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Mainz wird "Stadt der Wissenschaft 2011"

Von Sarah Spieß

Kategorie: Hauptportal, Rheinhessenportal

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus - im Rennen um den Titel "Stadt der Wissenschaft 2011" hat sich Mainz gestern gegen die Mitbewerber Chemnitz und Bielefeld durchgesetzt. Auch das Institut für Geschichtliche Landeskunde wird sich im Rahmen der Mainzer Wissenschaftsallianz "leidenschaftlich wissenschaftlich" an den kommenden Aktionen beteiligen.

Pressemeldung Stadt Mainz, 25.3.2010

Unter dem Motto „Mainz leidenschaftlich wissenschaftlich. Stadtlandschaft voller Kreativität“ hatte die Landeshauptstadt Mainz gemeinsam mit der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ mehr als 500 Projektideen in ein Konzept gebracht und heute in Berlin beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft vorgestellt. Im finalen Wettbewerb mit Bielefeld und Chemnitz errang Mainz nun für das Jahr 2011 den begehrten Titel „Stadt der Wissenschaft“, der mit einem Zuschuss von 250.000 Euro für die Landeshauptstadt verknüpft ist. „Mit diesem Titelgewinn können wir unsere Ideen in die Tat umsetzen,“ freute sich der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel, der die Bewerbung der Landeshauptstadt gemeinsam mit Universitätspräsident Prof. Dr. Georg Krausch, Ganymed Geschäftsführerin Dr. Özlem Türeci und ZDF-Moderatorin Gundula Gause präsentiert hatte. Mehr als 30 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft hatten die Mainzer Bewerbung im Deutsche Bank Forum in Berlin unterstützt. Die Entscheidung des Stifterverbandes wurde in der Delegation mit Jubel aufgenommen. „Wir sind mit Begeisterung in das Bewerbungsverfahren eingestiegen und werden diese Begeisterung auch in die Umsetzung der Pläne mitnehmen,“ bekräftigte der OB und dankte zugleich allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihre Unterstützung. Jens Beutel: „Und natürlich freuen wir uns über alle, die sich auch in Zukunft einbringen wollen.“

Die Staatsministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Doris Ahnen gratulierte: „Das ist ein großer und verdienter Erfolg für alle Akteure, die mit außerordentlichem Engagement eine hervorragende Bewerbung eingereicht haben. Die Stadt Mainz hat damit überregional deutlich gemacht, dass sie einen wichtigen Platz auf der wissenschaftlichen Landkarte Deutschlands einnimmt. Ich bin davon überzeugt, dass von dieser Auszeichnung regelrecht eine Aufbruchstimmung ausgehen wird, mit der die vielen guten Ideen und Ansätze mit Leben gefüllt werden. Die Landeshauptstadt Mainz hat als Wissenschaftsstadt beste Zukunftsaussichten!“

Der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Sprecher der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch: „Der Titel ist uns Impuls für ein tiefer gehendes Miteinander von Stadt und Wissenschaft mit dem ausdrücklichen Ziel, eine nachhaltige Veränderung der Lebensbedingungen aller Teile der Bevölkerung zu bewirken. Wir wollen das Wissen, das in den Mainzer Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen generiert wird, zum Nutzen der Stadt und der Bevölkerung in die Wissenspraxis überführen. Wir wollen ein Netzwerk knüpfen und Formate und Aktivitäten auf den Weg bringen, die weit über das Jahr 2011 Bestand haben und nachhaltig Wirkung entfalten. Die Landeshauptstadt Mainz hat in der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ einen starken Partner gefunden.“

Hintergrundinformation


Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft richtete seinen Wettbewerb um die „Stadt der Wissenschaft“ zum sechsten Mal aus. Der Titel wird exklusiv für ein Jahr verliehen und ist mit einem Preisgeld von 250.000 Euro verbunden. Ausgezeichnet werden Städte, die Wissenschaft als Motor der Stadtentwicklung begrei-fen, ihre Bürger für Wissenschaft begeistern wollen und vielfältige neue Beziehungen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Stadtverwaltung schaffen.

In der ersten Runde des Bewerbungsverfahrens hatte die Landeshauptstadt Mainz im November vergangenen Jahres eine hochkarätig besetzte Jury mit 18 Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Unternehmen, Medien und Kommunalpolitik vom Konzept ihrer Stadt der Wissenschaft überzeugt. Seitdem haben die Akteure unter Hochdruck die Projektideen weiterentwickelt und die 25-seitige Vollbewerbung ausgearbeitet.