Eimsheim in Rheinhessen

St. Pirmin in Eimsheim

Katholische Kirche St. Pirmin[Bild: Georg Dahlhoff]

Nach dem Wormser Synodale von 1496 bestand damals in Eimsheim eine Pfarrkirche, die dem hl. Pirminius geweiht war. Sie hatte einen dem hl. Nikolaus geweihten fundierten Altar und lag im Bistum Woms, stand unter dem Archidiakonat zu St. Paul in Worms und gehörte zum Landkapitel Guntersblum. Das Patronat mit dem Pfarrsatz gehörte dem Wormser Domkapitel.
Infolge der Glaubensspaltung ging die Pfarrei ein; Bei der pfälzischen Kirchenteilung 1705 fiel die Kirche den Katholiken zu und wurde Filialkirche der Pfarrei Weinolsheim.
Die heutige Kirche stammt aus dem Jahr 1780. Im Turm hingen drei Glocken (A,H und C). Die größte und kleinste waren Eigentum der Katholiken, die mittlere der Zivilgemeinde. Die letztere hatte die Inschrift: "In Gottes Namen floß ich - Tillmanschmid Joh. Georg Petry mit gossen mich - zu Katharinen Stift GEHOE[R]IG" Jahreszahl MDCCVI (1706). Die beiden anderen Glocken wurden 1901 von A. Hamm in Frankenthal gegossen. Die größere hat als Verzierung das Bild des hl. Franziskus von Assisi mit der Inschrift: "Hl. Franziskus, bitte für uns". Die kleinere war geziert mit dem Bild der Mutter-Gottes, darunter die Worte: "Ave Maria". Der Saalbau besitzt einen dreiseitig geschlossenen Chor, der Westturm ist im Kern wohl noch mittelalterlich.

Nachweise

Redaktionelle Bearbeitung: Stefan Grathoff, tb

Verwendete Literatur:

  • Brilmayer, Karl Johann: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart. Geschichte der bestehenden und ausgegangenen Städte, Flecken, Dörfer, Weiler und Höfe, Klöster und Burgen der Provinz Rheinhessen nebst einer Einleitung. Neudruck. Würzburg 1985.
  • Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Rheinland-Pfalz, Saarland. 2. Aufl. München 1985.
  • Landesamt Denkmalpflege (Hrsg.): Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 18.2: Kreis Mainz-Bingen. Bearb. v. Dieter Krienke. Worms 2011.

Aktualisiert am: 14.06.2014