Auel am Mittelrhein

Zur Geschichte von Auel

Anfangs zählte man sieben Feuerstellen in dem kleinen Dorf, das folglich ca. 40 Einwohner zählte. Der Ortsname leitet sich von dem Wort Aue ab, einer feuchten grasbewachsenen Fläche. Im Weistum des Dorfes, der Niederschrift der Rechte und Pflichten der Dorfbewohner gegenüber dem Ortsherrn, werden 1420 die Zuständigkeiten und Einkünfte der Abtei Prüm in Bogel und Auel festgehalten. Dem Weistum zufolge war der Zehnte des Orts als prümsches Lehen an Johann jun. von Helfenstein vergeben. Am 17. Februar 1437 traten sie das Lehen an Graf Johann von Katzenelnbogen ab. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) dürften die Aueler in ähnlicher Weise unter den Truppendurchzügen gelitten haben, wie dies aus anderen Orten der Umgebung bekannt ist, zumal das unbefestigte Dorf schutzlos den durchziehenden Truppen ausgeliefert war.

Auch das Kloster Gronau, das im 16. Jahrhundert das Hubengericht zu Auel besaß, konnte sich dem bestimmenden Einfluss der Katzenelnbogen nicht entziehen, die sich rasch zum Ortsherrn in Auel aufschwangen.

Ursprünglich gehörte Auel zu Ruppertshofen. 1594 wurde eine Vereinbarung getroffen, die es den Auelern erlaubte, wegen des weiten Weges zur Ruppertshofener Kirche diejenige im nahen Lierschied zu besuchen. Bedingung war, dass die Aueler die Ruppertshofener Kirche und Schule weiterhin finanziell unterstützten. Auch dem Lierschieder Pfarrer und Glöckner mussten regelmäßig Naturalabgaben gezahlt werden. Erst 1676 erfolgte die förmliche Lösung von Ruppertshofen: Man orientierte sich jetzt ganz an Lierschied: die Kinder besuchten die dortige Schule, die Aueler gingen dort in die Kirche.

Quelle: Homepage der Gemeinde, dort auch weitere Einzelheiten zur Ortsgeschichte; redakt. Bearb. S.G.