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Dekan

Vorsteher einer Gruppe von Mönchen

In der katholischen Kirche war der Dekan ursprünglich der Vorsteher von zehn (lat. decem) Mönchen. Seit dem 9. Jahrhundert steht er an der Spitze des Dekanats. Aus dessen Pfarren wurde er vom Bischof (oft auch vom Domkapitel, im Mittelalter auch vom Archidiakn) ernannt. Er war die Instanz zwischen Bischof und der Pfarrgeistlichkeit, mit der gesamten geistlichen und administrativen Aufsicht betraut, insbesondere Vorsitzender des Landkapitels. Seit Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Stellung des Dekans durch den Offizial mehr und mehr eingeschränkt. Von der protestantischen Kirche wurden die Dekane in einigen Ländern übernommen, entsprechen in ihren Befugnissen aber nicht immer den katholischen.

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