Bildband über Leben am Strom vorgestellt
Werner Baum mit Karlsbrunnenmedaille des Kreises ausgezeichnet
„Der Rhein - Leben am Strom von Nierstein bis Nackenheim“ heißt der neueste Bildband der „Heimatfreunde am Mittelrhein“. Autor ist das Nackenheimer Urgestein Werner Baum, der bei der Sammlung des umfangreichen Bildmaterials von Hans-Peter Hexemer aus Nierstein Unterstützung erfahren hat. Auf 77 Seiten entstand ein imponierendes Dokument vergangener Zeiten, das dazu beitragen soll, das Leben in Alltag und Berufen vor dem Vergessen zu bewahren. Die Bilder zeigen u.a. Szenen aus den Bereichen Hochwasser, Bootsbauer, Küfer auf dem Eis, Bau der Umgehungsstraße und Niersteiner Hafen ab 1900.
Im Nackenheimer Landgasthof St. Gereon wurde er in diesen Tagen im Beisein von Bürgermeister Dr. Robert Scheurer und Ortsbürgermeister Heinz Hassemer vorgestellt.
Der Vorsitzende der Heimatfreunde, Erster Kreisbeigeordneter Adam J. Schmitt, lobte Werner Baum: Mit angeborenem Selbstbewusstsein habe der gebürtige Pfälzer die rheinhessische Landschaft lieb gewonnen – mit einem Blick für die Schönheit und die Menschen eines liebenswerten Landstriches.
Eine besondere Überraschung hatte Landrat Claus Schick im Gepäck: Er zeichnete Werner Baum mit der Karlsbrunnenmedaille in Gold aus. Dabei würdigte er die Lebensleistung des Nackenheimers und dankte den „Heimatfreunden am Mittelrhein“ für ihr ausgeprägtes Engagement.
Das neue Heimatjahrbuch ist da!
368 Seiten stark ist das jüngste Werk, das in diesen Tagen in der Kreisverwaltung der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die 57. Ausgabe des Heimatjahrbuchs präsentiert sich mit einem neuen Cover, in dem sich auch schon die neue konzeptionelle Ausrichtung der Schriftenreihe spiegelt: es kommt farbig, jung und frisch daher. Das neue Konzept stellt einen generationenübergreifenden Brückenschlag beim Beschreiben der Mainz-Binger Lebenswelten dar, in der auch eine neue Rubrik mit dem Titel „Zukunftsschmiede Mainz-Bingen“ Raum findet. Schwerpunktmäßig befast sich es in diesem Jahr mit der moderner Kunst im öffentlichen Raum und greift aktuell auch die Erhebung der Hildegard von Bingen zur Kirchenlehrerin auf. Zu finden sind auch wieder die bewährten Rubriken Aktuelles / Umwelt, Zeitgeschichte, Land und Leute, Geschichte - Fundament der Heimat, Literarisches und Menschen der Heimat, in denen 97 Beiträge und 21 Gedichte dem Leser Historischen und Wissenswertes auf unterhaltsame Weise näher bringen.
Ehrung für Günter und Katharina Hattemer
20 Heimatjahrbücher hat Günter F. Hattemer auf den Weg gebracht. Als Anerkennung für die geleistete Arbeit, bei der der Günter F. Hattemer all die Jahre hindurch tatkräftig von seiner Ehefrau Katharina unterstützt worden ist, überreichte Landrat Claus Schick dem Ehepaar Hattemer die Karlsbrunnen-Medaille in Gold. „Günter F. Hattemer hat das Heimatjahrbuch in den vergangenen zwei Jahrzehnten geprägt und mit Umsicht, Ruhe und Gelassenheit gelenkt“, würdigt Adam J. Schmitt die Arbeit des Redaktionsleiters.
Hildegard von Bingen
Am 3. Oktober präsentierten die Heimatfreunde im Rupertsberger Gewölbekeller in Bingen-Bingerbrück die neue Sonderschrift
"Hildegard von Bingen - Fragmente einer Biographie " aus dem Nachlass von Prof. Dr. Franz Stab
"Die Heiligsprechung" Hildegards von Bingen von Prof. Dr. Georg May
Neue Sonderschrift präsentiert
19.09.12 - In Mommenheim, zu Gast beim Geschichtsverein „Historia Mommenheim“, präsentierten die Heimatfreunde in diesen Tagen ihrer jüngsten Sonderschrift . Autorin des Buches mit dem Titel „..dann kinnste nooch Alse! - Die nationalsozialistische Aktion T4 und ihre rheinhessischen Opfer“ ist die junge Historikerin Nina Klinkel aus Mommenheim. Sie hat in ihrer Arbeit zur Erlangung des Akademischen Grades einer Magistra Artium der Geschichts- und Kulturwissenschaften an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz diese „Aktion T 4“ in Rheinhessen, in seinen Anstalten dargestellt und den Leidensweg der Opfer aufgezeigt. Hierbei bewegen gerade die exemplarisch dargestellten Einzelschicksale in ganz besonderer Weise.
Nina Klinkels Arbeit betrachtete die Geschehnisse dieser Zeit mit einem regionalen Bezug. Sie beleuchtet das ausgeklügelte System der ,,Euthanasie" und ihre Umsetzung in Rheinhessen, zudem geben die Ergebnisse einer soziodemographischen Analyse basierend auf Patientenakten Auskunft über die Opfergruppe und erschließen ihre soziale Zusammensetzung ebenso wie Selektionsparameter der Nationalsozialisten.
Die Heimatfreunde widmen dieser Abhandlung, die ihnen dankenswerterweise von Nina Klinkel überlassen wurde, ein Sonderheft in ihrer heimatkundlichen Schriftenreihe. Hiermit anerkennen die Heimatfreunde Nina Klinkels herausragende Arbeit, die sich mit der jüngeren Geschichte und insbesondere mit der NS-Zeit auseinandersetzt. Ein wichtige Aufgabe, denn erst mit Hilfe solcher regionalen Studien lässt sich das NS-Regime begreifbar machen, wird dem Entsetzen und Grauen ein Name gegeben.
Einen besonderen Dank natürlich auch den beiden Heimatfreunden, die zur Herausgabe dieser Sonderschrift beigetragen haben: Günter F. Hattemer für die redaktionelle Betreuung und Erich Hinkel für die Gestaltung und die Drucklegung des Buches.
Heimatliteraturpreis für Gottfried Braun
„Mit seinem literarischen Schaffen hat er die Geschichte seiner Gemeinde und der Region begleitet und bereichert. Seine umfassende Chronik der Gemeinde Schwabenheim an der Selz sowie die Erforschung der Geschichte der Selztalbahn sind beispielgebend.“ Adam J. Schmitt, Vorsitzender der Heimatfreunde, sparte während der Feierstunde im Schwabenheimer Rathaus nicht mit lobenden Worten. Zu Recht, denn selten findet man solches Engagement für Heimatgeschichte und Kultur. Nicht nur als Lehrer vermittelte Gottfried Braun seinen Schülern den Heimatgedanken und die regionale Geschichte, auch als Autor trug er die Historie des Selztals hinaus in die Welt. Seit nunmehr 33 Jahren ist der Preisträger bei den Heimatfreunden aktiv, zudem engagiert er sich in seiner Heimatgemeinde und vielen Vereinen.
Dafür zeichnete Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein e.V. am 17. Juni 2012 Gottfried Braun mit dem Heimatliteraturpreis aus. Die Kultur-Historische Gemeinschaft würdigt mit dieser Auszeichnung das verdienstvolle Wirken eines Pädagogen, der die Geschichte des Ingelheimer Grundes erforscht und in zahlreichen Veröffentlichungen den Bürgern vor allem aber der Jugend in verdienstvoller Weise nahe gebracht hat.
Der rheinhessische Wein- und Kulturbotschafter Walter Klippel ließ in einer humorvollen Laudatio das langjährige Wirken Gottfried Brauns Revue passieren. In den 1960igern kam Gottfried Braun nach Schwabenheim. Hier wirkte der bekennende Rheinhesse bis 2001 als Pädagoge. Sein Lieblingsfach Heimatkunde brachte er seinen Schülern auch vielfältige Weise näher. Beachtenswert auch sein unermüdlicher Einsatz für das Schwabenheimer Gemeinwohl. Er wirkte in der Kommunalpolitik und in der Lehrergewerkschaft und engagiert sich bis heute in den historischen Vereinen der Region. Dazu kommt Gottfried Brauns literarisches Schaffen. Er schreibt für die lokale Presse, für Festschriften und das Heimatjahrbuch. Sein bedeutendes Werk ist die 2000 erschienen umfangreiche Schwabenheimer Ortschronik. Bereits 2010 wurde ihm für sein literarisches Wirken der Kulturpreis des Landrats verliehen.





