Stadecken in Rheinhessen

Stadecken (- Elsheim)

Luftbildaufnahme von Stadecken.[Bild: Alfons Rath]

Die Gemeinde Stadecken nahm den Namen der Burg an, die mindestens seit 1276 (Jahr der Erstnennung) die Geschicke der Gemeinde bestimmte. Sie wurde von den Grafen von Katzenelnbogen errichtet, denen auch das benachbarte Dorf Hetenesheim gehörte. Zur Zeit des Grafen Eberhard von Katzenelnbogen wurde Hetenesheim aufgegeben und seine Bewohner zogen sich in den Schutz der mächtigen Burg zurück. Am 17.12.1301 erwies Kaiser Albrecht I., Graf Eberhard von Katzenelnbogen, eine besondere Gunst, indem er dem Ort Stadecken Stadtrechte verlieh. Doch noch im 14. Jahrhunder trennten sich die Katzenelnbogen von ihrem Besitz und Stadecken kam unter die Herrschaft der Grafen von Sponheim. Seit 1468 geboten die Markgrafen von Baden, später an die Ritter Quad und schließlich an die Pfalzgrafen aus dem Hause Zweibrücken über den Ort mit seiner Burg.
Burg Stadecken und ein Teil des Dorfes wurden im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) im Jahr 1632 während der Kämpfe zwischen Spanien und Schweden zerstört. Als 1689 französische Truppen das Land im Pfälzischen Erbfolgekrieg eroberten, wurde die pfalzgräfliche Burg nahezu vollständig zerstört. Im Jahr 1733 kam das Amt Stadecken zum Oberamt Oppenheim. Während der Besetzung der Rheinlandes durch französische Revolutionstruppen gehörte Stadeck von 1797 bis 1813 zum Canton Nieder-Olm im Département Mont Tonnère.

Nachweise

Redaktionelle Bearbeitung: Stefan Grathoff und Sarah Traub

Verwendete Literatur: 

  • Karl Johann Brilmayer: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart. Geschichte der bestehenden und ausgegangenen Städte, Flecken, Dörfer, Weiler und Höfe, Klöster und Burgen der Provinz Rheinhessen nebst einer Einleitung. Gießen 1905.
  • Landesamt Denkmalpflege (Hrsg.): Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 18.2: Kreis Mainz-Bingen. Bearb. v. Dieter Krienke. Worms 2011.

Aktualisiert am: 26.07.2016