Hilgert im Westerwald

Das Ehrenmal

[Bild: Horst Bartels]

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurden überall in Deutschland Gedenkstätten für gefallene Soldaten errichtet. In Hilgert befindet sich ein solches Ehrenmal im rückwärtigen Teil des Friedhofs. Über die Einweihung ist nichts, außer, der Fertigstellung des Baus im Jahre 1921 bekannt. An der Planung und Gestaltung war der örtliche Kriegerverein beteiligt.Grundsätzlich ist das Ehrenmal sehr schlicht gestaltet. Es handelt sich um eine spitz zulaufende Säule, die sich auf einem Sockel befindet. Die Kopfseite der viereckigen Säule trägt die Inschrift: „Gewidmet unsern im Weltkrieg 1914 – 1918 gefallenen Mitbürgern zum ehrenden Gedächtnis – die dankbare Gemeinde Hilgert“. Die Namen der umgekommenen Soldaten ließ die Gemeinde auf den nebenliegenden Seiten der Säule verewigen. Ferner findet sich ein Gedenkblatt, auf dem die Verstorbenen mit kleinen Porträtfotos abgebildet sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg dauerte es acht Jahre bis man sich Gedanken machte, wie die gefallenen und vermissten Soldaten zu ehren waren. Letzten Endes entschied man sich dazu den Sockel des bereits bestehenden Ehrenmals  zu verkleiden. Auf der Gedenkplatte findet sich anstelle eines Spruchs lediglich die Inschrift „1939 – 1945“. Darüber wurde ein Eisernes Kreuz zusammen mit einem Palmzweig angebracht. Auf den daneben liegenden Feldern erscheinen die Namen der im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten. Auf die Vermissten im Krieg weist der Spruch „Wir erwarten noch Eure Heimkehr“ hin.

Nachweise

Verfasser: Christian Engeroff

Erstellungsdatum: 21.02.2014

Literatur:

  • Schnug, Claus-Dieter/Bartels, Horst: Hilgert - Ein Westerwalddorf im Wandel der Zeit. Hilgert 2013.