Zur Geschichte von Engelstadt
Engelstadt oder Engilstat (1295) lag im unteren Nahegau und kommt urkundlich zum ersten Mal im Jahr 1197 vor. Es war ein alter Besitz der Kurpfalz. Pfalzgraf Heinrich verpfändete das Dorf bei seiner Reise ins Heilige Land mit anderen Orten für 550 Mark an den Grafen von Sponheim. Engelstadt gehörte zu jenen Orten, die Pfalzgraf Rudolf I. im Jahr 1311 zusammen mit der Burg Stromberg dem Grafen Simon von Sponheim verpfändete. Wie der Ort im Laufe des 14. oder in der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts an das Ursulinenkloster zu Köln kam, ist ungewiss. Denn Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz kaufte das Dorf Engelstadt auf dem Gau im Jahr 1454 von der Äbtissin des Klosters von den Elftausend Jungfrauen zu Köln, Agnes von Isenburg. In dem Kaufbrief haben die Äbtissin und er Konvent zu den elf tausend Maiden zu Köln die Mann und arme Leut gehn Engelstadt gehörig ihrr Pflicht ledig gesagt und sie dem Pfalzgrafen fürter zu huldigen angewiesen. Seit dieser Zeit verblieb Engelstadt bis zur Auflösung des Kurstaates Ende des 18. Jahrhunderts beim kurpfälzischen Oberamt Stromberg.
Quelle: Brilmayer; Bild: Georg Dahlhoff; red. bearb. S.G.

