Filsen am Mittelrhein

Zur Geschichte von Filsen

Erste urkundliche Erwähnung des Ortes Filsen [Bild: Hess. Hauptstaatsarchiv Wiesbaden]

Das Dorf Filsen ist wohl in römischer Zeit entstanden, als die Legionäre in Boppard das Kastell errichteten. Erwähnt wird der Ort allerdings erst in einer Urkunde des Jahres 1230. Im 16. Jahrhundert gehörten die Dörfer der Ämter Boppard und Wellmich am Ufersaum des Rheins zwischen Filsen, Dahlheim und Wellmich zum Erzstift Trier. Der Trierer Erzbischof war bis 1803 Ortsherr in Filsen. Nach den Bestimmungen des Reichsdeputationshauptschlusses vom 25.02.1803 erhielt Fürst Friedrich August von Nassau-Usingen u.a. das Amt Braubach, zu dem Filsen gehörte. Im Rahmen der Rheinbundakte blieb die Gemeinde 1806 beim Herzogtum Nassau. Nach den kriegerischen Auseinandersetzungen des Jahres 1866 vereinigten die siegreichen Preussen den nassauischen Staat mit Kurhessen. Seitdem gehörte Filsen zum preußischen Regierungsbezirk Wiesbaden in der Provinz Hessen-Nassau. Der Name Filsen soll von dem Wort Felsen kommen. Dieser Felsen ist heute noch zu sehen und kann über einen Wanderweg erreicht werden.

Die nach heutiger Einschätzung erste urkundliche Erwähnung des Dorfes „VILZE“ finden wir in der abgebildeten Schenkungsurkunde der Eheleute Wasmud und Lucgarde von Bobard an das Kloster Eberbach aus dem Jahre 1230.

Wortlaut der nebenstehenden Urkunde: „Das Kloster Eberbach beurkundet, dass Herr Wasmud und dessen Frau Lucgarde von Bobard, welche es in seine Fraternität aufgenommen, ihm das Haus neben dem Birnbaum zu Bobard und verschiedene Weinberge, unter Vorbehalt der halben Crescenz auf ihre Lebenszeit geschenkt haben. Die Weinberge sind gelegen jenseits des Rheins gegenüber den Mühlen, ferner im "Gugherbac", in "Vesse" und daselbst im "Kesselheimere", "zu den (zen) Luchere", in "Langhevagge", "of der Muree" und "Liring"; sowie diesseits des Rheins "zum (zen) Calcovene", "ze Grendingen", "en der Flagte", "ze Nuenrode auf dem Wege nach VILZE", "unterhalb der Mühle im Bertingestelle und zu Drectenhusen."
(aus: K. Rossel (Hg.): Urkundenbuch der Abtei Eberbach im Rheingau. Wiesbaden 1 (1862) - 2 (1865), 162 und Adam Goerz: Mittelrheinische Regesten. Koblenz 1876/1886)

Zeittafel der Filsener Pfarrgeschichte
Jahreszahl Ereignisse
1.- 3. Jahrhundert Filsen - ein befestigter Brückenkopf des Kastell Bodobrica, Von Filsen ging ein wichtiger Verbindungsweg zum Limes (Kastell Hunzel und Marienfels) – „Wachtport“ wahrscheinlich ehemaliger römischer Torbau
5. Jahrhundert Frühe christliche Kirche in Boppard mit Taufbrunnen und besonderer liturgischer Ausgestaltung. Von Filsen aus über alle Jahrhunderte hinweg Verbindung und Abhängigkeit vom späteren Stift St. Severus
1125-1236 Zeit der Entstehung der Pfarrkirche St. Peter und Johannes d.T., heutige Kirche St. Severus in Boppard
1230 Erste urkundliche Erwähnung des Dorfes VILZE. (HessHauptStArchiv Wiesbaden)
1255 In einer Schenkungsurkunde erscheint die Ortsbezeichnung VILZENE. (HessHauptStArchiv Wiesbaden)
1269 In einer Urkunde vom 28. Februar 1269 wird die genannte Schenkung aus dem Jahre 1255 wiederholt. (HHStA Wiesbaden)
1276 In einem Urkundentext finden wir den ersten Hinweis auf eine Gallus-Kapelle in VILZENE. Der Ort gehörte zum Gericht Boppard. (HHStA Wiesbaden)
1283 In einer Niederschrift finden sich die Namen zweier Schöffen aus VILCENE
1297 Schenkung einer Anzahl von Weinbergen in Filsen an die Karmeliter in Boppard durch die Bopparderin Petrissia von Alken ("Boppard - St. Severus" von Ferdinand Pauly)
1319 Die Kirche von WILZENE war bereits Filiale der Pfarrkirche von Boppard. ("Geschichte der Stadt Boppard" von Schulrat Klein).
1322 Die Burg Sterrenberg wird Verwaltungsmittelpunkt des kurtrierischen Amtes Sterrenberg/ Hirzenach, welches neben Niederhirzenach/ Rheinbay auch die rechtsrheinischen Ortschaften Filsen, Kamp, Bornhofen, Kestert, Lykershausen, Prath, Dahlheim, Ehrental und Wellmich umfasste ("Die Burgen Sterrenberg und Liebenstein" von Winfried Monschauer).
11337 In einer Auflistung der Siedlungen am Rhein und am Taunusabhang erscheint auch der Name „VILCEN“. (Siedlung und Pfarrorganisation im alten Erzbistum Trier).
1349 Die Pest breitete sich erstmals auch im Bereich des Mittelrheins aus. ("Boppard Geschichte einer Stadt" von Mißling).
1375 Das Bopparder Sendweistum behandelt auch die Grenzen des Pfarr- und Zehntbezirks: "Item ist gefraget, so ... wo das termyn wende der gude, die in Boparter banne und gerichte gelegen sind und zehenden geben?" Die Sendschöffen geben als Grenze an: "Links des Rheins den Tauberbach bis Rhens und den beyerbach bei Hirzenach, rechts des Rheins die "Grole" bei Filsen und die "Guyl" bei Kestert". ("Siedlung und Pfarrorganisation im alten Erzbistum Trier" sowie "Boppard - St. Severus".
1401 Im Rahmen einer Erbteilung innerhalb der Familie des Konrad Bayer von Boppard werden u.a. auch Weinberge in der "Filsener Mark" aufgeteilt. ("Siedlung und Pfarrorganisation im alten Erzbistum Trier")
1425 In der Beurkundung eines Rechtsgeschäftes wird als Zeuge der Filsener Pfarrer Conrad Zwegerlin angeführt.
1435 Der Senatus der Stadt Boppard erlaubt den Bürgern von VILTZEN die Suche nach einem eigenen Kirchenverwalter.
1449 Die Kirche in VILTZEn wird unter Papst Nikolaus V. durch eine Bulle mit ewigen Ablässen beschenkt ("Pfarrarchiv Filsen").
1458 Für den adligen Johann von Schöneck ist u.a. ein Lehen zu zwei Drittel vom Zehnten in Filsen vermerkt. Im 15. und 16. Jahrhundert treten Mitglieder des Adels als Inhaber von Lehen des Propstes von Boppard in Erscheinung. Sie haben Lehen in Besitz (Zehntrechte, Grundbesitz, Grundzinsen), für die außer dem Lehnseid keine anderweitigen Verpflichtungen genannt sind. Der Lehnseid von 1458: "...gelobet und gesworen inne und der probstye getruwe und holt zu sein, iren schaden warnen, iren frommen und besten werben und tun, was ein manne sins lehen halb schuldig ist." ("Germania Sacra, Folge 14 Erzbistum Trier").
1469 Johann aus dem Haus der Vögte von Hunolstein hat einen anteil am Bopparder Hof und dessen Zubehör in den Dörfern ringsum, u.a. auch in Filsen. ("Siedlung und Pfarrorganisation im alten Erzbistum Trier").
1481 Erste Erwähnung einer Margareten-Bruderschaft in VILTZEN ("Liber Confraternitais S. Margareta in Viltzen", Pfarrarchiv Filsen)
1497 Im Zusammenhang mit der Belagerung wurde die Stadt Boppard von der Filsener Ley aus beschossen. ("Siedlung und Pfarrorganisation im alten Erzbistum Trier").
1498 In Filsen werden 15 Feuerstellen gezählt. ("Landesgeschichte der Niedergrafschaft Katzenelnbogen und der angrenzenden Ämter auf dem Einrich").
1532 Der Trierer Erzbischof und Kurfürst Johann von metzenhausen belehnt Balthasar Boos von Waldeck wegen der Propstei Worms mit dem Hof "Zum Birnbaum" in Boppard, sowie mit Zehntrechten u.a. in Filsen. ("Siedlung und Pfarrorgisation im alten Erzbistum Trier").
1557 Der Domdekan und spätere Erzbischof und Kurfürst von Trier (1567), Jakob von Eltz, erhielt als Trierer Lehen den Zehnten von Salzig, den Zehnten von Boppard hinter der Stadt, den Zehnten im Peternacher Hamm, in der Filsener Mark und jenseits des Rheins gegeüber St. Martin. ("Siedlung und Pfarrorganisation im alten Erzbistum Trier"). Im Bruderschaftsbuch der St. Margareten-Bruderschaft in VILTZEN findet sich der Hinweis auf eine Schenkung. ("Pfarrarchiv Filsen").
1562 Noch in diesem Jahr gliedert sich der Bopparder Stadtbezirk in den ummauerten Bering und in die Oberdörfer Kamp, kestert, Salzig und Weiler, sowie die Niederdörfer Filsen, Kisselspay, Oberspay, Peternach und Niedersburg, so zu der Stadt Boppard gehören. ("Siedlung und Pfarrorganisation im alten Erzbistum Trier").
1563 Am Dienstag, den 27. Juli 1563 fand eine Gemarkungsbegehung zwischen Osterspai und VILTZENN statt. ("Landesgeschichte der Niedergrafschaft Katzenelnbogen und der angrenzenden Ämter auf dem Einrich.").
1576 Am 1. April 1576 verstarb der Kanoniker des Bopparder Stifts, und Pfarrer von Filsen der Eberhard Glaser von Prüm (1565 - 1576 Kanoniker). („Germania Sacra, Folge 14 Erzbistum Trier“).
1602 Das Kollegialstift St. Severus in Boppard war in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wirtschaftlich zusammengebrochen und hatte seine Kanoniker und Vikare verloren. Als letzter Kanoniker war Heinrich Dreher im Jahre 1602 als Pfarrer von Filsen gestorben. („Boppard - St. Severus“).
1611 Nach dem Tode des Heinrich Dreher wurde 1603 der Nikolaus Stumm von Boppard neuer Pfarrer von Filsen. Er starb am 1. April 1611 in Boppard als curiae decimalis procurator und Kanoniker von St. Martin in Worms. („Germania Sacra, Folge 14 Erzbistum Trier“).
1615 Erneuerung der Bruderschaft S. Margareta in VILTZEN. („Pfarrarchiv Filsen“).
1641 In einer Rechnung der Propstei St. Martin zu Worms erscheinen auch Korneinnahmen aus dem Zehnten von „Filsen auf dem Berg“. („Germania Sacra, Folge 14 Erzbistum Trier“).
1648 Am Ende des dreißigjährigen Krieges waren in den ländlichen Gebieten stellenweise schwere Bevölkerungsverluste eingetreten, nicht wenige Orte waren menschenleer. Peternach, wo im Jahre 1563 noch 23 Häuser mit Herdfeuer standen und besteuert wurden, war vollständig zerstört. Die Ortschaft wurde nie wieder aufgebaut. („Boppard - St. Severus“).
1656 Bei der kirchlichen Visitation war die zur Pfarrei Boppard gehörende Filialkirche in Filsen der Heiligen Margaretha geweiht. Das Dorf zählte 40 zum Empfang der Osterkommunion verpflichtete Einwohner, die über 14 Jahre alt waren. Den Gottesdienst hielten Mitglieder der Bopparder Konvente der Karmeliten bzw der Franziskaner. („Das große Bopparder Stadtbild“).
1670 Auf einem Kartenausschnitt findet sich die Ortschaft VILTZEN. („Zwischen Rhein und Mosel, Karte der Diözese Trier von Nikolaus Person“).
1681 Bei der Visitation vom 22.3.1681 erscheint Filsen wieder als „Filialis ad Bobard“ mit dem Erzbischof von Trier und den Herren von Boos als Hauptzehntberechtigten. Von Interesse ist, dass nach dem Tode des letzten Bopparder Kanonikers und Pfarrers von Filsen, Heinrich Dreher, das Besetzungsrecht für die Pfarrstelle an das Kapitel von St. Martin zu Worms übergegangen war und von dort der damalige Procurator im Bopparder Zehnthof, Nikolaus Stumm, zum Pfarrer von Filsen bestellt worden war. Da die von Boos 1681 rheinabwärts im Filsener Nachbarort Osterspai als Patronatsherren und Inhaber von zwei Dritteln des Zehnten genannt werden, und Osterspai ursprünglich zum Bezirk der Großpfarrei Boppard gehörte, dürfen diese Gemeinsamkeiten wohl als weitere Hinweise auf die alte Einheit verstanden werden. In dem Visitationsprotokoll findet sich der Hinweis auf das Patronat „St.Gallus abbas et Margaretha virgo zu FILZEN“. („Germania Sacra, Folge 14 Erzbistum Trier“).
1694 Mit Bestallungsurkunde vom 25.Augusti 1694 wird der Pfarrer Matthias Friderici zum Pfarrer von FILTZEN ernannt, er tritt die Nachfolge des verstorbenen Pfarrers Johannis Trabach an. („HHStA Wiesbaden“).
1710 Erwähnt wird im Bruderschaftsbuch S. Margareta ein Pfarrverwalter Albinus. („Pfarrarchiv Filsen“).
1712 „Im Laufe des Jahres 1712 ist nichts zu berichten, außer, dass nach dem Verfall des alten Heiligenhäuschens zu Ehren der Heiligen Margareta bei dem Rathause ein neues errichtet wurde aus Gaben der Gläubigen mit Hilfe der Jungfrauen, die hier an verschiedenen Orten eifrig sammelten.“ („Liber confraternitas S. Margareta in VILTZEN“).
1717 Die nach dem freiwilligen Verzicht durch Hw. Johannes Leininger vakante Pfarrstelle „Sancta Margaretha in FILTZEN“ wird mit Datum vom 22.Janne 1717 Herrn Pfarrer Peter Kaudt aus Camp übertragen. („HHStA Wiesbaden“).
1742 Goswin Klöcker zeichnet „Das große Bopparder Stadtbild“ von der Filsener Gemarkung aus. („Das große Bopparder Stadtbild“) .
1743 Mit Datum vom 26.August 1743 wird dem Pfarrer Joanni Bulmann die Pfarrei FILTZEN übertragen, sein Vorgänger war Pfarrer Godefried Bleuel („HHStA Wiesbaden“).
1751 In alten Pfarrakten findet sich ein Vermerk über die Erneuerung von „Gemälden der beiden Flügel zu beiden Seiten des Altares“. („Pfarrarchiv Filsen“).
1780 Der letzte Trier Kurfürst Clemens Wenzeslaus (1768 - 1802) lässt durch „Amtsbeschreibung“ alle zum Erzstift gehörenden Oberämter und Ämter in all ihren Einzelheiten - Lage, Größe, Einwohnerzahl, Zahl der Haushalte, kirchliche, schulische und wirtschaftliche Verhältnisse auf das genaueste zusammenstellen. Nach dieser Amtsbeschreibung des Amts Boppard zählte Filsen 208 Seelen, 36 Häuser, 27 Haushaltungen, einen eigenen Pfarrer und Schullehrer. Die Pfarrei wurde von einem Geistlichen aus dem Karmeliterkloster versehen. („Rund um Boppard“, vom 15.01.1983).
1784 „Im Jahre 1784 hatte Filsen 56 Häuser, dann ein Gemeindeback - und Schulhaus unter einem Dache“ („Rheinischer Antiquarius“) Der Bopparder Pfarrer Christian Sturm erstellte im gleichen Jahr ein Verzeichnis der Einkünfte der Pastorats - und Präsenzgüter. Demnach standen im Besitz des Pastorats und des Präsenz alleine in der Gemarkung Filsen und Kamp 33.769 Weinstöcke in 49 Parzellen. Pastorat und Präsenz erhielten gewöhnlich ein Drittel des Ertrages, den Pächtern verblieben zwei Drittel mit der Auflage zur Entrichtung des Zehnten. Die St. Barbara-Bruderschaft zu Boppard hatte 3250 Weinstöcke in 3 Parzellen in Filsen und Kamp. („Germania Sacra, Folge 14 Erzbistum Trier“).
1794 Im Zuge der Besetzung der rechten Rheinseite durch französische Truppen wird Filsen von Boppard abgetrennt, die zum Bopparder „Reich“ (= Amt) gehörenden rechtsrheinischen Dörfer werden dem Amt Wellmich unterstellt. („Boppard - St. Severus“).
1802 Das rechtsrheinische Gebiet des „Bopparder Reiches“ geht auf den Fürsten Friedrich-Wilhelm von Nassau-Weilburg über. („Landeshauptarchiv Koblenz. Bestand Filsen“). Nach dem Reichsdeputationshauptschluss wird auch das in der Gemarkung Filsen gelegene Grundeigentum der Pfarrei Boppard eingezogen. („Boppard - St. Severus“).
1808 Filsen hat 218 Einwohner („Landesgeschichte der Niedergrafschaft Katzenelnbogen - und der angrenzenden Ämter auf dem Einrich“).
1813 Nachdem der Fürst von Nassau-Weilburg das Aufhebungsdekret über das Kloster Bornhofen unterschrieben hatte, mussten im März 1813 Guardian, Patres und Laienbrüder Bornhofen verlassen („Marienwallfahrtsort Bornhofen“). Nach Auflösung des Amtes Wellmich kommt Filsen zum Amt Braubach. („Landeshauptarchiv, Bestand Filsen“).
1821 Wiederherstellung des Bistums Trier ohne die rechtsrheinischen Gebiete. („Boppard - St. Severus“).
1833 Auszug aus der letztwilligen Verfügung des ledigen Fräulein Theresia Emmel in Filsen: „Soll derselbe Testamentsvollstrecker 200 Mark für die Wiederherstellung und Verschönerung der in der hiesigen Gemarkung befindlichen heiligen Kreuze Stationen verwenden“ („Pfarrarchiv Filsen“).
1845 Filsen hat 446 Einwohner („Landesgeschichte der Niedergrafschaft Katzenelnbogen und der angrenzenden Ämter auf dem Einrich“).
1850 Mit Schreiben vom 19.September 1850 bedankt sich P. Joh. Bapt. Eichelsbacher, Superior des neugegründeten Redemptoristenhauses in Bornhofen beim Filsener Bürgermeister und den Gemeinderäten für die ihm, seinem Mitbruder P. Joseph Rossmair und dem Laienbruder Stanislaus Bründl verliehenen Ehrenbürgerrechte der Gemeinde Filsen. („Pfarrarchiv Filsen“).
1862 Am 1.Februar 1862 wurde die eingleisig geführte rechtsrheinische Eisenbahnlinie in Betrieb genommen. („Pfarrarchiv Filsen“).
1863 Gründung einer St. Joseph - Bruderschaft in Filsen. („Pfarrarchiv Filsen“) 1866Filsen wird preußisch und gehört zur Provinz Hessen-Nassau, Reg-Bezirk Wiesbaden, Rheingaukreis. („Landeshauptarchiv, Bestand Filsen“)
1873 Am 18.Mai 1873 mussten die Redemptoristen das Kloster Bornhofen im Zuge des Kulturkampfes wieder verlassen. („Marienwallfahrtsort Bornhofen“, Winfried Monschauer).
1875 Zu den Feierlichkeiten des 30. Jahrestages der Wahl von Papst Pius IX. wurden von Filsener Seite, nachdem die Stadtverwaltung Boppard entsprechendes für das dortige Stadtgebiet verboten hatte, mit 12 Böllern Ehrensalute geschossen. („Boppard - St. Severus“).
1877 Grundsteinlegung für den Kirchenneubau am 17.Mai 1877. („Pfarrarchiv Filsen“).
1879 Feierliche Übergabe der neu erbauten Pfarrkirche am 13.Juli 1879. („Pfarrarchiv Filsen“).
1880 Eine Aktennotiz mit Datum vom 11.März 1880 belegt den Abschluss der Abrissarbeiten der St. Gallus - Kapelle. („Pfarrarchiv Filsen“).
1884 Konsecration der Pfarrkirche durch den Bischof von Hildesheim am 16.Juni 1884. („Pfarrarchiv Filsen“).
1885 Filsen kommt zum Kreis St. Goarshausen. („Landeshauptarchiv, Bestand Filsen“).
1934 Am 6.Mai 1934 wurde die Filsener Bergkapelle nach vollständiger Renovierung wieder eingeweiht. („Pfarrarchiv Filsen“).

[Aus der Pfarrchronik: „St. Margaretha Filsen - Eine Pfarrgemeinde am Rhein“
von Pfr. Lothar Streitenberger, Alfred Neckenich und Günter Runkel.
Erschienen im Selbstverlag der Pfarrgemeinde St. Margaretha im Jahre 1999]

Quelle: Homepage der GemeindePfarrchronik: "St. Margaretha Filsen"; redakt. Bearb. S.G.