
Ministerpräsident Alexander Schweitzer und Christian Kling (Vorsitzender des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma) unterzeichnen den Staatsvertrag, Mai 2025
Hinten v.l.n.r.: Innenminister Michael Ebling, Simone Schneider (Staatssekretärin im Innenministerium), Jacques Delfeld Sr (ehemaliger Vorsitzender des Landesverbands), Romani Rose (Vorsitzender des Zentralrats), Ministerpräsident a.D. Kurt Beck und Mario Lagrene (stellv. Vorsitzender des Landesverbands).
Im Jahr 2005 schloss das Land Rheinland-Pfalz mit dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma Rheinland- Pfalz eine Rahmenvereinbarung. Ziel war es, die Rechte der Minderheit zu schützen und die Situation von Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz zu verbessern. Rheinland-Pfalz war das erste Bundesland, das eine solche Vereinbarung mit einer Selbstvertretung der Sinti und Roma traf. Im Jahr 2025 wurde diese Vereinbarung erneuert und durch einen Staatsvertrag vertieft. In diesem wurden unter anderem die Förderung des Schutzes und die Teilhabe der Minderheit festgeschrieben. Auch wurde vereinbart, die wissenschaftliche Forschung zu stärken. Mit Michael Hartmann wurde zudem der erste Antiziganismusbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz eingesetzt, in dieser Funktion soll er auf anhaltende Ausgrenzung aufmerksam machen und durch politische und öffentliche Diskurse diese Ausgrenzung sichtbar machen und ihr entgegenwirken. Mit dieser Ausstellung wird ein Einblick in die Geschichte von Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz gegeben. Dabei wurde versucht, auch bereits bestehende Forschungen und Aktivitäten sichtbar zu machen. Selbstverständlich kann die Ausstellung keinen umfassenden Überblick über die Geschichte von Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz bieten – hierfür wäre ein mehrjähriges, institutionell verankertes Forschungsprojekt notwendig. Daher will die Ausstellung auch bewusst vorhandene Kenntnislücken transparent machen und zu weiteren Forschungen anregen.
In einem Audiofeature zur Ausstellung kommen sowohl Personen aus der Community, Wissenschaftler:innen sowie Studierende des Projekts zu Wort.