Nochern am Mittelrhein

Zur Geschichte von Nochern

Im 9. Jahrhundert erwarb das Eifelkloster Prüm, das bereits seit 765 im Besitz von St.Goar war, auch Grundbesitz auf dem rechten Rheinufer. In dem als „Prümer Urbar" bezeichneten Güterverzeichnis aus dem Jahr 893 sind unter anderem auch die Einkünfte aufgezählt, die der Abtei aus „Nochere" zustanden. 23 halbfreie Mansen (Höfe) und 6 halbe Mansen wurden darin als abgabepflichtig aufgeführt, was auf eine für damalige Verhältnisse beachtliche Größe des Dorfes schließen läßt. Außerdem belegt das Urbar, daß in Nochern Landwirtschaft und Weinbau betrieben, gebraut und gebacken wurde. Mit der Sicherung des Besitzes und der Wahrung ihrer weltlichen Rechte hatte die Abtei Prüm die Grafen von Arnstein als Vögte beauftragt. Im Jahr 1185 wurden diese Vogteirechte an die Grafen von Katzenelnbogen übertragen. Die Grundherrschaft über Nochern war durch die Schenkung des Abts Wolfram von Prüm im Jahr 1089 an das Stift St.Goar gelangt, das diese bis zum Ende des 19. Jahrhunderts behaupten konnte. Nachdem die Grafen von Katzenelnbogen 1479 im männlichen Stamm ausstarben, gingen die Grafschaftsrechte in der Niedergrafschaft Katzenelnogen an die Landgrafen von Hessen über. Landgraf Philipp der Großmütige führte 1528 die Reformation in der Niedergrafenschaft ein. Der erste Pfarrer Johann Mombauer (belegt 1533-1541) war nicht nur für Nochern sondern auch für den Gottesdienst in Lierschied zuständig. Im Jahr 1871 besaß Nochern mit Ströbels-, Saueressigs- und Sauerweins-Mühle noch drei Mahl- bzw. Oelmühlen.

Quelle: Homepage der Verbandsgemeinde mit weiteren Informationen zur Ortsgeschichte; Bild: eifelfuehrer.de; redakt. Bearb. S.G.