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Zu sehen ist das Wappen von Wahllheim

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Zur Geschichte von Wahlheim

Beim Tiefpflügen auf einem Acker nordöstlich des Ortes wurde 1980 ein größeres Wagenkastenteil mit seinen verschiedenen Buntmetallbeschlägen entdeckt. Besonders hervorzuheben sind vier Balkenkopfbeschläge sowie die Blechverkleidung für die Holzkonstruktion einer Wagenkastenseite.
Das pfalzgräfliche Wahlheim war zu Lehen ausgegeben. Im Jahre 1400 kaufte Pfalzgraf Ruprecht III von Heinrich Bock von Lonsheim dessen Eigen- und Lehensbesitz sowie zwei Anteile am Dorf und an der Gemarkung Wahlheim, unter der Bedingungen, dass diese Güter Brendel und Ensel von Kiedenheim als pfalzgräfliche Mannlehen tragen sollten. Im Alzeyer Sal- und Lagerbuch aus dem frühen 15. Jahrhundert heißt es zu Wahlheim: "Item Wolf Lette hat zu Burglehen eine Molen, Hoffenstat und drey Morgen Ackers zu Walheim, das hatte vor Henne Lette." Durch Wahlheim läufte der von Freimersheim kommende Bache, der im Ortsbereich bzw. innerhalb der Gemarkung die Sand- und die Deutschordensmühle, sowie zwei im Besitz geistlicher Korporationen befindliche Mühlen sowie eine Schleifmühle antreibt. Der Bach fließt weiter nach kettenheim und dann in die Selz.  Die Gemarkung enthält 811 Morgen Ackerland, 13 Morgen Wiesen, und 5 Morgen Gartenland. Das der kurfürstlichen Hofkammer zugehörige Hofgut des Klosters Weidas umfasste 73 Morgen Ackerland, daneben gab es das Spiegelische Flossengut.
Vor der Reformation bestand bereits eine dem hl. Martin geweihte Kapelle, die dann von den Reformierten in Besitz genommen wurde. Diese erbauten an der gleichen stelle eine neue Kirche, die ein Filiale der Pfarrei Kettenheim wurde. Die Katholiken wurden nach Freimersheim, die Lutherischen nach Alzey eingepfarret.

Quelle: Cüppers, Römer S.656; Widder; red. Bearb. S.G.