Framersheim in Rheinhessen

Evangelische Kirche in Framersheim

Bilderstrecke zur evangelische Kirche.[Bild: Enbodenumer, wikimedia commons 3.0]

Die heute evangelische Kirche in Framersheim ist der Nachfolgebau der Pfarrkirche Unser Lieben Frau, die erstmals 1303 genannt wird. Es existierte aber bereits seit dem 8. Jahrhundert in Framersheim eine Kirche, die dem Bistum Metz angehörte.[Anm. 1] 1543/55 wurde die Reformation nach lutherischem Bekenntnis eingeführt, ab 1701 wurde die Kirche simultan genutzt. Seit dem Bau einer eigenen katholischen Kirche 1903/04 wird die Kirche nur noch für den evangelischen Gottesdienst genutzt.[Anm. 2]

1749 erweiterte man das Langhaus um das heute noch erhaltene Westportal und einige andere Dinge um. Weitere Renovierungen folgten in den 1780er Jahren - neues Oberteil des Turmes mit hohem, spitzem Dach -  und 1829 - der Oberbau des Kirchturms wurde aufgrund eines Konstrutionsfehlers wieder abgetragen. Der Unterbau des Turmes, der in das Langhaus hineinragt, blieb stehen und diente als Sakristei.[Anm. 3]

Trotz dieser Umbauten wurde ein Neubau der Kirche unter Kirchenbaumeister Ludwig Hofmann aus Herborn notwendig, der aber auch Teile des Vorgängerbaus einband. Der Bau besitzt drei Schiffe, die allerdings alle unter einem Dach zusammengefasst wurden. Im Norden steht ein massiger Flankenturm.[Anm. 4]

Die Westempore und die Orgel der Brüder Stumm aus Sulzbach-Rhaunen stammen aus den 1780er Jahren. In der Sakristei befindet sich ein spätgotisches Sakramentshaus vom Vorgängerbau mit Wimpergrahmung und Wappen von ungefähr 1500. Außerhalb der Kirche befinden sich noch einige Grabsteine aus der früheren Kirche und das spätklassizistische evangelische Pfarrhaus.[Anm. 5]

Nachweise

Redaktionelle Bearbeitung: Ann-Kathrin Zehender, Lutz Luckhaupt

Verwendete Literatur:

  • Hofmann, Peter: Die Geschichte des Dorfes Framersheim. Ein Heimatbuch. Mainz 1956.
  • Landesamt Denkmalpflege (Hrsg.): Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 20.1: Kreis Alzey-Worms. Bearb. v. Michael Huyer und Dieter Krienke. Worms 2013.

Aktualisiert am: 30.05.2017

Anmerkungen:

  1. Hofmann, Peter: Die Geschichte des Dorfes Framersheim. Ein Heimatbuch. Mainz 1956, S. 59-60. Zurück
  2. Landesamt Denkmalpflege (Hrsg.): Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 20.1: Kreis Alzey-Worms. Bearb. v. Michael Huyer und Dieter Krienke. Worms 2013, S. 203. Zurück
  3. Hofmann, S. 60. Zurück
  4. Landesamt Denkmalpflege, S. 203. Zurück
  5. Ebenda, S. 204. Zurück