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Von Karl Johann Brilmayer

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Rainer FuhrmannBahnhofstraße 57 (Rathaus)67596 Dittelsheim-HeßlochTel 06244/905216Webseite

Zur Geschichte von Dittelsheim

"Heidenturm"

Dittelsheim wird 774/775 erstmals in der schriftlichen Überlieferung des Klosters Lorsch genannt. Der Ort gehörte früh zum Grafschaftsbereich der Grafen von Katzenelnbogen. Aus dem Lehnbuch des Reichsministerialen Werner II. von Bolanden, das kurz vor 1200 niedergeschrieben wurde, geht hervor, das er die Grafschaft (comitatum) Dittelsheim als Lehen der Grafen von Katzenelnbogen innehatte. Wenig später, im März 1227, wird mitGerungus de Dyttelnsheimdas erste Mitglied der Familie von Dittelsheim genannt, die sich eineBurgim Ort errichteten.
Im 16. Jahrhundert gehörte Dittelsheim bereits weitgehend zum Herrschaftsbereich des pfälzischen Kurfürsten. Denn nachdem 1358 die Grafen Johann und Emich II. von Nassau Rechte am Ort hatten und Gräfin Anna von Katzenelnbogen und Nassau 1403 ihr Lösungsrecht an Dittelsheim ihrem Sohn Johann III. von Katzenelnbogen übergeben hatte, geht aus dem 1429 zusammengestellten Alzeyer Saal- und Lagerbuch hervor, dass ein Teil des Dittelsheimer Gerichtes den Heidelberger Kurfürsten zustand. In den Jahren 1439, 1571, 1579, 1602 und 1606 kauften sich die Pfalzgrafen Stück für Stück in die Grundherrschaft Dittelsheim ein, bis der Ort ganz unter kurpfälzische Herrschaft kam.

Quelle: Grathoff, Art. Dittelsheim im Pfälzischen Burgenlexikon unter Zuhilfenahme von Brilmayer 1905, S. 106f.; Dehio, Rheinland-Pfalz/Saarland 1984, S.103; Fabricius 1914, S. 200 und 420; Günther 1994, S.8-73; Tillmann 1958-61, S. 166; Wagner 1854-65, S. 148-149; Wendel 1974, S. S. 54-56.; Wörner 1887, S. 33-37; Wulfert 2001, S.17.