Rheinhessen

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

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(c) Landesmuseum Mainz, Ursula Rudischer

(c) Landesmuseum Mainz, Ursula Rudischer

Das NS-Regime hat während seiner Schreckensherrschaft eine Vielzahl von Kunstwerken beschlagnahmt und als „entartet“ gebrandmarkt – eine öffentliche Diffamierung der Künstler und ihrer Arbeiten. Im Rahmen des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus bietet das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) am 28. Januar gleich zwei Führungen zu diesem Thema an.

Bei einem Rundgang durch die Dauerausstellung gibt die Provenienzforscherin Emily Löffler M.A. Einblicke in ein von der Stiftung Deutsches Zentrum für Kulturgutverluste gefördertes Projekt, in dem seit 2016 systematisch die Erwerbsumstände und Eigentumsverhältnisse von 61 Gemälden aufgearbeitet werden, die zwischen 1941 und 1943 ihren jüdischen Besitzern entwendet worden waren. Diese Werke befinden sich heute im Landesmuseum Mainz. Emily Löffler erläutert, mit welchen Methoden sie die Herkunft der Gemälde erforscht und welche Biographien und Schicksale mit ihnen verknüpft sind. Die Führung „Die Biographie der Objekte – Auf den Spuren von Kunstwerken und ihrer Herkunft“ beginnt am Sonntag, 28. Januar 2018 um 11 Uhr.

In der zweiten Führung zeigt Dr. Sabine Mertens bei einem Rundgang durch die Sammlung der Moderne Werke, die von den Nazis als „entartet“ verpönt wurden – darunter die „Große Knieende“ von Wilhelm Lehmbruck. Zugleich stellt Mertens Künstler vor, die von den Nazis mit Berufsverbot belegt wurden, ins Exil gingen oder in der inneren Emigration heimlich weiter tätig waren. Die Führung „Entartet oder Exil – Künstler in der Zeit des Nationalsozialismus“ beginnt am Sonntag, 28. Januar, um 15 Uhr im Landesmuseum.

Veranstaltungsort: Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49-51 Mainz