Bibliothek

Zionismus

Von Theodor (Benjamin Se’ew) Herzl im Jahre 1897 ins Leben gerufene jüdische Volksbewegung, die die Rückkehr der Juden in ihr historisches Heimatland und die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk auf dessen Boden propagierte. Durch seinen betont nationalstaatlich-politischen Charakter unterschied sich der Z. von allen seinen Vorläufern mit ähnlicher Zielsetzung. Die zionistische Weltorganisation war und ist als Dachverband ausdrücklich areligiös, nahm aber ihrem Wesen nach (Rückkehr nach Zion) bei der jüdischen Religion Anleihen. Darüberhinaus enthielt und enthält sie auch eine starke religiöse Fraktion. Der Zionismus wuchs zu Anfang des 20. Jahrhunderts, vor allem in den jüdischen Zentren Osteuropas, schnell zu einer Massenbewegung an und erreichte mit der Balfour-Deklaration im Jahre 1917 seinen politischen Durchbruch. Seit der Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 und der seither staatlich geförderten Rückwanderung der Juden in ihr altes Heimatland wächst der Anteil der israelischen Juden an der Weltjudenheit stetig. Damit nähert sich der Zionismus der Verwirklichung seiner Ziele.

« Zurück zur Ursprungsseite

« Das gesamte Glossar anzeigen