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Dr. Wilhelm Ehrhard

Rechtsanwalt und Oberbürgermeister von Mainz 1931-1933, geb. 1884, gest. 1936.

Dr. Wilhelm Ehrhard, Mitglied der DDP, ab 1920 Beigeordneter der Stadt Mainz (zuständig für die Bereiche Wohnungs- und Einquartierungswesen, Straßenbahn, Wasserwerke u.a.), wurde im Januar 1931 nach Külbs Rücktritt zum Oberbürgermeister gewählt. Seine Amtszeit, überschattet von Not und Massenarbeitslosigkeit, ausgelöst durch die Weltwirtschaftskrise, währte nur kurz. Am 7. März 1933 protestierte Ehrhard gegen die Hissung der Hakenkreuzfahne auf dem Mainzer Stadthaus. Am 26. März 1933 wurde er von den Nationalsozialisten entlassen. Bis zu seinem Tod war er als Rechtsanwalt beim Reichsfinanzhof in München tätig. Er starb am 27. Februar 1936 im Alter von nur 51 Jahren während einer Dienstreise in Berlin.