Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein

Das Heimatjahrbuch 2017 des Landkreises Mainz-Bingen ist da!

Vorsitzender Adam J. Schmitt, Redaktionsleiterin Pia Steinbauer, Landrat Claus Schick, Andreas Reitzel (Verlag publicum) und Kulturbeauftragter Michael Roth präsentieren das Heimatjahrbuh 2017.

In diesen Tagen wurde das druckfrische Heimatjahrbuch 2017 des Landkreises Mainz-Bingen der Öffentlichkeit präsentiert. Auf 368 Seiten findet der Leser vielfältige Beiträge, die ihm die einzigartige Geschichte und die unverwechselbare Landschaft des Landkreises Mainz-Bingen näher bringen und in Erinnerung rufen.

Sonderthema „500 Jahre Reformation“
1517 veröffentlichte der Mönch Martin Luther in Wittenberg seine berühmten 95 Thesen. Damit setzte er einen Prozess in Gang, der als „Reformation“ die Kirche erneuerte und den Weg bereitete für neue humanistische Werte. 2017 gedenken wir dem Beginn der Reformation vor 500 Jahren. Ein gewichtiges Thema, mit dem sich auch die Autoren des Heimatjahrbuches in ihrem diesjährigen Sonderthema auseinandersetzen.
So widmen sich die Autoren des Heimatjahrbuches lokalen Reformatoren, schauen auf Sebastian Münster und reflektieren seinen Einfluss auf Martin Luther, greifen den Mythos um den Schwedenkönig Gustav Adolf  auf und blicken auf das Schicksal vieler Glaubensflüchtlinge jener Zeit.

Eine gute Mischung...
Auch mit der 2017er Ausgabe des Heimatjahrbuches ist den Herausgebern eine gute Mischung aus historischen Beiträgen und aktuellen Themen gelungen.
In dieser, der 61. Ausgabe, setzen sich mehr als 70 ehrenamtliche Autoren in rund 90 Artikeln mit historischen und aktuellen Themen auseinander, dazwischen finden sich kleine aber feine Gedichte, die regionale Themen pointieren.

Von der ebsch Seit“ und Zuckerbaronen
Welche interessanten Details sich hinter Flurnamen, Hausmarken, Wegekreuzen, Stadttoren und einer karolingischen Wasserleitung verbergen, kann der Leser im Heimatjahrbuch erkunden. Er kann sich in  die Militarisierung des Sports im 19. Jahrhundert einlesen oder Bingen als Außenstelle des Großen kaiserlichen Hauptquartiers im Ersten Weltkrieg kennenlernen.
In weiteren Beiträgen blickt das Heimatjahrbuch in den Berufsalltag des Salzsieders und beschreibt die komplizierte Aufhebung eines Heiratsversprechens im 18. Jahrhunderts. Da wird das Geheimnis der „ebsch Seit“ gelüftet, dort der Binger Architekten Ludwig Foltz und der in Ingelheim ansässige niederländische Zuckerbaron Albert de Roock vorgestellt. Runde Ortsjubiläen und junge Autoren in der Zukunftsschmiede sowie ein Jahresrückblick über das Geschehen im Landkreis runden das aktuelle Heimatjahrbuch ab.
Die Publikation ist ein Gemeinschaftswerk des Landkreises, der Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein e.V. und der Agentur publicum aus Selzen.
Das Heimatjahrbuch ist ab sofort für 10,50 Euro in der Zentrale der Kreisverwaltung sowie im Buchhandel erhältlich.



Heimatfreunde zeichnen Barbara Jordans und ihr Werk „200 Jahre Rheinhessen im Spiegel eines Weinguts mit dem Historischen Sachbuchpreis 2016 aus

Die Preisträger des Sachbuchpreises Decimus Magnus-Ausonius 2016. Foto: Pia Steinbauer

Im Oktober präsentierten die Heimatfreunde die Preisträger des „Sachbuchpreis Decimus Magnus-Ausonius 2016“. Die Siegerin des mit 500 Euro dotierten historischen Sachbuchpreises ist Barbara Jordans und ihr Werk „200 Jahre Rheinhessen im Spiegel eines Weinguts. Das Weingut Merz in Ockenheim“. Die Jury würdigt damit ein Werk, das sich der regionalen Geschichte  widmet und ein abwechslungsreiches und authentisches Bild des ganz alltäglichen Lebens der Menschen in Rheinhessen zeigt. Es zeichnet sich durch eine nahezu ausschließliche Verwendung von Primärquellen, umfangreiche Recherchen und der besonderen Darstellung regionaler Sozialgeschichte aus, so die Laudatorin Pia Steinbauer.
Mit dem zweiten Preis (250 Euro) wurde Reiner Letzner für sein Werk „Sebastian Münster und das vermessene alte Ingelheim“ bedacht. Dr. Tobias Schmuck stellte das enorme Fachwissen des Autors in den Mittelpunkt seiner Laudatio.
Wettbewerbskoordinator Joachim Junker präsentierte die Drittplatzierten (150 Euro), den Männergesangverein „Liederkranz“ 1886 Weiler und sein eingereichtes Sachbuch „In Freud und Leid zum Lied bereit“. Es liefere nicht nur ausführliche Informationen über den Verein, sondern auch über das allgemeine Zeitgeschehen, so der Laudator.
Auf dem gemeinsamen vierten Platz finden sich folgende Autoren wieder:
Wigbert Faber: „Die katholische Kirchengemeinde von Dienheim“, „Dienheim und seine Herrscher – Kurpfalz und Fulda. Wer hatte das Sagen?“.
Gerhard Hanke: „Das alte Waldalgesheim in Bildern“, „Multa – Zukunftsgeschichten“.
Michael Dietz: „Goethe: 200 Jahre in Bingen am Rhein 1814 - 2014“, „Bingen am Rhein: Das ,Who ist Who‘ der wichtigsten Binger Bauwerke“.


Das Heimatjahrbuch 2016 ist da!

„Am Rhein geboren zu sein heißt, in der Fülle des Lebens zu stehen“, schreibt Carl Zuckmayer und hat damit die Besonderheiten unserer Region im Blick, denen wir 2016, zum 200-jährigen Bestehen Rheinhessens, auf vielfältige Art und Weise begegnen werden.
Das aktuelle Heimatjahrbuch des Landkreises stimmt darauf ein – und wendet sich in seinen Beiträgen ausführlich der Geburtsstunde Rheinhessens zu, zeigen historische Momentaufnahmen aus den ersten Jahren der Provinz. Dem Rheinhessen-Jubiläum stellt das Heimatjahrbuch den Rhein zu Seite. Ein mächtiger Strom, der wie kein anderes Element die Region und die Menschen prägt.
Einmal mehr verbindet sich im Heimatjahrbuch Geschichte mit Aktuellem, historischer Forschergeist mit literarischem Feinsinn. Natürlich findet sich in der 60. Ausgabe des Heimatjahrbuches – es erscheint anlässlich seines runden Geburtstags und des Rheinhessen-Jubiläums in einem festen Einband – wieder die bekannte Vielfalt in bewährten Rubriken, in denen sich unsere Autoren mit historischen und aktuellen Themen auseinandersetzen. Zwischen den 89 Artikeln, die in diesem Jahr auf 392 Seiten Platz finden, spannen Gedichte, 29 an der Zahl, kleine, aber feine Brücken.
Das Heimatjahrbuch ist für 10,50 Euro in der Zentrale der Kreisverwaltung sowie im Buchhandel erhältlich.


Herbert Huff zum Ehrenmitglied ernannt

Die Heimatfreunde ernennen Herbert Huff zu ihrem Ehrenmitglied. [Foto: Pia Steinbauer]

"Mit seinen Beiträgen hat er, auf historische Erfahrungen aufbauend, nachhaltig für Völkerverständigung, die Einheit Europas und die Menschenrechte geworben", würdigt der Vereinsvorsitzende Adam J. Schmitt, das langjährige Vereinsmitglied Herbert Huff. Über 40 Jahre hinweg hat Herbert Huff die Arbeit im Redaktionsausschuss mitgetragen und viele Ideen und anregungen eingebracht, um die Qualität des heimatjahrbuches zu steigern. Dafür ernannte ihn die Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein am 29. September 2015 im Rahmen einer Feierstunde zu ihrem Ehrenmitglied.