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Walter KundelUntergasse 1 (Rathaus)55234 Hangen-WeisheimTel 06735/215Webseite

Zur Geschichte von Hangen-Weisheim

Altes Pfarrhaus

Hangen-Weisheim wird im Jahr 773 erstmals als Witzum genannt. Daneben gibt es andere Schreibweisen: Wiszenheim (1283, Wissenheim (1284), Wiszen (1308), Wissen (1311), Wishem (1341), Wißheym (1378), Hangenden Wiesheim (1483), Hangendten Weysheim (1496), Hangendweißheim (1538), Hangen-Weißheim (1577).
Obwohl Hangen-Weisheim schon früh (773) in Lorscher Urkunden genannt wird , ist über die Frühgeschichte des Ortes nichts bekannt. Im Jahr 1283 erteilte der Abt von Ellwangen seine Genehmigung, dass der Ritter Konrad von Reichenbach und die drei Söhne des Ritters Wernher Gauwer den Zehnten in Hangen-Weisheim, den sie von ihm zu Lehen haben, an das Wormser Domkapitel verkauften. Wegen dieses Zehnten und wegen des Kirchenbaus entstand zwischen dem Domstift in Worms einerseits und dem Schultheißen und der Gemeinde andererseits ein Streit, der im Jahr 1583 von Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz geschlichtet wurde. Kurpfalz muss schon damals die Ortsherrschaft innegehabt haben, gleichwohl wird es 1577 noch unter den pfälzischen Ausdörfern aufgeführt. Hangen-Weisheim blieb bei Kurpfalz bis zum Ende des 18. Jahrhunderts.
Der Maltheser-Orden besaß im Ort einen Meierhof, der vermutlich von den Herren von Bolanden zusammen mit andern Gütern in Oberflörsheim und Osthofen an den Orden gekommen war.

Quelle: Brilmayer, Widder; Bild: Harald Strube; redakt. Bearb. S.G.