Guntersblum - Besitz der Leininger Grafen
Der Sage nach wurde Guntersblum erstmals erwähnt, als der Burgunderkönig Gunther den Ort Blume nannte. Erstmals genannt wurde der Ort aber 830-50 in einer Urkunde des Klosters Lorsch (Codex Laureshamensis) als "Chuntheres frumere". Der Ortsname wird von Kaufmann als "Garten des Gunther mit Pflaumenbäumen" (von mittellateinisch: prumarium) gedeutet. Der Name verweist also in die späte römische Zeit, als die Burgunder im Raum Worms siedelten ("Garten des Gunter"). Die Nibelungensage hat einen historischen Hintergrund. Die germanischen Burgunder waren Verbündete der Römer und kamen im Jahr 413 an den Rhein. Als die Burgunder versuchten, einen autonomen Herrschaftsbereich zu etablieren, kam es zum Krieg. Im Jahr 436 wurden die Burgunder vom römischen Feldherrn Aetius besiegt.
Die Leininger
Guntersblum gelangte im Mittelalter in den Besitz der Grafen von Leiningen, gehörte bis ins Jahr 1315 zum Haus Leiningen und dann zu den wechselndenD wechselnden Linien der Leininger. Diese erbauten 1704 ein Schloss, welches 1787 von einem Neubau abgelöst wurde. Die Leininger blieben bis 1797 Ortsherren.
Quelle: Dehio und Homepage der VG Guntersblum; Bild: Harald Strube red. bearb. ds, AKZ

