publikationen war in den Nachkriegsjahrzehnten weitgehend tabuisiert. Nur selten wurde in solchen Büchern dem Alltag des NS vor Ort oder dem Schicksal der jüdischen Einwohner nachgegangen. Seit einigen Jahrzehnten hat sich das geändert. Auch in Rheinhessen sind etliche Monografien entstanden, die dieser Thematik nicht aus dem Weg gehen. Mit unserem, nach dem letztjährigen erfolgreichen Start im Kloster Lorsch, zweiten Workshop am 4. Mai wollen wir gemeinsam mit der Gedenkstätte KZ Osthofen die Erträge dieser Forschungen nachzeichnen, mit Autoren und Autorinnen über ihre Erfahrungen, die Quellenlage, vielleicht auch die weiterhin bestehenden Vorbehalte vor Ort reden. Der Workshop richtet sich an alle, die an ähnlichen Fragen arbeiten, die Vergangenheit ihrer Dörfer und Stadtteile aufarbeiten, die sich gerne austauschen möchten und die Bestände des Dokumentationszentrums für ihre eigenen Recherchen kennen lernen wollen, sowie alle an rheinhessischer Zeitgeschichte Interessierten. Das Programm finden Sie im Anhang. Sie können sich auch noch spontan zum Besuch entscheiden, eine Anmeldung würde uns aber die Planung sehr erleichtern. Die Gedenkstätte befindet sich am Ziegelhüttenweg 38, laut Google Maps ca. 6 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Osthofen.

Dr. Gunter Mahlerwein

(1. Vorsitzender)

 

 

 

 

 

Führung im Staatsarchiv Darmstadt am 12. Juni 2019, 18 Uhr

Für alle, die sich über Quellen zur mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Geschichte der rheinhessischen Dörfer interessieren, bietet der Verein eine Einführung in die Bestände des Staatsarchivs Darmstadt an. Für die zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt bzw. dem Volksstaat Hessen gehörende Provinz Rheinhessen war es bis 1945 d a s zuständige Archiv. Es verwahrt aber nicht nur die schriftliche Überlieferung der seit 1816 für Rheinhessen zuständigen Behörden, sondern auch die Urkunden und Akten der vorherigen Herrschaftsträger, zu denen Kurmainz und die Kurpfalz, Grafen, Freiherren und Reichsritter ebenso wie Klöster und Stifte zählten. Der stellvertretende Leiter des Staatsarchivs Darmstadt, Dr. Lars Adler, wird uns ausgewählte Beispiele aus dem über 10.000 Urkunden und mehrere Hundert Salbücher, Weistümer und Dorfordnungen umfassenden Bestand zu Rheinhessen vorführen.
Wir treffen uns um 17.45 Uhr vor dem Eingang zum Staatsarchiv im Haus der Geschichte (dem ehemaligen Hof- und Landestheater) am Karolinenplatz 3. Für alle, die mit dem Auto kommen, besteht eine Parkmöglichkeit in der Tiefgarage direkt unter dem Karolinenplatz.
Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kann ab HBF Mainz einen Regionalexpress um 16.49 Uhr nehmen, der in Darmstadt um 17.20 Uhr ankommt. Vom Bahnhof aus können Sie mit einer der zahlreichen Bus- oder Straßenbahnlinien bis Haltestelle Schloss (von dort zu Fuß durch das Schloss und über den Karolinenplatz) oder Haltestelle Willy-Brandt-Platz (von dort noch wenige hundert Meter zu Fuß durch den Herrngarten), oder auch Haltestelle Luisenplatz (von dort wenige hundert Meter zu Fuß zum Karolinenplatz) fahren.
Die kostenlose Führung beginnt um 18 Uhr und endet gegen 19.30 Uhr.
Bitte melden Sie sich bei Prof. Dr. Wolfgang Dobras telefonisch (Tel. 06131/122656) oder per E-Mail (wolfgang.dobras@stadt.mainz.de) bis zum 7. Juni an.