Waldmohr in der Pfalz

Waldmohr

0.1.Allgemeine Angaben

Ortsgemeinde in der gleichnamigen Verbandsgemeinde 

Einwohner (2000): 5 701 davon männlich 2.821, weiblich 2.880, evangelisch 2.742,  katholisch 1.952, sonstige 1.007

Einwohner (2007): 5 310

Einwohner (2010): 5 229

Weitere Wohnplätze: Bahnhaus  (5), Bolsterhof  (14), Eichelscheiderhof (10), Erlenhof (6), Mohrmühle (24), Oehlbühlerhof (2), Waldhaus (3), Waldziegelhütte (112), Autobahnrasthaus (0).

5.525 der Einwohner im Jahr 2000 lebten direkt im Ort, 176 in den übrigen Wohnplätzen.

Naturdenkmäler: Als Naturdenkmal ist der "Heldenhain" mit seinem Lindenbestand ausgewiesen. Die schutzwürdige Alteiche am Nordhang des Dörrberges soll in den Flächennutzungsplan als Naturdenkmal aufgenommen werden.

Industriegemeinde an der A6

0.2.Lage

Zwischen 362 m ü. NN auf der Waldziegelhütte und 234 m ü NN beim Eichelscheid breitet sich Waldmohr längs des Glans und auf den Hügeln beiderseits des Bachs aus. Die langgestreckten Hügel Steines, Fuchsberg, Bolsten, Schachen und Heidenkopf mit Oehlbühl, die zum Glan hin nach Süden abfallen, und die nach Norden und Osten sanft abflachenden Bergrücken von Häupel, Mühlfeld, Härtel, und Krämmel sind längs der großen Verkehrsstraßen zum Ortskern hin dicht besiedelt. Die Landesstraße L 355 umgeht den Ort im Osten und bindet ihn an die Autobahn an. Der in Höchen entspringende Glan erfährt an der Waldmohrer Gemarkungsgrenze durch die Aufnahme des Branschbachs und durch den Zufluss des Mörschbachs am Rande des Dörrbergs ansehnlichen Wasserzuwachs. Mehrere große Weiher (Dörrberg - und Mohrmühlweiher) und zahlreiche Fischteiche bereichern das Landschaftsbild. Der ehemalige Panzergraben (Westwallanlage) beim Eichelscheiderhof ist längst wieder ein interessanter renaturierter Abschnitt des Glans.

0.3.Siedlung und Wohnung

"Waldmohr" ist die südlichste Gemeinde im Landkreis Kusel und Sitz der am 16. November 1971 gebildeten Verbandsgemeinde. Trotz des kleinstädtischen Charakters ist Waldmohr nach wie vor Landgemeinde und damit das größte Dorf im Kreis. Der aufstrebende Ort bietet eine gelungene Synthese von zukunftsweisenden Industrie-, Dienstleistungs- und Gewerbeansiedlungen einerseits und natürlich gegebenen wie unaufdringlich aufgebauten Kultur-, Sport- und Erholungseinrichtungen andererseits. Die über 2700 Arbeitsplätze in Industrie, Handel, Gewerbe und Verwaltung reichen bei weitem nicht aus, die hohe Arbeitslosigkeit im Südkreis erheblich zu senken.

Schon in der geschichtlichen Vor- und Frühzeit siedelten Menschen beiderseits des Glans oberhalb der sumpfigen Talauen. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich das Dorf zu einem Haufendorf mit der Kirche als natürlichem Ortsmittelpunkt. Mitte des vorigen Jahrhunderts entstand unterhalb der Kirche das neue Rathaus mit dem Marktplatz und oberhalb (= südlich) die Volksschule. Die neue katholische Kirche St. Georg wurde 1960 eingeweiht und steht an der Breitenbacher Straße. Seit 1980 hat die Gemeinde einen Marktplatz in der neuen Ortsmitte beiderseits und über dem verrohrten Glan. Die großen Ausbauperioden des Ortes waren in den 30er Jahren vor dem Zweiten  Weltkrieg (Siedlungen, Arbeiter- und Bergmannshäuser), in den 50er und 60er Jahren die Neubaugebiete im Krämmel, im Schachen und der Frankenstraße (ehemals Lindenstraße) sowie in den 70er und 80er Jahren der schwarze Weg (auf der Heide), der neue Bolsten, der Steines und der Fuchsberg sowie der Heidekopf, der Oehlbühl, vor dem Schachen und die neue Ortsmitte. Zur Zeit entsteht ein neues großes Baugebiet im Härtel mit über 75 Bauplätzen. Besonders markante Gebäude sind die Evangelische Kirche mit dem Kirchturm als Denkmal, das Rathaus, das ehemalige Amtsgericht mit Gefängnisgebäude (heute Bürgerhaus), mehrere Geschäftshäuser aus dem 19. Jahrhundert, das alte Herrenhaus von Böttler (Aussiedlerheim), das Altenzentrum, die Hauptzweigstelle der Kreissparkasse und das Wohnhochhaus mit seinen 15 Stockwerken, das zwar das höchste Wohngebäude des Kreisgebietes darstellt, aber nicht als landschafts- oder siedlungskonform anzusehen ist.

Die Mohrmühle hat ihr äußeres Erscheinungsbild gewahrt, ebenso wie der wunderschöne, noch original erhaltene Hufeisenbau auf dem Eichelscheiderhof. Die Ansichten aus verschiedenen Zeitepochen und die Ortspläne im Laufe der Zeit dokumentieren den Wandel des Erscheinungsbildes von Waldmohr.

Eine Federzeichnung aus der Zeit um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert zeigt noch die fast kompakte Bauweise um die Kirche als Mittelpunkt des Ortes und die alte Waldmohrer Mühle von Weimerich im Vordergrund.  Im 20. Jahrhundert erfolgten rapide Veränderungen nach den beiden Weltkriegen und insbesondere in den letzten drei Jahrzehnten, vor allem durch die Hinausschiebung der Bebauungsgebiete über den alten Dorfbereich hinaus.  In den 50er und 60er Jahren hatte sich der Ort schon nach allen Himmelsrichtungen hin erweitert. 

In den 90er Jahren entstanden  das große Gewerbe- und Industriegebiet, daneben auch die Erholungsanlagen  Auf den Ortsplänen von 1960 und Mitte der 90er Jahre erkennen wir deutlich das Wachstum der Gemeinde. 

Das Hochhaus

0.4.Name

Schon in vor- und frühgeschichtlicher Zeit siedelten bei uns Menschen, wie Funde (Klingen, Tränenkrüglein, Reste von Schmelzöfen) und die noch vorhandenen Hügelgräber belegen. Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahre 830 n. Chr., einer Urkunde des Klosters Lorsch (Reichsurbar, Codex Laureshamensis, im Staatsarchiv in München), in der drei Königshöfe "Lutra", "Nannenstuol" und  "Mörahha" genannt werden. Die Namensdeutung erfolgt überwiegend aus der Ableitung der althochdeutschen Begriffe "mor" für Sumpf und "ahha" für Bach bzw. Wasser. Einzelne Forscher deuten allerdings auch "mör" als Ableitung aus dem Lateinischen "mora", was soviel wie Aufenthalt bzw. rhetorisch Pause (Königshof als Raststätte) meint.

Das Wort "ahha" kommt in der althochdeutschen Dichtung der Karolingerzeit mehrfach vor und zwar in der Schreibweise mit einem h, also "aha", und bedeutet immer Wasser. Über Jahrhunderte nannte sich die Wohnstätte in unterschiedlichen Schreibweisen mora, Mohra, More, Moir, Mohr, mor bzw. Mor. Erst 1418 taucht der Name Waltmore auf. Der Ortsname Waltmor, dann Waltmohr, Waldmoor, Waldtmohr und schließlich Waldmohr wird erst regelmäßig und allgemein gebräuchlich im 17. Jahrhundert zur Unterscheidung von Kirchmohr, Obermohr, Niedermohr, etc.

0.5.Wappen

Früheres Wappen der Ortsgemeinde

Das Ortswappen ist geteilt und zeigt in der oberen Hälfte einen wachsenden silbernen Löwen, während unten die verschlungenen schwarzen Buchstaben W und M zu sehen sind. Das Wappenschild ist oben in Rot und unten in Gold gehalten. Diese Änderung des 1925 genehmigten Wappens der Ortsgemeinde erfolgte 1982 nach einem Gutachten von Dr. Debus wegen der viel längeren Zugehörigkeit zu den Grafen von Homburg durch Verwendung des Homburger statt des Veldenzer Löwen. Die untere Schildhälfte symbolisiert die Pfälzer Farben, wobei die Buchstaben W und M, wohl ein Gemarkungszeichen, Waldmohr bedeuten. Als im 19. Jahrhundert ein Münchener Professor einen Mohrenkopf als besonderes Symbol für das beantragte Ortswappen vorschlug, war der Gemeinderat entrüstet und lehnte den Vorschlag schroff ab.


0.6.Gemarkung

Die ganz alten Verbindungswege zu den Nachbarorten sind größtenteils noch erhalten und nutzbar. Die wirtschaftlich bedeutsamen Waldwege als Holzabfuhr- und Wanderwege sind gepflegt und in gutem Zustand, während die anderen alten Waldwege und Wanderpfade durch die Naturbelassung des Forstes verwildern und immer mehr verschwinden. So sind auch die Gewannen- und Wiesenfahrten nur noch dort befahrbar, wo eine intensive landwirtschaftliche Nutzung erfolgt. Durch die Flurbereinigung und die damit erfolgte Zusammenlegung Ende der 50er Jahre sind viele Parzellen- und Arwendewege weggefallen. Die Ortsgemeinde hat - Stand 1990 - insgesamt 563,9 ha Waldbestand; davon sind 365 ha Staatswald, 159,3 ha Gemeindebesitz und 39,6 ha Privateigentum. Die landwirtschaftliche Nutzfläche beträgt - Stand 1983 - 363 ha bei einer Gesamtgemarkungsfläche von 1307 ha, das sind 27.2 % der Gemeindefläche. Im Flächennutzungsplan sind insgesamt 18,5 ha an bestehenden Wasserflächen ausgewiesen.

Verschiedene Gemarkungsnamen deuten auf eine geschichtliche Zugehörigkeit, auf eine Lagebezeichnung, besondere Bodenverhältnisse oder frühere Gewässerflächen, etc. hin. Einige Gewannennamen werden auch heute noch unterschiedlich gedeutet. Hierzu einige Beispiele: Kirchelborn oder Kirckelborn, Spickelberg, Warbach, Bolsten, Häupel, Heiligenwald etc..

1901 wurde das Forstamtsgebäude in Dienst genommen. Der Amtsbezirk zählt heute noch zu den größten in der Pfalz. Im Jahre 1257 wurde die Mohrmühle, eine der ältesten Mühlen unserer Heimat, erstmals urkundlich erwähnt.

Die alte Mühle, auf der von vor 1610 bis 1645 im 30-jährigen Krieg direkte Vorfahren des Altbundespräsidenten von Weizsäcker lebten, ist heute nur noch Ausflugsziel mit einem gastronomischen Betrieb. In den 60er Jahren dieses Jahrhunderts zerfiel das Gebäude der 1715 erbauten Waldmohrer Mühle immer mehr und wurde schließlich abgerissen. Nur noch die Gemarkungsnamen (in den Mühlwiesen, auf dem Mühlfeld) erinnern an die eigentliche Waldmohrer Mühle. Sie war Mahl- und Holzmühle. Die 3 Aussiedlerhöfe: Oehlbühlerhof (1958 mit 0,9 ha), Bolsterhof (1958 mit 0,9 ha) und Erlenhof (1965 mit 0,8 ha) werden heute noch bewirtschaftet, wobei der Oehlbühlerhof von dem Besitzer des Erlenhofs (120 ha bewirtschaftete Fläche) mitversorgt wird.

0.7.Abriss der Ortsgeschichte (mit durchgehenden Angaben zur Verwaltung und Verfassung)

0.7.1.Frühgeschichte und Römerzeit

Die aus der mittleren Späthallstattzeit (ca. 550 v.Chr.) stammenden Hügelgräber beiderseits der pfälzisch-saarländischen Grenze im Kuhwald sind die heute noch sichtbaren Zeugnisse der frühen Besiedlung und nach Freilegung von 2 Grabhügeln in den Jahren 1995/1996 Anziehungspunkt geschichtlich interessierter Personen. Die alte Landstraße ist auch heute noch fast in ihrer gesamten Länge erkennbar und viel breiter als ein normaler Feldweg. In verschiedenen Beschreibungen des 14. bis 16. Jahrhunderts wird sie als "Mohrerweg" bzw. "Landstraße von Mor nach Erbach" genannt. Alteingesessene sprechen heute noch vom alten Homburger Weg, während er in Erbach als Waldmohrer Weg ausgewiesen wird. Diese Ost/West/Verbindung ist römischen, wenn nicht sogar älteren Ursprungs. Nach dem Abzug der Römer zu Beginn des 5. Jahrhunderts war der Raum fast entvölkert und erst mit der fränkischen Landnahme wurde er nach und nach wiederbesiedelt und dem Bliesgau verwaltungsmäßig innerhalb des Frankenreiches zugeordnet. Der Oberlauf des Glans bis zum Scheidelberger Woog wird bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts mit Moraha bzw. (Moorbach) Schwarzbach angegeben.

0.7.2.Mittelalter

Der Ortsname moraha wird noch Jahrhunderte verwendet, auch nach der ersten schriftlichen Nennung des Ortsnamens "Waltmore" im Jahre 1418. 1190-1441 wird ein Rittergeschlecht "von Moran" unter den  Gefolgsleuten der Grafen von Homburg erwähnt. Mehrmals verpfändeten die Grafen das Dorf und Gericht "More" oder zumindest Teile hiervon, z.B. 1383-1410 an die Veldenzer Grafen und von 1449-1475 erneut an die Veldenzer. 1312 wohnten in Waldmohr 40 Hübner (Bauern). 1475-1815 gehörte die Schultheißerei Waldmohr zum Herzogtum Zweibrücken. Schon 1404 wird erstmals Waldmohr als Sitz eines unteren Gerichts schriftlich nachgewiesen.

0.7.3.Neuzeit

1535 ist das Jahr der Einführung der Reformation, nachdem bereits 1219 nachweisbar eine Pfarrei bestand. 1564 wurde erstmals in einem Visitationsbericht die Existenz einer Schule erwähnt. Im Jahre 1605 wird auch erstmals ein Schulhaus im Ort genannt. 1609 hat der Ort 225 Einwohner bei 42 Herdstellen. 1622 und 1635 wurde Waldmohr während des Dreißigjährigen Krieges jeweils niedergebrannt und völlig zerstört.  

1668 und 1689 wurde der Ort im Pfalz-Orléansschen Krieg abermals heimgesucht und gänzlich niedergebrannt. Von 1679 bis 1697 stand Waldmohr - wie der ganze Bereich - unter französischer Herrschaft. 1701 erfolgte der Bau eines Schulhauses. 1704 wurde der Eichelscheiderhof erstmals genannt, 1749 auch die Waldziegelhütte.

1752-1757 ließ Herzog Christian IV. an Stelle des Hofgutes das Gestüt Eichelscheiderhof errichten. Der Wohnbau mit Toreinfahrt am Hufeisenbau wurde in Form eines kleinen Schlösschens ausgeführt.

1765 wurde bei der alten Dorfkirche "auf der Fels" die neue evangelische Kirche eingeweiht. 1775 weist ein Verzeichnis der Reformierten (nur für Waldmohr) ohne Hirten, Knechte und Mägde 54 Männer, 71 Frauen, 91 Knaben und 89 Töchter aus. Die Pfarrei gehörte bis zur Errichtung des Oberamtes Homburg im Jahre 1781 zur Inspektion Zweibrücken, wozu auch das Dorf verwaltungsmäßig gehörte.

Von 1798 bis 1815 war Waldmohr Kantonshauptort im Département de la Sarre (Saar) und Sitz einer "Mairie". Zu ihr gehörten Waldmohr, Jägersburg, Kleinottweiler, Höchen, Frohnhofen, Breitenbach, Altenkirchen und Dittweiler, zum Kanton zusätzlich Kübelberg, Schönenberg, Sand, Miesau, Elschbach, Scheidenberg (Schanzer Mühle), Ohmbach und Brücken. Der Kanton gehörte zum Arrondissement (Kreis) Saarbrücken. Aus dem Jahr 1812 wird ein Kantonsgefängnis in Waldmohr erwähnt. 1813 hat Waldmohr 683 Einwohner. 1814 wurde der neue Friedhof (heute Heldenhain, in der Bevölkerung nur "Park" genannt) erstmals belegt.

0.7.4.Neueste Zeit

Ab 1816 gehörte Waldmohr als Kantonshauptort im Kanton Waldmohr zum Landcommissariat Homburg im Rheinkreis (Bezirk Pfalz) des Königreichs Bayern. Zum Kanton gehörten jetzt 57 Dörfer, Höfe und Mühlen. Der Ort erhielt in jenem Jahr auch ein Friedensgericht. 1824 wurde das gemeinsame Schulhaus in der Bahnhofstraße erbaut. Zu Ehren des 25-jährigen Jubiläums der Krönung von König Maximilian Joseph I. von Bayern erfolgte 1831 die Einweihung des neuen Kirchturms. Im Haus Lensch eröffnete 1834 die Gemeinde den katholischen Schulunterricht. Eine neue Marktordnung erhielt Waldmohr 1847. Im selben Jahr verkündete die Gemeinde eine neue Marktordnung. 1850 wurde das Rathaus fertig gestellt, in dem auch das Gericht untergebracht wurde, wodurch schon von Anfang an wieder Raumprobleme entstanden. Erst 1901 erhielt der Ort ein eigenes Gerichtsgebäude - heute Bürgerhaus - und gegenüber zugleich ein neues Forstamt. 1855 entstand ein eigenes Postamt in einem neuen Gebäude.

1873 nahm die Ortskrankenkasse Waldmohr ihre Fürsorgetätigkeit auf und wurde erst am 31.Dezember 1913 durch die Reichsversicherungsordnung aufgelöst und in die Allgemeine Ortskrankenkasse übernommen. Die erste Ausgabe der Waldmohrer Zeitung erschien 1892, und 1895 wurde der erste Forstmeister für den Forstamtsbereich Waldmohr ernannt. Ab 1897 begann man mit dem Bau der Wasserleitung. 1898 wurden die ersten Toten auf dem neuen Friedhof im Brüchelchen beerdigt. Nach zwei Erweiterungen wird dieser Friedhof auch heute noch belegt. 1958 wurde die Leichenhalle eingeweiht. 1905 ersetzten die Gaslaternen die Petroleumlampen, nachdem die neue Gasanstalt (früheres Haus Fischer) liefern konnte. Leider war es ein Verlustgeschäft, da sich nicht alle Haushaltungen an die Gasleitungen anschlossen. 1916 kam es zur Einführung des elektrischen Lichtes im Dorf, während die Waldziegelhütte schon seit 1914 elektrifiziert war. Eine erste Autobuslinie von Waldmohr nach Bexbach, Oberbexbach und zur Grube Frankenholz wurde 1914 eingerichtet, und gleichzeitig begann die Post, eine Postbushalle zu bauen. 1928 wurde das Postgebäude mit der Telefonzentrale in der Bahnhofstraße errichtet. 

Von 1920 bis zur Rückgliederung des Saargebietes 1935 war Waldmohr Grenzort zum Saargebiet hin. Es erfolgte die Abtrennung vom Bezirksamt (Kreis) Homburg und die Einrichtung einer Nebenstelle des Bezirksamts Kusel in Waldmohr für alle Gemeinden, die zuvor dem Kreis Homburg angehört hatten. 1927 erfolgte die Einrichtung einer Nebenstelle des Arbeitsamtes Kusel. 1938 entstanden in der Gemarkung von Waldmohr die ersten Befestigungsanlagen des Westwalls, Panzergräben, Höckerlinien Bunker und Panzer-Straßensperren durch die Organisation Todt. 1938 lagen im Herbst über 2000 Soldaten (bespannte Artillerie) im Kuhwald während des so genannten "Kartoffelkrieges". Bis 1995 erinnerte die große Pferdetränke an dieses Ereignis. Die OT baute in und um Waldmohr die 2. HKL (Hauptkampflinie) des Westwalls mit über 30 Bunkern (geplant waren 70). In der so genannten Reichskristallnacht von 1938 richteten auswärtige SS-Kommandos schlimme Verwüstungen bei den jüdischen Mitbürgern an, insbesondere bei Dr. Salomon (Zahnarzt), Dr. Levi (prak. Arzt) u.a.. 1944  wurden erneut Feldstellungen, Schützengräben, Staudämme und Straßensperren, auch so genannte Tobrukbunker angelegt.

Während des Zweiten Weltkrieges fielen in der Höcher- und der Glanstraße sowie in der Gemarkung Bomben, wobei Tote und Häuserschäden zu beklagen waren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dann Waldmohr in den Jahren 1946 bis 1960 zum zweiten Mal Zollgrenzort. Doch bald nach der Währungsreform von 1948 kam es schon zu den ersten Ansiedlungen von neuen Industriebetrieben. 1958 wurden die Arbeitsamtsnebenstelle und die Gemeindeeinnehmerei in einem neuen Dienstgebäude in der damaligen Hauptstraße (heute Saarpfalzstraße) untergebracht. 1960 - erfolgte der Beginn der Erschließung eines 70 Hektar großen Industrie- und Gewerbegebietes im Kuhwald und auf der Heide. 1964 wurde die moderne Schule mit Turnhalle und Kleinschwimmhalle in Dienst gestellt. 1970 wurde das Altenzentrum feierlich eröffnet. 1971 erfolgte die Gründung der Verbandsgemeinde mit Waldmohr als Amtssitz und den weiteren Ortsgemeinden, Dunzweiler und Breitenbach. 1972 wurde das Warmfreibad eröffnet. 1980 feierte die Gemeinde das 1150-jährige Ortsjubiläum mit der Einweihung des neuen Marktplatzes und der neuen Ortsmitte. Das Industrie- und Gewerbegebiet im Kuhwald (70 ha) wurde erschlossen. 1980 erhielt die Gemeinde einen neuen Marktplatz in der neuen Ortsmitte. 1985 wurde die Rothenfeld-Sporthalle bei der Grund- und Hauptschule erbaut. 1987 wurde die "Rothenfeldschule" um einen Hauptschultrakt erweitert. Der Umbau der Schulturnhalle in eine Festhalle mit Orgel und moderner Bühnengestaltung sind als wertvolle Zukunftsinvestitionen vorgesehen. 1993 wurde das neue  Post- und Arbeitsamtsgebäude am Marktplatz in Betrieb genommen, zugleich die Marktplatzbebauung abgeschlossen

Wohnhaus auf dem Lande

0.8.Zeittafel

Um 350 v. Chr. Hügelgräber im Kuhwald
Um 300 Römerstraße
1190 Der Name Moraha erscheint in der Kopie einer Urkunde aus dem 9. Jahrhundert
1389 Waldmohr ein Lehen der Grafen von Veldenz
1404 Waldmohr Sitz eines Gerichts
1444 Waldmohr ein Lehen der Pfalzgrafen (Herzöge) von Zweibrücken
1535 Einführung der Reformation
1622 Waldmohr im 30-jährigen Krieg zerstört
1635 Erneute Zerstörung
1668 Zerstörung durch die Truppen Ludwigs XIV.
1689 Zweite Zerstörung durchdie Franzosen
1701 Bau eines Schulhauses
1704 Nennung des Eichelscheiderhofes
1799 Nennung der Waldziegelhütte
1752 Einrichtung eines Gestüts auf dem Eichelscheiderhof durch Herzog Christian IV.
1801 Waldmohr Sitz einer Mairie und und eines Cantons im Arrondissement Saarbrücken des Départements de la Sarre (Saar)
1816 Waldmohr Sitz eines Kantons im Königreich Bayern
1824 Bau eines neuen Schulhauses
1831 Einweihung eines neuen Kirchturms in Anwesenheit des Königs von Bayern
1901 Bau eines Gerichtsgebäudes
1920 Waldmohr eine nebenstelle in der Verwaltung des Bezirksamtes Kusel
1938 In der Umgebung des Ortes Errichtung von Verteidigungsanlagen für den Westwall
1948 Neuansiedlung von Industriebetrieben
1972 Einrichtung der Verbandsgemeinde Waldmohr
1980 Der Ort erhält einen neuen Marktplatz

0.9.Wahlergebnisse in Prozent, Bundestag Zweitstimmen

SPD CDU FDP Grüne Linke Sonstige
Landtag 2001 51,0 29,3 7,7 3,7 --- 8,3
Landtag 2006 48,8 23,6 8,6 2,9 0,7 15,4
Landtag 2011 44,9 26,6 4,0 14,1 5,3 5,1
Bundestag 2002 42,7 35,8 8,5 6,2 --- 6,8
Bundestag 2005 38,8 27,3 9,8 4,8 13,6 5,7
Bundestag 2009 25,6 26,6 16,2 7,0 17,6 6,9
Bundestag 2013 32,5 34,9 4,7 5,2 7,7 15,1

0.10.Religiöse Verhältnisse

In der Reformationszeit traten zunächst auf fürstliches Geheis (Cuius regio, eius religio) alle Bewohner zur lutherischen Konfession über. 1588 verfügte Herzog Johannes I. den Übertritt zur reformierten Konfession nach Calvin. Erst ab 1648 - nach dem 30-jährigen Krieg - konnten wieder Lutheraner, Reformierte und Katholiken in der Pfalzgrafschaft Zweibrücken nebeneinander leben. 

Die Namen der reformierten Pfarrer sind bis zur Union von 1818 alle aufgelistet mit Angabe der Wirkungsperiode in Waldmohr und teils Nennung der Herkunfts- und Versetzungsorte. Die lutherischen Geistlichen sind mit Ausnahme des allerersten Pfarrers bis 1588 bekannt und ab 1712 wiederum bis 1821.

Bei der Neuordnung der Pfarrbezirke (1821) kam Dunzweiler mit der Waldziegelhütte zur Pfarrei Breitenbach und als Mitgift für Dunzweiler und zur ausreichenden Dotation wurde auch das lutherische Pfarrgut in Waldmohr der Pfarrei Breitenbach übereignet. So erklärt sich, dass heute noch Breitenbacher Pfarrgut im Bann Waldmohr liegt. 1902 hatte die katholische Kirchengemeinde, die zur Pfarrei Kübelberg gehörte, 371 Seelen. Erst 1929 erhielt Waldmohr einen eigenen Seelsorger. Die Namen der Nachfolger erscheinen im Abschnitt der Series Pastorum.

 

Die beiden katholischen Pfarrgemeinden Waldmohr und Breitenbach werden in Zukunft gemeinsam verwaltet. Die älteste Kirche oder Kapelle stand wahrscheinlich auf dem Felsrücken, auf dem auch die spätere Kirche aufgebaut wurde, auf deren Fundamenten und Mauerwerk wiederum teilweise die jetzige, protestantische Kirche von 1765 steht. Sie galt in jener Zeit als Ortsmittelpunkt.- Dort war auch der erste nachweisbare Friedhof als Kirchhof. Erst 1814 wurde der Friedhof im Krämmel (zwischen Bahnhofstraße, Jahnstraße und Eichelscheider Straße) angelegt und 1852 bis zur Eichelscheider Straße erweitert. Der 1898 gebaute jetzige Friedhof im Brüchelchen wurde schon zweimal wesentlich erweitert und erhielt 1958 eine Leichenhalle. Bis zu diesem Zeitpunkt fanden die Beerdigungen noch vom Trauerhaus aus statt. Der gemeindeeigene Leichenwagen stand im Totenhäuschen beim alten Friedhof in der Jahnstraße. Bauer Ernst Kiefer war der letzte Fahrer des Leichenwagens, der als Einspänner fuhr.

Die Waldziegelhütte hat seit 1924 einen eigenen schön gelegenen Waldfriedhof unmittelbar bei der zu dieser Zeit ebenfalls erbauten Marienkapelle.

Im August 1923 wurde die lange geplante so genannte Notkirche der katholischen Kirchengemeinde eingeweiht. Sie wurde später abgerissen, und an ihrer Stelle entstand im Jahre 1960 die St. Georgskirche. Die "Weiße Halle", ein Gemeinschaftshaus der katholischen Kirchengemeinde, wurde ebenfalls abgerissen. Sie hatte zwischenzeitlich einmal als Schuhfabrik und -verkaufsstätte gedient. Nun erhielt sie eine moderne Baukonstruktion und wurde als Begegnungsstätte und St. Georgsheim im Jahre 1992 in Betrieb genommen

1866 wurde die Orgel in der protestantischen Kirche (Stumm-Orgel) eingeweiht.

Zur Zeit des Zustandekommens der Pfälzischen Union im Jahr 1818 (Vereinigung von Reformierten und Lutheranern) hatte die zahlenmäßig kleinere lutherische Pfarrei eine Gesamtseelenzahl von 620, von denen 130 auf Waldmohr entfielen.

0.11.Series Pastorum

Evangelisch
1818-1830 Pfr. Jak. Müller (ab 1830 Dekan in Kusel)
1831-1855 Pfr. Friedr. David Euler
1855-1864 Pfr. Karl-Heinrich Matthias
1865-1877 Pfr. Georg Wilhelm Konrad d'Alleux
1878-1888 Pfr. Friedrich Herman Jung (Distriktschulinspektor, später Dekan, Kirchenrat und Oberkirchenrat),
1889-1926 Pfr. Christian Schmitt, Kirchenrat und Distriktschulinspektor bis 1920 (Aufhebung der geistlichen Schulaufsicht),
1927-1949 Pfr. Adolf Müller
1949-1950 Vikar Erich Götz
1950-1960 Pfr. H. Joachim Belitz
1960-1977 Pfr. Ludwig Kayser, der auch heute noch hier lebt
1977-1979 Pfr. Ingo Holzapfel
1979-1990 Pfr. Rolf Freudenberg (anschl. Dekan in Homburg bis 1994, dann. Direktor der Diakonie),
1991-1995 Pfarrerin. Esther Massar (heute Pfarrerin in den Uni-Kliniken in Homburg)
1995 bis jetzt Pfarrerehepaar Marlies und Peter Butz
Katholisch
Von 1929-1931 Kaplan Josef Süß
1931-1933 Kaplan Josef Walle
1933-1935 Kaplan Eduard Friedrich Herold
1935-1939 Kaplan Becker
1939-1942 Expositus Adolf Laux
1942-1945 Expositus Meier
1945-1951 Expositus Ewald Spies
1951-1954 Expositus Jakob Goldhammer
1954-1957 Expositus Oskar Vesper und
1957-1960 Kurat Erwin Diemer (später Generalvikar im Bistum Speyer; verstarb 1990 als Domdekan).
1961-1967 Kurat Helmut Sprenger
1967-1974 Kaplan Otwin Vogelgesang
1974-1978 Pfarrer Johannes Eberhard (Jägersburg]
1979-1993 Pfarrer Fritz Boo (Jägersburg)
1993-1994 Pfarrer Georg Kästel (Breitenbach)
1994- Pfarrer Otto Kiehl (für die jetzt gemeinsamen Pfarrgemeinden Waldmohr und Breitenbach/Dunzweiler)

0.12.Bewohner

Waldmohr zählte wohl schon im Mittelalter zu den größeren Dörfern. 1312 wurden 40 Hübner (Bauern) angegeben. 1547 waren nach Tilemann Stella 43 Bauern hier wohnhaft, 1609 nach einem Kirchenprotokoll 225 reformierte Einwohner bei 52 Herdstellen. Ein gewaltiger Rückschlag erfolgte durch den Dreißigjährigen Krieg, denn 1655 wohnten nur noch 6 Untertanen (Familien) im Dorf. Die Zahl der Familien stieg wieder rasch an, doch der Pfalz-Orléanssche Krieg brachte neue Rückschläge. 1675 heißt es: "Waldmohr, verbrannt, 16 Familien". Während des 18. Jahrhunderts begann dann ein kontinuierliches Wachstum, obwohl jetzt schon einige Familien auswanderten. 1696 gab es 24 Herdstätten (1 Pfarrer, 1 Lehrer, 15 Bauern, 1 Küfer, 1 Schreiner, 1 Hirte, 2 Mägde, 3 Knechte und 3 Tagelöhner), 1718 wurden 42 Wohnplätze,  1760 schon 70 Wohnplätze, 1813 schon 683 Einwohner in Waldmohr gezählt. Aus frühen Urkunden sind nur wenige Namen und bis anfangs des 15. Jahrhunderts fast nur Vornamen von Einwohnern bekannt. Erst nach 1400 sind Familiennamen nachweisbar Durch ein Einwanderungspatent des Herzogs von Zweibrücken nach dem Friedensschluss 1648 sollte der Mangel an Menschen in unserer Heimat wieder behoben werden. Erst ein 2. Einwanderungspatent Karls XII. (1698) hatte großen Erfolg. Damals kamen viele Familien aus der Schweiz nach Waldmohr (Munzinger, Agne, Hollinger, Sandmeyer, Danner, Gerhard, Bächle, Blum, Burckhardt, Klein, Keller, Cloß, Jakoby, Kurtz).

Nach dem Urkataster (1845) scheinen die große Armut (Erbteilung, Hungersnot, früher Tod) und die politischen Wirren (1848/1849) Menschen unserer Heimat in die Emigration getrieben zu haben. Bei vielen Namen steht "Landesabwesend" - "Im Lande Amerika". Trotzdem zogen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer mehr Leute ins Dorf, ohne das Bürgerrecht zu erwerben, auch nachdem das Bürgereinzugsgeld 1878 (102,85 M) herab- und neu festgesetzt wurde.

Beim Bau des Nordfeldbahndammes und der Bahnlinie (1902-1904) waren mehrere Italiener beschäftigt, die sich hier ansiedelten.

Die beiden Weltkriege erforderten einen hohen Blutzoll; vor allem im II. Weltkrieg gab es viele Opfer.

Mit den Grenzziehungen nach den beiden verlorenen Kriegen kamen viele Zollbeamte mit ihren Familien nach Waldmohr, zumal eigens Zollwohnungen gebaut wurden. Sowohl in den 20er als auch in den 40/50er Jahren zog es aber auch viele hiesige Bergmannsfamilien teils wegen Erwerbslosigkeit und/oder der Lohnverhältnisse ins Ruhrgebiet und ins Aachener Revier. Dafür kamen Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten in den 40er und 50er Jahren ins Dorf. Erst die Industrieansiedlungen und die Ausweisung von preiswertem Bauland brachten in den letzten 30 Jahren in Verbindung mit der inzwischen guten Infrastruktur ständig Zuzüge, vor allem aus dem saarländischen Raum Homburg, Neunkirchen und aus dem Glantal; aber auch viele türkische Familien kamen ab 1971. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR kamen seit 1989 vor allem in den letzten Jahren viele deutschstämmige Familien aus Kasachstan und Kirgisien - frühere Wolga - und Schwarzmeerdeutsche - in den Ort. Vorherrschende Namen im Ort sind heute noch Bächle, Bauer, Becker, Blum, Braun, Burkart/ Burkhardt, Ecker, Emich, Hoffmann, Jung, Kampa, Keller, Kiefer, Klein, Krupp, Leibrock, Lothschütz, Maurer, Metzger, Müller, Rapp, Schäfer, Schmidt/Schmitt, Schneider, Schwarz, Simon, Trumm, Wagner, Weber, Weiß/-s/-ss, Wolf, Wunn und Zimmer.

Eingang zum Schwimmbad

0.13.Einwohnerentwicklung seit dem frühen 19. Jahrhundert:

1825 1835 1871 1905 1939 1961 1995 2007
gesamt 1025 1191 1193 1762 2245 2965 5711 5310
katholisch 128 806
evangelisch 884 2117
israelitisch 13 ---

0.14.Schulen, Kultur, Vereinswesen

0.14.1.Schule

1564 wird erstmals, durch einen Visitationsbericht des Pfarrers, eine Schule im Ort erwähnt, 1605 auch erstmalig ein Schulhaus. Zu einem Bericht aus dem Jahre 1613 heißt es, dass niemand im Dorf lesen und schreiben konnte. Die Lernleistung war gering und der Lernerfolg ebenfalls minimal. Die Bezahlung der Lehrer war so schlecht, dass sie oft Hunger leiden mussten. 1589 ist erstmals von der Besoldung die Rede. Der Lehrer der reformierten Schule erhielt 4 Malter Korn und 8 Gulden Gold von der Kirchenschaffnei und von der Gemeinde 2 Malter Korn für das Läuten. 1596 bekam der damalige Lehrer zur Schulwiese noch ein weiteres Viertel Land zur Besoldung. Trotzdem hielt es keiner lange aus und jeder zog auf eine besser dotierte Stelle. Nach dem 30-jährigen Krieg hört man 1659 wieder von einer Schule im Dorf. Aber auch jetzt wechselten die "Schuldiener" laufend, so dass die Stelle oft unbesetzt blieb. Erst 1728 kam mit dem Schuldiener Schwartz aus Quirnbach, der bis zu seinem Tode 1761 in Waldmohr blieb, eine gewisse Kontinuität in den Schulbetrieb. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts hatten auch die Lutheraner und die Katholiken eigene Schulen eingerichtet. 1783 besuchten die reformierte Schule insgesamt 79 Schüler, die lutherische Schule (1809) 25. Bei den Katholiken liegen Zahlen erst 1825 vor, da waren es 25 Kinder.

1825 betrug die Gesamtzahl der Schulkinder 256 für den ganzen Ort, so dass die Regierung 1835 eine dritte Stelle einrichtete. Das war eine katholische Lehrerstelle. Die Besoldung betrug damals 200 fl. jährlich für den katholischen Lehrer. Die protestantischen Lehrer bekamen 1829 - nach dem Zusammenschluss der Lutheraner und Reformierten - insgesamt 450 fl. - Diese Zahl errechnete sich aus Wohnung und Garten, 1 Hangstück, 2 Morgen Wiese, 6 hl Korn, 3 Klafter Holz, von 120 Haushaltungen je 1 Fass Korn, von 160 Schulkindern je 1 Gulden an Barmitteln von der Kirchenschaffnei und der Gemeindekasse sowie den Kasualien. Der erste Lehrer erhielt 250 Gulden, während der Gehilfe 200 Gulden bekam. 1862 wurden die Lehrergehälter neu geregelt und die Naturalien abgeschafft. 1870 wurde eine Fortbildungsschule eingerichtet, deren Unterricht jeweils von November bis anfangs Februar dauerte. Zu dieser Zeit besaß die Gemeinde drei Schulen, zwei protestantische und eine katholische.

Mit der Einrichtung der kommunalen christlichen Gemeinschaftsschule im Jahr 1877 wurden die Lehrergehälter neu geordnet. Bei der Neufestsetzung (1878) bekam jede Lehrkraft 897,38 Mark. 1901 wurden eigens Alterszulagen eingeführt und 1905 die Lehrergehälter auf 1500,- Mark erhöht. Die Fortbildungsschule, lange als Sonntagsschule geführt, wurde ab 1906 auf Mittwochnachmittag verlegt. 1935 wurde das achte Schuljahr eingeführt, 1966/67 das 9. Schuljahr und 1991/92 das 10. Schuljahr.

0.14.2.Vereine und Kultur

Das kulturelle Leben wird geprägt von einer sehr aktiven und vielseitigen Außenstelle der Kreisvolkshochschule, der Sängervereinigung 1872, dem katholischen Kirchenchor, dem protestantischen Singkreis, dem rührigen Musikverein mit seinen verschiedenen Musikgruppen, dem Förderkreis für Kunst und den sporttreibenden, sozialen sowie geselligkeitsdienenden Vereinen:TV Waldmohr, VfB Waldmohr, HSV Waldmohr, ASV Waldmohr, Schützenverein Waldmohr, Reit- und Fahrverein Waldmohr, TC Waldmohr, Behinderten-Sportclub Waldmohr, DLRG, Karateclub Waldmohr, Verein "Dorf für Kinder", Pfälzerwaldverein Waldmohr, Obst- und Gartenbauverein Waldmohr, DRK, Pensionärverein Waldmohr, die beiden Kirchen mit ihren zahlreichen Einrichtungen und Gruppen, VdK, Reservisten-Kameradschaft, der Theaterverein "Krea-Mief“, die allesamt Kulturelles offerieren.

Neben den verschiedenen Fastnachtsveranstaltungen einzelner Vereine, dem Tanz in den Mai, dem Marktplatzfest, der Kirchweih, dem Weihnachtsmarkt und den Dörrberg- und Weiherfesten der Vereine und Parteien gibt es kaum noch Brauchtumspflege, sieht man einmal davon ab, dass die Kindergärten noch alljährlich am Martinstag ihre Umzüge veranstalten und die Sternsinger an Epiphanias von Haus zu Haus gehen. Der Chor der Grund- und Hauptschule wirkt bei vielen Gemeindeveranstaltungen aktiv mit.

0.15.Gesundheits- und Sozialwesen

Schon sehr früh gab es einen Amtsarzt (Ende des vorigen Jahrhunderts) als Bezirksarzt und seit 1900 schon zwei praktische Ärzte ständig im Ort. Heute praktizieren drei Allgemeinärzte, zwei Fachärzte als Internisten, zwei Frauenärzte, ein Augenarzt, ein  HNO-Spezialist, ein Orthopäde, eine Hautärztin und drei Zahnärzte. Zwei Apotheken, eine Drogerie, ein Optiker, zwei Massagepraxen, ein Fitnesscenter und zwei Krankengymnasten und mehrere Fußpflegedienste stehen im Dienste der Gesundheit. Das Altenzentrum des Saarländischen Schwesternverbandes (seit 1970) geht aus dem Altenheim im früheren Haus Böttier (1960) hervor, das heute als Aus-und Umsiedlerheim dient.

1905 wurde die Krankenpflegestation des Diakonissenvereins eröffnet.

Die letzte Hebamme in Waldmohr war Frau Schneider, die 1957 fortzog. Im Ersten Weltkrieg diente das damalige Schulhaus von 1914-1917 als Reservelazarett. Einzelne Sozialwohnungen hatte die Gemeinde schon sehr früh für Bedürftige in der Bahnhofstraße, der Schillerstraße und in der Weiherstraße bereitgestellt. Der DRK-Ortsverein (1898) unterhält seit vielen Jahren eine Kleiderkammer und einen Raum mit Bedarfs- und Einrichtungsgegenständen des täglichen Lebens für sozial schwache und um- bzw. ausgesiedelte Familien sowie Einzelpersonen. Der ökumenische Krankenpflegeverein hilft und unterstützt das AHZ in Brücken.

Zur Zeit gibt es drei Kindergärten im Ort, zwei gemeindeeigene und einen kirchlichen Kindergarten. Ende der 80er Jahre richtete die DEKRA eine berufsbezogene Akademie in der alten Sparkasse ein, in der berufliche Fort- und Weiterbildung sowie Umschulungsmöglichkeiten angeboten werden. Hinzu kommt die Unterrichtung von Aus- und Umsiedlern aus dem Osten zur Erlernung der deutschen Sprache.

Der Kindergarten

0.15.1.Wirtschaft und Verkehr

Die landwirtschaftlichen Nutzflächen gingen in den letzten Jahrzehnten mit der Abnahme der Haupterwerbslandwirte und der Aufgabe der Feierabendbauern leicht, aber stetig zurück. Über die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche ist immer noch Ackerland. Der Grünflächenanteil beträgt ca. 45 % und Sonderkulturen - kaum 1 % - spielen keine Rolle. Seit 1971 ist der Getreideanbau rückläufig. Der Kartoffelanbau nimmt den größten Teil der Ackerflächen in Anspruch. Ebenso hat der Futterpflanzenanbau sich vermehrt, was auf eine Erhöhung des Viehbestandes schließen lässt. Rindvieh und Schweinebestände nahmen in den letzten 25 Jahren zu, obwohl Betriebe inzwischen aufgaben. Mit dem Eichelscheid besaß Waldmohr im Jahre 1990 563,9 ha Wald, was gegenüber 1970 eine Zunahme von 5 % betrug. Davon entfielen 365 ha auf Staatsforst, 159,3 ha auf Gemeindebesitz und 39,6 ha auf Privatwald.

Ausgedehnte Rotbuchenforste dominieren und nur im Eichelscheider Bereich überwiegen Fichten- und Kiefernbestände. Besonders die Waldungen am Dörrberg und Eichelscheid haben Schutzfunktionen, insbesondere Erholungsfunktion. Der Schachenwald ist als Erholungswald ausgewiesen - Altenzentrum - und dient auch als Lärmschutzwald und wertvoller Waldbestand.

Von den vielen kleinen Handwerksbetrieben früherer Jahre ist heute nur noch wenig übriggeblieben. Den Schmied, Wagner, Schlosser, Schreiner alter Art gibt es nicht mehr im Dorf. Nur noch eine Schuhmacherei, eine Metzgerei, Bäckerei, einen Kürschner, zwei Dachdeckereien, drei Friseurgeschäfte, eine Zimmerei, ein Gipsergeschäft und zwei Malergeschäfte kann man als normale Handwerksbetriebe bezeichnen. Dafür sind im Dorf heute eine Großbäckerei, fünf Sanitärbetriebe, drei Elektro-Spezialbetriebe, fünf Autoreparaturwerkstätten, drei Baufirmen, ein Holzsägewerk, eine Bildhauerei, zwei Fliesenlegergeschäfte, zwei Kunstschlossereien und eine Großschlosserei sowie an Klein- und Mittelbetrieben ein Marmorwerk, eine Druckerei, eine Möbelfabrik, ein Fertighausbetrieb und ein Fertigbaukeller-Hersteller, ein Fertigungsbetrieb für Trockenbaustoffe, ein Fensterfertigungsbetrieb, ein Fertigungsbetrieb von Eisenhallen, zwei Inneneinrichtungsbetriebe, eine Firma für Sicherheitseinrichtungen, eine Minitecfirma, eine Fabrikvertretungsfirma für Bau- und Straßenmaschinen, eine CNC-Bearbeitungsfirma und ein WIG-Reinigungs-, Wartungs- und Instandsetzungsbetrieb, eine DHG-Service-Firma, ein Dental-Labor, ein Fachliteratur-Dienst, ein Betrieb für Informationssysteme und eine Ofensetzerfirma. Das eine oder andere Gewerbe wird nur noch nebenberuflich ausgeübt wie z.B. Diamantschleifen, Glasschleifen, Möbelrestauration etc.

Zwei Getränkegroßhandel, zwei Gütertransportbetriebe, ein Haushalts- und Gartengeräte-Großhandel, ein Eisengroßhandel, zwei Reifenhandelsfirmen, eine Ölhandelsuntenehmung, ein Stahlbauhandelsbetrieb, Tabakwarenhandelsfirmen, zwei Werbeservice-Betriebe, fünf Textil-und Modehäuser, fünf Verbrauchermärkte, ein Geschäft für Babyausstattung, drei Geldinstitute mehrere Dienstleistungsgeschäfte (Versicherungsagenturen, Reisebüro, Beratungsfirmen) und diverse Einzelhandelsgeschäfte runden das reichhaltige Angebot des Unterzentrums ab. Insgesamt sind (1997) mehr als 365 Handels- und Gewerbebetriebe, einschließlich Wandergewerbe, in Waldmohr angemeldet.

Seit Neueinführung des Wochenmarktes - Markttag ist der Samstag - im Jahre 1993 wurde der Markt von den Bürgern gut angenommen. Außerdem erfreuen sich die verschiedenen Flohmärkte und der Weihnachtsmarkt großer Beliebtheit. Leider ist der Turnerjahrmarkt in diesem Jahrzehnt ganz zum Erliegen gekommen. Der größte Industriebetrieb ist die Firma (C.S.) Schmal, die Fertig- und allerlei Kleinmöbel herstellt und 450 Mitarbeiter beschäftigt. In der Holzbranche, die seit den 50er Jahren hier führend war, sind heute noch zwei weitere Spezialbetriebe (Vario-Drum und Geimer) tätig und weithin bekannt.

Die Firma Kampa, die Exklusiv-Fertighäuser baut, beschäftigt zur Zeit 320 Menschen im Waldmohrer Betrieb. Bei den Firmen Metronic und WIG von Grünenwald arbeiten 120 und 50, insgesamt also 170 Leute. Stehma hat 75 Arbeitskräfte im Stahlhallenbau eingesetzt. Ein Notar und 2 Rechtsanwälte sowie mehrere Architekturbüros haben viel zu tun. Trotz der aufstrebenden Industrie in Waldmohr pendeln von hier 1069 Arbeitnehmer ins Saarland, allein 855 nach Homburg. In Richtung Kaiserslautern und in pfälzische Arbeitsstätten insgesamt pendeln 362 Leute.

Nach Waldmohr kommen 384 Arbeitskräfte aus dem Saarland, 528 aus dem Kreis Kusel und 64 aus der übrigen Pfalz. Die Tendenz zeigt in den letzten Jahren eine Zunahme der Einpendler.

An der Breitenbacher Straße steht ein modernes Umspannwerk der Pfalzwerke, die die Stromversorgung für Industrie und Bevölkerung sichert. In der Wasserversorgung ist Waldmohr durch eigene Tiefbrunnen, Pumpstationen und Hochbehälter unabhängig von Zweckverbänden. Eine 10-Millionen-Mark-teuere Kläranlage, die auf eine Kapazität für mehr als 10 000 Einwohner ausgelegt wurde, ist jetzt in Betrieb genommen worden und stellt die modernste Abwasserreinigung dar. Der ganze Ort ist mit Elektrizität und Erdgas versorgt. Zu Beginn dieses Jahrhunderts besaß der Ort sogar eine eigene Gasanstalt, die aber wegen Unrentabilität die Gasproduktion schon im Ersten Weltkrieg einstellte. Die als Entlastungs- und Umgehungsstraße zur früheren Hauptstraße (Rathausstraße) gedachte Saarpfalzstraße ist heute die Hauptverkehrsstraße innerhalb des Ortes und als B 423 auch für den Durchgangsverkehr am bedeutsamsten. Innerörtlich besonders verkehrsreich sind auch die L 354, die zum Industrie- und Gewerbegebiet und über die L 355 zur BAB 6 (E 50) und Raststätte Waldmohr führt, und die K 3 von der Ortsmitte nach Höchen und  Bexbach. Stark frequentiert sind auch die Bahnhofstraße und die Rathausstraße. Schon 1985 betrug die tägliche Verkehrsmenge am Ortsrand nach Kübelberg 4852 Kraftfahrzeuge pro Tag und 5505 am Ortsrand nach Jägersburg. Vor der Industrialisierung arbeiteten fast alle Menschen hier im Ort selbst als Bauern, Handwerker, Tagelöhner, Geschäftsleute, Waldarbeiter oder Bürokraten. Nach der Mitte des 19. Jahrhunderts gingen viele nach Homburg und Neunkirchen in die Eisenwerke, später dann in die Gruben auf dem Nordfeld, in Frankenholz und in Neunkirchen. Mit dem Auflassen der Kohlegruben und dem Beginn der Stahlkrise in den 60er Jahren dieses Jahrhunderts begann Waldmohr mit der Ausweisung eines 70 ha großen Industrie- und Gewerbegebietes, das im Ort viele neue Arbeitsplätze brachte, so dass heute über 2700 Leute hier ihr Brot verdienen. Trotzdem pendeln immer noch mehr hiesige Bürger nach auswärts als Fremde zur Arbeit hierher. Siehe Tabellen ! (Flächennutzungsplan S. 157 u. S. 163)

Die 1904 eingeweihte Bahnstrecke Homburg - Bad Münster wurde schon im Jahre 1981 wieder aufgelassen. Der letzte Personenzug war ein dreiteiliger Schienenbus, der mit Ende des Winterfahrplans 80/81 am 30 Mai 1981 auf seiner letzten Fahrt zwischen Glan-Münchweiler und Homburg vorne mit einem Ginsterstrauß geschmückt war. 1990 wurden die Gleisanlagen abgebaut und 1993 die Brücke über die L 354 abgerissen, so daß jetzt nur noch ein Industriegleis vom Waldmohrer Industrie- und Gewerbegebiet nach Homburg liegt.

1903 erfolgte der Bau der Nordfeldbahn.

1904 eröffnete die Staatliche Eisenbahn die Bahnlinie Homburg-Bad Kreuznach mit dem Haltepunkt Bahnhof Waldmohr/Jägersburg.

0.16.Bedeutende Persönlichkeiten

Fleischer, Georg † 1973 

Möbelfabrikant und Ehrenbürger von Waldmohr, besaß eine Möbelfabrik in Eilenburg /Sachsen, die zu DDR-Zeiten enteignet wurde, und ließ sich 1951 in Waldmohr nieder, wo er eine neue Fabrik begründete, die zeitweise mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigte und die bekannten "Pfalzmöbel" herstellte. Nach Fleischers Tod ging die Fabrik bald in Konkurs. 

Hanß, Walter K. (* ???  † ???)

Langjähriger Orts- und Verbandsbürgermeister, Ehrenbürger in W.

Kampa, Eugen (*1913 in Waldmohr † ????

Als gelernter Zimmermann, verheiratet mit der Tochter eines Unternehmers für Bauelemente in Minden, übernahm er 1945 den Betrieb des Schwiegervaters und erweiterte ihn zu einem bedeutenden Fertighauskonzern mit 17 Betrieben, Kampa-Werk II in Waldmohr.

0.17.Nachweise

Verfasser: Erich Morgenstern

Redaktionelle Bearbeitung: Ernst Schworm

Literatur:

  • Albert, Hermann: De Nickel, eine wahre Geschichte aus Alt-Waldmohr, in: Westrichkalender, Kusel 1982, S. 122-123.
  • Arbeitsgemeinschaft Kunstausstellungen Waldmohr (Hrsg.): Robert Erbelding zum 100. Geburtstag, Gedanken zur Kunst Robert Erbeldings, Waldmohr 1991.
  • Blum, William: The Blum family of Waldmohr, Pfalz, Germany and United States of America, Strasburg 1968.
  • Boiselle, Roland: Vom Fernweg zur Autobahn, in: Westrichkalender Kusel 1978, S. 90-96.
  • Bröhmer, Benno: Waldmohr - gestern, heute, morgen, in: Westrichkalender Kusel 1973, S. 51-57.
  • Bröhmer, Benno: Erstmals in Waldmohr: Kreisheimattag. Ein Rückblick, in: Westrichkalender Kusel 1974, S. 20-28.
  • Bröhmer, Benno: Die Geschichte des Waldmohrer Steinkohlenbergbaues, in: Westrichkalender Kusel 1974, S. 142-144.
  • Bröhmer, Benno: Das Blücherdenkmal in Waldmohr, in: Westrichkalender Kusel 1979, S. 124-125.
  • Bröhmer, Benno: Die Geschichte des Waldmohrer Steinkohlenbergbaues, 1979, S. 129-131.
  • Bröhmer, Benno: Das neue Bürgerhaus der Gemeinde Waldmohr, in: Westrichkalender Kusel 1980, S. 159-160.
  • Bröhmer, Benno: Waldmohr hat Geburtstag [Mundartgedicht], 1981, S. 32-33.
  • Bröhmer, Benno: Das neue Wahrzeichen der Gemeinde Waldmohr, in: Westrichkalender Kusel 1982, S. 45-46.
  • Bröhmer, Benno: Waldmohr, der neue Marktplatz und das Marktplatzfest, in: Westrichkalender Kusel 1983, S. 83.
  • Bröhmer, Benno: Das alte Gefängnis in Waldmohr wurde zum neuen Feuerwehrgerätehaus, in: Westrichkalender Kusel 1983, S. 84.
  • Bröhmer, Benno: Die Marienkapelle auf der Waldziegelhütte bei Waldmohr, in: Westrichkalender Kusel 1984, S. 104.
  • Bröhmer, Benno: Die Gemeinde Waldmohr, ein Reiterparadies, in: Westrichkalender Kusel 1985, S. 55-56.
  • Bröhmer, Benno: Waldmohr wurde am 27. November 1923 von Separatisten besetzt. Um 10 Uhr wurde die „Rheinische Republik“ ausgerufen, in: Westrichkalender Kusel 1986, S. 105-107.
  • Bröhmer, Benno: Als Waldmohr noch „Grenzgemeinde“ war, in: Westrichkalender Kusel 1986, S. 108.
  • Bröhmer, Benno: Waldmohr und Umgebung - uraltes Siedlungsgebiet. Viele Funde als stumme Zeugen, in: Westrichkalender Kusel 1987, S. 48-50.
  • Bröhmer, Benno: In Memoriam Erich Wunn, in: Westrichkalender Kusel 1987, S. 119.
  • Bröhmer, Benno: Das Schicksal der Waldmohrer Juden im Dritten Reich, in: Westrichkalender Kusel 1988, S. 76-79.
  • Bröhmer, Benno: 100 Jahre Kampa-Haus [Waldmohr], in: Westrichkalender Kusel 2001, S. 117-119; 1974, S. 20-28.
  • Gemeinde Waldmohr (Hrsg.): 1150 Jahre Gemeinde Waldmohr, zum Fest der 1150-Jahr-Feier,  [830 - 1980], Waldmohr 1980.
  • Cremer, Leo: Die Flötzlagerungsverhältnisse der Grube Consolidirtes Nordfeld bei Waldmohr, Bochum 1897.
  • Gross, Klaus: Waldmohr zwischen vorgestern und gestern, Bilddokumente von 1890 bis 1960, 2. Aufl. Waldmohr 1985.
  • Katholische Kirchengemeinde (Hrsg.): Festschrift zur Konsekration der neuen St. Georgskirche Waldmohr, Waldmohr 1960.
  • Kehrein, Franz: Die Taubentaucher vom Mohrmühlweiher, in: Westrichkalender Kusel 1987 S. 140-141.
  • Kiefer, Karl: Dorfbuch von Waldmohr, Neuwied-Rhein 1959.
  • Kiefer, Karl: Die Geschichte des Eichelscheiderhofs, in: Westrichkalender Kusel 1961, S. 90-92.
  • Kiefer, Karl: Das arme Dorfschulmeisterlein. Aus dem Dorfbuch von Waldmohr, in: Westrichkalender Kusel 1962, S. 71-74.
  • Kiefer, Karl: Die protestantische Kirche zu Waldmohr, in: Westrichkalender Kusel  1966, S. 22-30.
  • Kiefer, Karl: Die Mohrmühle bei Waldmohr, in: Westrichkalender Kusel Teil 1 1969, S. 68-76; Teil 2 1970, S. 95-98, Teil 3 1971, S. 34-36; Teil 4 1972, S. 133-136; Teil 5 1973, S. 48-51.
  • Morgenstern, Erich: 75 Jahre, 1920 - 1995, VfB Waldmohr, Waldmohr 1995.
  • Morgenstern, Erich: Waldmohr, Pfalz, Waldmohr 1994.
  • Morgenstern, Erich: Rad- und Wandertouren - Waldmohr, Pfalz,  Waldmohr 1995.
  • Morgenstern, Erich: Waldmohr - einst und jetzt, Waldmohr 1999.
  • Protestantische Kirchengemeinde Waldmohr (Hrsg.): Festschrift anlässlich des 200jährigen Bestehens der protestantischen Kirche Waldmohr, Waldmohr 1965.
  • Wißmann, Emil: Das Forstamt Waldmohr in der pfälzischen Forstgeschichte, Waldmohr 1966.
  • Wunn, Erich: Copulationsregister zu dem ersten und zweiten evangelisch-reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Waldmohr, Zweibrücken 1973.
  • Wunn, Erich: Copulationsregister zu dem dritten und vierten evangelisch-reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Waldmohr (1783-1818), Zweibrücken 1975.
  • Wunn, Erich: Copulationen der Lutherischen Kirchenbücher der Pfarrei Waldmohr  (1712 - 1818), Zweibrücken 1978.
  • Wunn, Erich: Geburtsverzeichnis des I. und II. Evangelisch-Reformierten Kirchenbuchs der Pfarrei Waldmohr 1689 - 1757; 1758-1782, Zweibrücken 1982.
  • Wunn, Erich: Geburtsverzeichnis der Lutherischen Kirchenbücher der Pfarrei Waldmohr 1712 - 1818, Zweibrücken 1979.
  • Wunn, Erich: Sterbeverzeichnis des III. und IV. evangelisch-reformierten Kirchenbuchs der Pfarrei Waldmohr 1783-1798 ; 1799-1818, Zweibruecken 1977.
  • Wunn, Erich: Sterbeverzeichnis der Lutherischen Kirchenbücher der Pfarrei Waldmohr 1712 - 1818, Zweibrücken 1981.
  • Wunn, Erich: Gastarbeiter vor 250 Jahren [Einwanderung aus Tirol und der Schweiz], in: Westrichkalender Kusel 1975, S. 198-205.
  • Wunn, Erich: Instrumentalmusik in Waldmohr, in: Westrichkalender Kusel 1976, S. 93-101.
  • Wunn, Erich: Gastarbeiter vor 250 Jahren. Nachtrag, in: Westrichkalender Kusel 1976, S. 179.
  • Wunn, Erich: Weber mit Stehkragen [Hausweberei in Waldmohr], in: Westrichkalender Kusel 1977, S. 124-130.
  • Wunn, Erich: Historische Besonderheiten des Gesundheits- und Sozialwesens in Waldmohr, in: Westrichkalender Kusel 1978, S. 132-144.
  • Wunn, Erich: Die Waldmohrer Gemeinsleute und ihr Wald, 1979, in: Westrichkalender Kusel, S. 137-152.
  • Wunn, Erich: Familien-Chronik des Johann Valentin Stiegelmann, Metzgermeister und Gastgeber zu Waldmohr, in: Westrichkalender Kusel 1981, S. 58-67.
  • Wunn, Erich: Das Beerdigungswesen im Herzogtum Zweibrücken - insonderheit zu Waldmohr, in: Westrichkalender Kusel 1982, S. 158-178.
  • Wunn, Erich: Ein geschichtlicher Abriß des Dorfes Waldmohr - Wesen und Art der dörflichen Gemeinschaft, in: Westrichkalender Kusel Teil 1 1983, S. 85-96; Teil 2 1984, S. 55-71.
  • Wunn, Erich: Die Waldmohrer Ziegelscheier, in: Westrichkalender Kusel 1987, S. 119-122.