Mölsheim und das Kloster Hornbach
"Milbisheim" wird erstmals im Jahr 1237 urkundlich erwähnt. Der Ort war lange Zeit im Besitz des Benediktinerklosters Hornbach. 1512 verkaufte der letzte Abt des Klosters, Johann von Kindhausen, die Hälfte des Dorfes an Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz. Die dem Kloster verbliebene Hälfte fiel 1557 im Zuge der Säkularisation an das Herzogtum Zweibrücken. Mit dem "Hagenbacher und Selzer Vergleich" wurde das Dorf 1768 schließlich ganz kurpfälzisch. Der ehemalige Hornbacher Klosterhof in Mölsheim ist rundum mit einer bis zu vier Meter hohen Bruchsteinmauer bewehrt. Diese Mauer schützte das einstige Zentrum der Schaffnerei. Nach Beschädigungen im 30-jährigen Krieg wurden die Gebäude teilweise neu errichtet. Heute finden sich ein einer barocken Gartenanlage die sog. "Napoleonstürmchen", von denen eines im Bild links zu sehen ist. Ende des 18. Jahrhunderts bereiteten die französischen Revolutionstruppen, die auch Rheinhessen besetzten, der Pfalzgrafschaft das Ende.
Quelle: Homepage der Gemeinde; Widder; redakt. Bearb. S.G.

