Dautenheim in Rheinhessen

Zur Geschichte von Dautenheim

Dautenheim wird erstmals 781 in einer Lorscher Urkunde genannt. Im 12. Jahrhundert wurde südwestlich von Dautenheim noch in der Gemarkung das Zisterzienserinnenkloster Marienborn, auch Weidas genannt, gestiftet. Dieses erlangte schnell die Grundherrschaft und die Oberhoheit über das Dorf. Das Kloster wiederum stand unter der Schutzherrschaft des Pfalzgrafen. Im Jahr 1531 trat die Äbtissin das halbe Dorf Dautenheim an Kurfürst Ludwig von der Pfalz ab. Das Kloster wurde 1551 aufgehoben, sein Besitz der Universität Heidelberg bzw. der kurfürstlichen Rentkammer überwiesen. Das Dorf blieb bis zum Untergang des Kurstaates Ende des 18. Jahrhunderts bei der Pfalzgrafschaft.

Nachweise

Redaktionelle Bearbeitung: Stefan Grathoff

Verwendete Literatur:

  • Karl Johann Brilmayer: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart. Geschichte der bestehenden und ausgegangenen Städte, Flecken, Dörfer, Weiler und Höfe, Klöster und Burgen der Provinz Rheinhessen nebst einer Einleitung. Gießen 2005.

Bild: Harald Strube

 

Aktualisiert am: 1.4.2016