Wallertheim in Rheinhessen

Die Evangelische Kirche zu Wallertheim: Das Kirchen“schiff“

Sie wurde im Jahr 1880 neu erbaut und 1955 erstmalig umgestaltet. In den Jahren 1990 bis 1993 wurde sie renoviert. Damals überwogen Blau- und Grautöne; die Bänke standen bis kurz vor dem Altarraum; es gab eine Elektro-Fußbankheizung. Die vorerst letzte Renovierung erfolgte zu Beginn dieses Jahrhunderts.  

Wesentliche Veränderungen waren bei der letzten Renovierung:

- Die Fenster im Chorraum wurden anhand alter Fensterteile (die 1955 entfernt worden waren) rekonstruiert (Fa. Loser, Hargesheim). Die Fenster im Kirchenschiff wurden dazu passend, aber viel schlichter, neu angefertigt.

- Der Sandsteinboden und Holzpodeste unter den Bänken sind neu. Bei den neuen Bänken konnten die alten Wangen (Seitenteile) erhalten werden. Die Lampen und die Ausmalung sind neu; die Heizung wurde von Elektro- auf Gasbetrieb umgestellt.

- Wasseranschluss und Toilette kamen hinzu.

- Wichtig war die Schaffung eines größeren Freiraumes vor dem Altarbereich: für das Musizieren, Familiengottesdienste, Tisch-Abendmahlfeiern, Ausstellungen. 

Blickfang sind - damals wie heute - das große Fresko und der Orgelprospekt. Das Wandfresko (kein Teppich!) hinter dem Altar zeigt Jesus im Kreis seiner Zuhörerschaft (Bergpredigt? Segnung der Kinder?). Kirchenmaler Zimmermann hat dieses Fresko geschaffen.

Das älteste Stück in dieser Kirche ist ein romanisches Fensterkreuz, das 1955 in den Chorraum eingebaut worden ist. Es entstammt einem alten, abgebrochenen, Wallertheimer Haus, könnte aber noch früher durchaus in eine Kirche gehört haben.

Einen Taufbeckenständer aus Stahl hat der in Wallertheim tätige Kunstschmied Ulrich Hennicke im Jahr 2001 für diese Kirche geschaffen. Er verwendet als Symbole die Buchstaben Alpha und Omega als ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets, sowie die Welle. Die zugehörige Taufschale und die Ablage aus farbigem Glas wurden vom Glaser Reiner Schiestein aus Zwingenberg / Bergstraße angefertigt. Dieser Taufbeckenständer wurde im Osternachtsgottesdienst 2001 feierlich der Gemeinde vorgestellt und übergeben.

Passend zum Taufbeckenständer hat der Kirchenvorstand bei Herrn Hennicke im Jahre 2002 ein Lesepult in Auftrag gegeben; es wurde am Kirchweihsonntag seiner Bestimmung übergeben.