Bobenheim-Roxheim in der Pfalz

Bobenheim-Roxheim

Die Gemeinde Bobenheim wurde im 6. oder 7. Jahrhundert durch die Franken gegründet und erstmals 768 als "Babenheim" in einer Urkunde des Klosters Lorsch erwähnt. Roxheim entstand zur gleichen Zeit und wurde 775 erstmals als "Rochenheim" in einer Schenkungsurkunde des Klosters Weißenburg im Elsaß genannt.

Beide Orte gehörten bis vor dem Jahr 1000 dem Wormsgau und danach dem deutschen Stammesherzogtum an, dann waren beide Dörfer im Besitz des Hochstiftes Worms. Im 13. Jahrhundert teilten sich das Hochstift und die Herren von Staufen die Herrschaft über die sogenannten neun Rheindörfer, zu denen Bobehneim und Roxheim gehörten. Im Jahr 1378 verkauften die Herren von Staufen ihren Teil der Besitzrechte an den Grafen Heinrich II. von Sponheim-Dannenfels, der diese wiederum nach seinem Tod 1393 an die Grafen von Nassau-Saarbrücken vermachte. Erst im 18. Jahrhundert unterstanden Bobenheim und Roxheim komplett dem Hochstift Worms. 

In der Zeit von 1797 bis 1814 standen beide Orte unter französischer Herrschaft, nachdem französische Truppen im Jahr 1792 das gesamte linksrheinische Gebiet annektiert hatten. Nach dem Sturz Napoleons wurden die Gemeinden dem Bayerischen Königreich zugesprochen und in den Baierischen Rheinkreis eingegliedert. Bereits im Jahr 1817 wurde Bobenheim als ein selbständiges Dorf dem Bezirksamt Frankenthal zugeordnet. 1948 wurde dieser in einen Landkreis umgewandelt und ging 1969 im Landkreis Ludwigshafen auf. Am 01. Januar 2004 wurde der Landkreis Ludwigshafen in den "Rhein-Pfalz-Kreis" umbenannt.

Nachweise

Verfasser: Aileen Schröder

Literatur:

  • Biundo, Georg: Bobenheim-Roxheim. Aus der Geschichte einer Großgemeinde. Bobenheim-Roxheim 1973.
  • Dellwing, Herbert [u.a] (Bearb.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 7. Kreis Ludwigshafen.Düsseldorf 1989

Erstellt am: 28.04.2014