Bibliothek

Mönch

Der Gedanke des Mönchtums ist nicht auf das Christentum beschränkt, er lässt sich in vielen verschiedenen Religionen und Kulturkreisen nachweisen. Die ersten christlichen Mönche finden sich in Ägypten, Palästina, Syrien und Kleinasien (Asketen, Eremiten, Zönobiten) zu Beginn des 4. Jahrhunderts. Auch in der römischen Provinz Gallien - im heutigen Südfrankreich - gab es schon vor dem 4. Jahrhundert mönchisches Zusammenleben.

Die Mitglieder der klösterlichen Gemeinschaft (Mönche bzw. Nonnen) leben unter Einhaltung der Gelübde Gehorsam, Beständigkeit und klösterlicher Lebenswandel (Armut und Ehelosigkeit) zusammen, und zwar unter Leitung eines Abtes bzw. einer Äbtissin und unter Beachtung einer bestimmten Klosterregel. Der Dienst Gottes, dem sie sich verschrieben haben, vollzieht sich in Gebet und Arbeit. Gebet ist unmittelbarer, Arbeit mittelbarer Gottesdienst. Das gemeinschaftliche Gebet im Kloster, das Chorgebet, dessen Hauptbestandteile Psalmen und andere Schrifttexte sind, reicht mit seinen Wurzeln bis in das frühe Christentum zurück. Das Chorgebet wird auch Stundengebet genannt, weil es den Ablauf des Tages heiligt. Es umfasst folgende Gebetszeiten, die auf die Eucharistiefeier als auf ihr Zentrum hingeordnet sind: Laudes - Morgenlob; Terz, Sext, Non - Heiligung der 3., 6. und 9. Tagesstunde; Vesper - Gebet am Spätnachmittag; Komplet - Gebet vor der Nachtruhe; Nokturnen - nächtliches Gebet.

« Zurück zur Ursprungsseite

« Das gesamte Glossar anzeigen