Dellhofen am Mittelrhein

Dellhofen - Ursprünge des Dorfes in der Karolingerzeit

Kirche zum Heiligen Kreuz [Bild: Imhof-Verlag]

Wann genau der Ort gegründet wurde, lässt sich nicht sagen. Seine Geschichte war aber stets eng mit der von Oberwesel verbunden. Urkundlich wird Dellhofen (Dillenhoben) erstmals im Jahr 1307 erwähnt. Ethymologisch wird der Ortsname Dillen-hofen mit "zu den Höfen des Dello" erklärt. Dellhofen gehörte zum Amt Oberwesel im Oberamt Boppard. Die Einwohner unterstanden der Landeshoheit der Trierer Erzbischöfe. 1563 werdem 26 kurtrierische Bürger, ein Untertan der Herren von Waldeck und vier pfalzgräfliche Untertanen genannt. (Wüstung Ebernhof)
Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) und der Pfälzische Erbfolgekrieg (1688–1697) setzten der Gemeinde und ihren Bewohnern ähnlich zu wie den umliegenden Gemeinden. Nach dem Abzug der Franzosen, die von 1793 bis 1813 weite Teile der Rheingegend besetzt hielten, fiel das Gebiet um Dellhofen 1816 an Preußen, später an das Deutsche Reich. 1948 gehörte Dellhofen zum Amt Oberwesel (Landkreis St. Goar), 1969 zur VG Oberwesel (Rhein-Hunsrück-Kreis) und seit 1972 zur VG St. Goar. Am 03. April 1973 beschloss der Ortsgemeinderat der ehemals selbständigen Ortsgemeinde Dellhofen einstimmig die Auflösung der Gemeinde und beantragte die Eingliederung in die Stadt Oberwesel.

Zur Kirchengeschichte Dellhofens

Dellhofen gehörte zum Pfarrbezirk des Liebfrauenstifts zu Oberwesel (seit 1258), Dekanat Boppard. Eine Kapelle wird 1544 erwähnt; sie ist 1657 abgebrannt. Die Kirche (Hl. Kreuz u. Wendelin ) wurde 1875 erbaut. Heute gehört Dellhofen zur Pfarrei Oberwesel (Dekanat St. Goar).

Quelle: Rettinger, Historisches Ortslexikon (s. rechte Spalte); Sebald und  Homepage der Verbandsgemeinde; red. Bearb. SG, D.B. und D.S.