Sarlesheim in Rheinhessen

Sarlesheim - ein im 15. Jahrhundert verschwundenes Dorf in der Gemarkung Neu-Bamberg

Sarlesheim lag im Appelbachtal im Süden von Neu-Bamberg. Noch heute heißt dort eine Flur „zu Sergelsheim“. 1253 schloss Raugraf Heinrich mit seinem Onkel Konrad I. einen Vertrag über das bei Sarlesheim neu erbaute Schlosses Neu-Bamberg. 1285 bewittumte Raugraf Heinrich I. seine Ehefrau Adelheid von Sayn u. a. mit dem Dorf Sarlisheim. Am 21. Januar 1355 bestätigte Erzbischof Gerlach von Mainz dem Zisterzienserkloster Eberbach die von seinem Amtsvorgänger Erzbischof Heinrich vollzogene Inkorporation der Pfarrkirche in Sarlesheim (Vigener, Regesten Nr. 276). 1367 versetzt Raugraf Philipp II. seinem Neffen Graf Walram von Sponheim einen Teil der Burg und des Dorfes Sarlisheim. Das Dorf Sarlesheim wurde aufgegeben, nachdem zu Füßen der Burg das Dorf Neu-Bamberg entstand. Nur die dem hl. Georg geweihte Kirche blieb übrig, ein Pfarrer sowie ein Altarist des Muttergottes-Altars werden 1401 genannt. Das Patronatsrecht stand der Abtei Eberbach im Rheingau zu. Im Jahr 1343 inkorporierte Erzbischof Heinrich von Mainz die Pfarrei Sarlesheim dieser Abtei. (Brilmayer)

Nachweise

Redaktionelle Bearbeitung: Stefan Grathoff

Verwendete Literatur:

  • Karl Johann Brilmayer: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart. Geschcihte der bestehenden und ausgegangenen Städte, Flecken, Dörfer, Weiler und Höfe, Klöster und Burgen der Provinz Rheinhessen nebst einer Einleitung. Gießen 1905.

Aktualisiert am: 25.07.2016