Kulturdenkmäler in Oberwesel
Allerheiligenkloster
Angeblich soll es in Oberwesel seit der Merowingerzeit ein Frauenkloster gegeben haben. Es wird mit dem hl. Willibrord (658-739) in Verbindung gebracht.
Nachweisen lässt sich ein Nonnenkloster aber erst seit 1230, als Zisterzienserinnen in der Stadt einen Konvent gründeten.Als 1825 ein Brand das Klostergebäude vernichtet hatte, wurden die Ruinen bis auf die Grundmauern abgerissen.
Die sieben Jungfrauen
Im Rhein vor Oberwesel liegen über und unter dem Wasser sieben größere und kleinere Felsenstücke. Dies sollen der Sage nach einmal sieben Jungfrauen (Hungersteine) gewesen sein, die auf Schloss Schönberg wohnten.
Ortsbefestigung (Dellhofen)
Wann die Ortsbefestigung angelegt wurde, ist unsicher. Der Trierer Erzbischof Werner von Falkenstein ließ nach dem so genannten Weseler Krieg 1390/91 Graben, Mauern und Porten der Befestigung um Dellhofen schleifen.
St. Nikolaus (Langscheid)
Langscheid gehörte zum Pfarrbezirk des Liebfrauenstifts zu Oberwesel (seit 1258), die Taufkapelle war lose mit dem Kirchspiel Perscheid verbunden. 1400 trennte Erzbischof Werner von Trier die Kapelle Langscheid von der Pfarrkirche zu Oberwesel, 1740 wurde Langescheid letzlich dem Pfarrer von Perscheid vom Liebfrauenstift zusätzlich als Commende zugewiesen. Seitdem gehörte die Gemeinde zur Pfarrei Perscheid (Dekanat St. Goar).
Weihestein (Dellhofen)
Im Frühjahr 1974 wurde beim Pflügen oberhalb des Ortes an der alten Höhenstraße Mauerwerk angerissen und beseitigt. In den Steintrümmern fand sich eine rechteckige Steinplatte aus Muschelkalk, deren Vorderseite war nur leicht beschädigt und trägt eine fünfzeilige Inschrift, die von einer Profilleiste umgeben ist. Nach den Schriftzeichen zu urteilen, ist der Inschriftenstein etwa um 100 n. Chr. anzusetzen, an der Fundstelle dürfte in römischer Zeit ein kleiner einheimischer Tempelbezirk gelegen haben.
Wernerkapelle (Spitalkirche)
Die heutige Wernerkapelle ist nur noch der Chor einer ehemals größeren Hospitalkirche. Schon 1270 wird von den Franziskanern eine Heilig-Geist-Bruderschaft gegründet, die sich um die Pilger und Kranken kümmerte. Heute ist die Kapelle vor allem Gedenkstätte der mittelalterlichen Judenverfolgung, auf Grund der Sage um den Mord des kleinen Werners.












