Hohenöllen in der Pfalz

Hohenöllen

0.1.Allgemeine Angaben

Hoch über dem Tal der Lauter

Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Lauterecken

Einwohner: 435 (1998)

Einwohner: 381 (2007)

Einwohner: 396  (2010)   

Wohnplätze: Hohenöllen, Sulzhof und Birkenhof

Gemarkung: 517 ha, davon ca. 9 ha Siedlungsfläche und 95 ha Wald


0.2.Lage

Der Ort liegt auf der Bergkante östlich des Lautertals nördliche von Wolfstein in etwa 315 Metern Höhe ü. NN. Vom Lautertal aus bietet das Dorf in der Höhe einen besonders malerischen Anblick. Weitere Erhöhungen in der Gemarkung sind Hansmauler Kopf im Süden (325m) und Wolfersheck im Norden (366 m). Der Sulzhof mit seinen rund 15 Häusern liegt im Norden von Hohenöllen in Richtung Cronenberg etwa 4 km weit vom Hauptort entfernt im Tal des Sulzbachs in nur 227 Metern Höhe über NN. Der Birkenhof wurde um 1970 als Aussiedlerhof begründet. Er liegt etwa 200 Meter nördlich von Hohenöllen.

0.3.Siedlung und Wohnung

Es handelt sich um ein Haufendorf, dessen Hauptbesiedlungsbereich an einer alten Straße liegt, die sich östlich des Lautertals über die Hochfläche zieht und hier dicht an die Kante des Steilhangs zum Lautertal hin heranreicht. Als besondere Bauwerke nennt Schüler-Beigang das Schulhaus und einen danebenstehenden Lehrsaal, sowie ein Taglöhnerhaus und das im Süden des Dorfes in der freien Gemarkung stehende Kriegerdenkmal. Ansonsten wird das Ortsbild von Bauernhäusern (Einfirsthaus oder Quereinhaus) und von Arbeiterhäusern beherrscht. Viele Bauernhäuser wurden zu reinen Wohnhäusern umfunktioniert. Kleine Neubaugebiete kennzeichnen die Außenbereiche des Dorfes. Im Süden liegt der Friedhof. Der Sulzhof, beiderseits des Sulzbachs, bestand ursprünglich aus wenigen Bauernhäusern und einer Gastwirtschaft. Auch diese Gebäude wurden jetzt weitgehend zu Wohnhäusern umgebaut.

0.4.Name

Das Grundwort -öllen ist als eine Weiterbildung des mittelhochdeutschen Wortes „helde“ (Halde) zu verstehen und bezieht sich auf den steilen Abhang zwischen der Siedlung und dem Lautertal. Das Bestimmungswort "Hohen-" ist als hoch zu verstehen. Somit lässt sich der Ortsname als "Siedlung hinter der hohen Halde" deuten. Das ergibt sich auch aus den historischen Namensnennungen: Hohenhelde (1268), Hoynhelden daz Ampt (1387), Honellen (1565)  (Vgl. Dolch/Greule 1994 S. 225)

Der Sulzhof war ursprünglich ein eigenes Dorf mit dem Namen Sulzbach, wobei sich das Bestimmungswort möglicherweise auf eine salzhaltige Quelle, vielleicht auch auf morastigen Waldboden beziehen kann. Solzbach (1321) Wüst solzbach (1543).

0.5.Wüstungen

Sulzbach wurde bereits im 16. Jahrhundert als Wüstung bezeichnet, war möglicherweise 200 Jahre lang unbesiedelt und wurde als Sulzhof neu gegründet.

0.6.Wappen

Das Wappen ist diagonal zweigeteilt und zeigt in der unteren Hälfte einen goldenen Pflug auf schwarzem Grund für die früher im Dorf vorherrschende Landwirtschaft, im oberen Feld auf silbernem Grund eine blaue Lyra als Symbol für das ehedem vom Ort ausgehende Musikantentum. Es wurde 1979 durch die Bezirksregierung Neustadt genehmigt. 

 

0.7.Abriss der Ortsgeschichte

0.7.1.Früh- und Vorgeschichte

Die Umgebung des Ortes war bereits in der Vorgeschichte besiedelt, wie aus Funden zu ersehen ist. 1964 fand ein Student in der Gemarkung Hob ein Steinbeil aus "grauem Hartgestein, spitznackig mit abgesetzten Seiten" von 9,4 cm Länge. Ein zweites ganz ähnliches Beil wurde in der Erdaufschüttung bei einem Bauernhof gefunden, wobei diese Erde schon vor mehr als 100 Jahren ebenfalls aus der Gemarkung Hob herbeigefahren worden war. Fundstücke aus der Römerzeit wurden in Hohenöllen selbst nicht entdeckt, wohl aber in den benachbarten Dörfern. Die am Ort vorbeiführende alte Straße wird als Römerstraße bezeichnet.

0.7.2.Mittelalter

Ein genauer Zeitpunkt für die Gründung beider Siedlungen ist nicht festzustellen, möglicherweise war Sulzbach (Sulzhof) älter als Hohenöllen. Vermutlich entstand der Hof schon im 8. oder 9. Jahrhundert, das Dorf selbst wurde erst im 10. oder 11. Jahrhundert gegründet. Beide Siedlungen lagen im Nahegau und kamen zu der Grafschaft Veldenz, als diese im frühen 12. Jahrhundert selbstständig wurde. Das Datum der Ersterwähnung von Hohenöllen im Jahre 1268 wird uns im Goswin Widders Buch über die Kurpfalz überliefert, in dem der Autor auf eine Vorlesung des Heidelberger Historikers Grollius hinweist, in der erwähnt wurde, dass in besagtem Jahr Craffto von Boxberg, vermählt mit einer Gräfin von Veldenz, u. a. seinen Besitz in Hohenhelden an den Grafen von Landsberg verpachtete. Die Verpachtung stand im Zusammenhang mit dem Übergang der Grafen von Veldenz von der älteren zur jüngeren Linie. (Vgl. Krennerich S. 50 ff.)  Sowohl Hohenöllen als auch Sulzbach werden später wiederholt in den Urkunden der Grafen von Veldenz genannt. 1431 bekannte Henchin Wolf von Spanheim, dass er von dem Grafen Friedrich III. von Veldenz ein Reihe Güter erhalten hatte, auch Gülden und Zinsen in Hohenhelde. Noch im selben Jahr meldete Henchin Wolf dem Grafen, dass sein verstorbener Bruder diese Einkünfte verkauft habe. Ein Jahr später erlaubte es Graf Friedrich, dass Henichin seine Frau Fyhe von Eyche mit Zinsen aus Hohenhelde bewidmen durfte. 1438 verkaufte dann Henichin sein als Eigentum erworbenes Gut dem Grafen, auch die Einnahmen aus Hohenhelde. Schon im 14. Jahrhundert wurde Hohenöllen als Amtssitz bezeichnet. Der Ort war Sitz eines Unteramtes innerhalb des veldenzischen und später Zweibrückischen Oberamtes Meisenheim. Der Sitz des Unteramtes wurde später nach Einöllen verlegt.

In Sulzbach waren indessen Edelleute zu Hause, so 1387 ein Rudolf von Soltzbach. Oft ist es schwierig zu unterscheiden, ob sich die Namen der Herren auf den Sulzhof oder auch den ehemaligen Ort Sulzbach bei Bedesbach beziehen. 1444 starb die jüngere Linie der Grafen von Veldenz aus, Erbgräfin Anna heiratete den Pfalzgrafen Stephan von der Kurpfalz, der nun die neue Pfalzgrafschaft Zweibrücken begründete, die zumeist als Herzogtum Zweibrücken bezeichnet wird. Wahrscheinlich schon vor dem Jahr 1500 ging der Ort Sulzbach zu Grunde. Unwahrscheinlich ist, dass dies während der kriegerischen Auseinandersetzungen des Pfalzgrafen Ludwig I. (der Schwarze) geschehen ist. Eher wird angenommen, dass eine Epidemie den Untergang verursacht hat.

0.7.3.Neuzeit

Aus dem Jahr 1544 blieb der Text eines Weistums aus Hohenöllen erhalten. Unter den Ereignissen des 30-jährigen Krieges hatte das Dorf zu leiden, ebenso durch die Pest und durch die Kriegsereignisse im ausgehenden 17. Jahrhunderts, als König Ludwig XIV. das Land mit Krieg überzog. 1672 lebten wieder 11 Familien im Ort, der damit zu den größten Dörfern in der weiteren Umgebung zählte. Hohenöllen gehörte zur Pfalzgrafschaft Zweibrücken bis es im Jahre 1768 kurpfälzisch wurde. Damals tauschte die Pfalzgrafschaft Zweibrücken im Selz-Hagenbacher Vertrag, auch Schwetzinger Vergleich genannt, eine Reihe von zweibrückischen Orten gegen bislang kurpfälzische aus. Es handelte sich vornehmlich um die zweibrückischen Ortschaften der Schultheißerei Einöllen mit Hohenöllen, um die Stadt Odernheim, um Frankweiler, Niederhausen, Hochstätten und Melsheim, die nun zur Kurpfalz kamen, und um die Orte der kurpfälzischen Ämter Selz und Hagenbach, die zur Pfalzgrafschaft Zweibrücken kamen. Sitz des Unteramtes war jetzt Wolfstein, das zu dem kurpfälzischen Oberamt Kaiserslautern gehörte. Allerdings ging es nur noch um ein kurzes kurzpfälzisches Zwischenspiel von knapp drei Jahrzehnten vor dem Untergang der alten Feudalherrschaft. Goswin Widder, der um 1788 ein vierbändiges Werk über alle kurpfälzischen Orte herausgab, verfasste folgende Beschreibung: "Hohenöllen liegt antderthalb Stunden unterhalb Wolfstein auf der rechten Seite der Lauter. ... Eine Viertelstunde seitwärts liegt ein beträchtlicher Hof, Sulzhof genannt. Einschließlich desselben ist die Bevölkerung 41 Familien stark, welche 224 Seelen in sich fassen. Nebst einer Schule sind 33 burgerliche und gemeine Häuser vorhanden. Die Gemarkung enthält 978 Morgen Äcker, 100 Morgen Wingert, 6 Morgen Gärten, 80 Morgen Wiesen, 308 Morgen Wald. Diese gehören teils der Gemeinde, teils dem Freiherrn von Fürstenwärther und einigen Unterthanen, auch zum Sulzhof. Sie sind der Forsthute des Försters zu Kazweiler untergeben." (Widder 1788 Bd. IV S. 310)  

0.7.4.Neueste Zeit

Französischen Revolutionstruppen operierten seit 1793 in der Westpfalz, die alten Herrschaftsstrukturen lösten sich nach und nach auf. 1798 sollten die Bewohner von Hohenöllen gezwungenermaßen einen Freiheitsbaum setzten, weigerten sich aber. 1801 wurden die linksrheinischen deutschen Gebiete in die Französische Republik eingegliedert. Hohenöllen gehörte nun zur Mairie und zum Canton Lauterecken, zum Arrondissement Kaiserslautern und zum Département Donnersberg (Mont Tonnerre). 1814 wurden die Franzosen zurückgedrängt. Eine Kommission aus Preußen, Bayern  und Österreichern verwaltete das Gebiet, bis schließlich der "Baierische Rheinkreis" gegründet wurde, die spätere Rheinpfalz. Somit gehörte Hohenöllen ab 1816 im Königreich Bayern zur Bürgermeisterei und zum Kanton Lauterecken innerhalb des Landkommissariats Kusel. Aus dem Landkommissariat wurde später das Bezirksamt, dann der Landkreis. Auch nach dem Ersten Weltkrieg gehörte Hohenöllen zum Staat Bayern, der jetzt kein Königreich mehr war. Mit der Gebiets- und Verwaltungsreform wurden die alten Strukturen aufgelöst. Hohenöllen mit dem Sulzhof kam zu Beginn des Jahres 1972 als Ortsgemeinde zur neu gegründeten Verbandsgemeinde Lauterecken.

Das Bürgerhaus[Bild: Ernst Schworm]

0.8.Wahlergebnisse in Prozent, Bundestag Zweitstimmen, bis 1933 nach Klein 1979

SPD Zentrum KPD DVP NSDAP Bauernpartei*
Reichstag 1928 11,3 14,9 0,7 15,6 51,8 0.7
Reichstag 1930 14,6 9,9 5,3 4,6 45,7 2,6
Reichstag 1933 6,0 --- 1,4 ---- 64,9 ----
*1928 Deutsche Bauernpartei (DBP), 1930 Landvolk
SPD CDU FDP Grüne Linke Sonstige
Landtag 2001 58,5 19,5 4,5 3,5 --- 14,0
Landtag 2006 60,6 18,7 3,9 3,9 2,5 12,4
Landtag 2011 53,0 28,6 --- 7,0 3,8 7,6
Bundestag 2002 51,1 23,8 13,6 --- --- 12,3
Bundestag 2005 41,3 26,6 8,3 7,3 8,3 8,2
Bundestag 2009 28,9 26,56 11,3 5,9 17,6 9,9
Bundestag 2013 37,9 32,3 2,5 5,1 5,6 16,5

0.9.Zeittafel

Vorgeschichte Funde zweier Steinbeile
Frühemittelalter H. und Sulzbach im Nahegau
1126 Grafschaft Veldenz
1268 Ersterwähnung von Hohenöllen
1444 Pfalzgrafschaft (Herzogtum) Zweibrücken
um 1480 Untergang des Dorfes Sulzbach
1526 Einführung der Reformation nach Luther
1537 Ersterwähnung von Sulzbach
1543 Erwähnung von Wüst- Sulzbach
1544 Weistum von Hohenöllen
1588 Einführung der Reformation nach Calvin
um 1700 Neugründung des Sulzhofs
1788 Kurpfalz
1801 Französische Republik, Mairie und Canton Wolfstein, Arrondissement Kaiserslautern, Département Mont Tonnerre (Donnersberg
1816 Königreich Bayern, Bürgermeisteramt und Kanton Wolfstein, Landkommissariat (Kreis) Kusel
1919 Freistaat Bayern
1946 Bundesland Rheinland-Pfalz
1972 Verbandsgemeinde Lauterecken

0.10.Religion

Der Ort gehörte ursprünglich zum Glankapitel im Erzbistum Mainz. Das Amt Hohenhelden bildete ein Kirchspiel mit der Mutterkirche in Tiefenbach, die von den Johannitern aus Meisenheim betreut wurde. Mit der Einführung der Reformation wurden nach der Bestimmung des Fürsten alle Bewohner zunächst Lutheraner, ab 1588 Reformierte im Sinne Calvins. Nach dem Dreißigjährigen Krieg konnten die Bewohner ihre Konfession wieder selbst bestimmen, auch Angehörige aller christlichen Konfessionen konnten zuwandern. Zur kurpfälzischen Zeit sollte die römisch-katholische Konfession wieder besonders gefördert werden. Allerdings blieb die Mehrzahl der Bewohner beim reformierten Glauben. Um 1700 wurde der Pfarrsitz der Reformierten nach Einöllen verlegt. Lutheraner gehörten zur Kirche von Roßbach. Heute leben im Dorf etwa 80 % Protestanten. Die katholischen Christen gehören jetzt offiziell zur Kirche von Reipoltskirchen, besuchen aber zumeist den Gottesdienst in Lauterecken. Juden lebten keine in Hohenöllen. 

0.11.Bevölkerung

Kunst vor dem Bürgerhaus

Bis ins 20. Jahrhundert hinein lebte der größte Teil der Bewohner von der Landwirtschaft. Das hat sich inzwischen grundlegend geändert. 95% der Erwerbstätigen gehen außerhalb des Ortes ihrem Beruf nach. Somit ist Hohenöllen heute kein Bauerndorf mehr. Es gab aber auch früher schon Erwerbsmöglichkeiten außerhalb der Landwirtschaft in Bergwerken und Steinbrüchen und in der weiten Welt durch die Wandermusikanten. Nach einer Statistik von 1906 waren allein aus Hohenöllen 65 Musikanten unterwegs. Die Einwohnerzahlen stiegen schon im frühen 19. Jahrhundert auf 500 an und erreichten um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert einen Höhepunkt. Seitdem fallen sie beständig ab. Orte, in denen die Auspendler ihrer Arbeit nachgehen, sind u. a. Kaiserslautern, Wolfstein, Kusel, Lauterecken und Meisenheim. 

0.12.Bevölkerungsentwicklung

1788 1825 1835 1871 1905 1939 1961 1998 010
gesamt 222 420 507 455 555 457 488 435 396
kath. 69 54
evang. 351 434

0.13.Schule, Kultur, Vereine

0.13.1.Schule

Ein erstes Schulhaus entstand schon um 1770 als einfaches Fachwerkhaus für eine Winterschule. Es wurde im frühen 19. Jahrhundert abgerissen, und an seiner Stelle entstand 1829 ein neues Schulhaus. Von Anfang an wurden evangelische und katholische Kinder gemeinsam unterrichtet. Da nicht alle Schüler im einzigen Klassenraum unterrichtet werden konnten, erwarb die Gemeinde 1843 ein Privathaus, in dem für die wenigen katholischen Kinder ein Gehilfe den Unterricht übernehmen sollte. Da dann zwei unterschiedlich große Klassen (ca.60:15) entstanden wären, widersetzte sich die Gemeinde den Plänen der Regierung. So war es möglich, dass der eigentliche Lehrer in der großen Klasse des Schulhauses und ein Praktikant mit weniger Kindern in dem Behelfsraum unterrichtete. Um 1870 erhielt das Schulhaus einen Dachreiter zum Aufhängen einer Glocke. Ein neues Schulhaus im klassizistischen Stil entstand 1899 mit einem Klassenzimmer für die Grundschüler. Die oberen Klassen verblieben im Klassenraum des alten Schulhauses. Ab dem Schuljahr 1922/23 wechselten die beiden Klassen. Um 1969 wurde die zweiklassige Schule Hohenöllen aufgelöst. Die Schüler der Oberklasse kamen zur Hauptschule nach Lauterecken, die der Unterklasse in die Grundschule Lohnweiler-Heinzenhausen. Das alte Schulhaus von Hohenöllen ging in privaten Besitz über. Das so genannte neue Schulhaus richtete die Gemeinde für ihre eigenen Belange ein.

 

0.13.2.Feste und Brauchtum

Das Dorf feiert seine Kirchweih (Kerb) am 2. Wochenende im September. Am Kerwemontag treten zwei "Lulus" auf, junge Männer mit Masken, die den kleinen Wagen der Straußmädchen und Straußbuben ziehen. Der Brauch soll auf eine Verulkung Napoléons zurückgehen.

0.13.3.Vereine

In dem Ort mit großem Zusammenhalt, in dem viel Geselligkeit gepflegt wird, bestehen die folgenden Vereine: Männergesangverein 1881, Radfahrverein "Blitz", FC Blau-Weiß Hohenöllen mit Spielgemeinschaft SG Herrenberg Hohenöllen, der Förderverein "Freiwillige Feuerwehr" und der Krieger- und Militärverein.

Es besteht ein Grillplatz für die Dorfgemeinschaft mit Hütte. Diese Einrichtung trägt den Namen "Im schönsten Wiesengrunde".

0.14.Gesundheitswesen und Sozialwesen

Ärzte und Apotheken können in Lauterecken und in Wolfstein aufgesucht werden. Zuständig  Sozialstation für Altenpflege ist u. a. die Ökumenische Sozialstation Lauterecken - Wolfstein mit Sitz in Lauterecken. Nächste Krankenhäuser sind die in Meisenheim, Kusel und Kaiserslautern. 

 

0.14.1.Wirtschaftliche Verhältnisse und Verkehr

 

Neben den landwirtschaftlichen Betrieben mit Weinbau und Obstanbau gab es in früherer Zeit die üblichen Handwerksbetriebe im Dorf, daneben die Kohlengrube  St. Antonius, die von 1777 bis gegen 1900 in Betrieb war und etwa fünf Mitarbeiter beschäftigte. Daneben gab es ein Kalkbergwerk und für den Eigenbedarf auch Steinbrüche. Heute besteht im Dorf noch eine Gaststätte (Sulzhof). Weitere selbstständige Betriebe finden sich nicht mehr. Der Ort ist somit eine typische Landgemeinde mit übergroßem Anteil an Auspendlern.

Hohenöllen liegt an der Landesstraße 383, von der inmitten des Dorfes die Kreisstraße K 51 in Richtung Reipoltskirchen abzweigt. Nächster Bahnanschluss ist die Lautertalbahn mit der Haltestelle Lohnweiler-Heinzenhausen (ca. 5 km). Autobahnauffahrten bei Kaiserslautern und Kusel sind jeweils ca. 25 km weit entfernt.  

0.15.Nachweise

Verfasser: Ernst Schworm

Redaktionelle Bearbeitung: Ernst Schworm

Literatur:

  • Bauer, Maria: Das Hohenöller Musikantentum, in: Westricher Heimatblätter Jg. 15,  Kusel 1984, S. 60-71.
  • Kluding, Jakob: Die geschichtliche Entwicklung des Steinkohlenbergbaus in der Pfalz, in: Westricher Heimatblätter Jg. 7, Kusel 1976, S. 44-90.
  • Krennerich, Theodor: Hohenöllen, aus der Geschichte eines Dorfes, Hohenöllen 1999.
  • Widder, Goswin: Geographische Beschreibung der Kur-Pfalz (Band IV), Frankfurt und Leipzig 1788.