Misselberg im Rhein-Lahn-Kreis

Geschichte von Misselberg

Misselberg wurde 1361 erstmals als Mistelberg urkundlich erwähnt. 1604 bestand die Siedlung noch aus einem einzelnen Hof mit drei Häusern.[Anm. 1]

Misselberg ist erst seit 1821 eine eigenständige Gemeinde. Zuvor gehörte es zu Dienethal und somit seit dem Mittelalter zum dreiherrischen Amt Nassau. 1993 wurde nach vierjähriger Bauzeit ein Gemeindehaus eingeweiht. Der Ort hat heute etwa 100 Einwohner.[Anm. 2]

Bis 1866 Teil des Herzogtums Nassau und danach der preußischen Provinz Hessen-Nassau, wurde der Ort 1946 Teil des Landes Rheinland-Pfalz. Seit 1969 zählt die Gemeinde zum Rhein-Lahn-Kreis, seit 1972 zur Verbandsgemeinde Nassau. 2019 schlossen sich die Verbandsgemeinden Nassau und Bad Ems freiwilig zusammen.

Ein Wahrzeichen des Ortes ist die sogenannte Misselblume, eine wilde Zwergnarzissenart, die in der Umgebung von Misselberg in einem Naturschutzgebiet wächst. Die Art ist in Deutschland äußerst selten und wird geschützt.[Anm. 3]

Ein weiteres Wahrzeichen ist die Knautheiche. Ihren Namen bekam der Baum von drei nassauischen Kurgästen, die vor dem Ersten Weltkrieg die Gemeinde Misselberg finanziell unterstützten und daran die Forderung knüpften, die Eiche zu erhalten. Einer dieser Geldspender hieß Knauth. Heute steht die Eiche unter Naturschutz und ist, wie die Misselblume, als Motiv auf dem 1992 genehmigten Wappen von Misselberg zu finden.[Anm. 4]

Misselberg hat heute 88 EinwohnerInnen.[Anm. 5]

Nachweise

Verfasser: Lutz Luckhaupt

Verwendete Literatur:

  • Schaab, Horst: Die Misselblume. Rhein-Lahn-Kreis Heimatjahrbuch (1999), S. 95-96.
  • Website der Verbandsgemeinde.

Erstellt am: 02.07.2020

Anmerkungen:

  1. Homepage der VerbandsgemeindeZurück
  2. Ebd. Zurück
  3. Ebd. Zurück
  4. Ebd. Zurück
  5. Stand 31.12.2018. http://www.statistik.rlp.de/de/regional/geowebdienste/bevoelkerung/Zurück