Weisel am Mittelrhein

Zur Geschichte von Weisel

Das Bild zeigt ein Diorama mit Zinnfiguren aus dem Blüchermuseum der Stadt Kaub. Ein Teil der Soldaten hat bereits das Ufer erreicht, während andere noch über die Schiffsbrücke neben der Wasserburg Kaub laufen.

Dass schon die Römer im Bereich der Gemarkung des späteren Dorfes siedelten, zeigt eindrucksvoll ein Grabtumulus oberhalb von Kaub aus der ersten Phase des ersten nachchristlichen Jahrhunderts. Weisel gehörte wie Dörscheid und Kaub zum Besitz der Herren von Falkenstein aus dem Haus Bolanden. 1277 bzw. 1289 erwarb Pfalzgraf Ludwig II. den Besitz von den Brüdern Philipp II und Werner I von Falkenstein. Es entstand das pfälzische Amt Kaub. Am 23.März 1324 verlieh Ludwig der Bayer den Orten Kaub und Weisel Stadtrechte. Der hessische Landgraf ließ im Pfälzisch-Bayerischen Erbfolgekrieg neben den beiden Dörscheid auch Weisel niederbrennen. Die Befestigung des Ortes konnte nicht verhindern, dass 1635 während des 30-jährigen Krieges (1618-1648) das Pfarrhaus dreimal geplündert und Schule und Zehntscheune niedergebrannt wurden. Von der Befestigung waren 1681 nur noch zwei Pforten vorhanden. Am 2.Dezember 1802 endete die über 500-jährige Zugehörigkeit Weisels zur Kurpfalz. Der Kurstaat wurde aufgelöst, das pfälzische Unteramt Kaub ging mit Weisel im Jahr 1806 im neu gegründeten Herzogtum Nassau auf. 1810 legte ein Brand fast die Hälfte des Dorfes in Schutt und Asche. Im strengen Winter 1813/14 lag Weisel im Aufmarschgebiet Blüchers, der mit seinen Truppen bei Kaub den Rhein überqueren wollte. Damals wurde für die Wacht- und Lagerfeuer alles Brennbare, Möbel, Türen, Pflüge, Heu und Stroh aus dem Dorf requiriert

Quelle: Homepage der Verbandsgemeinde, dort auch weitere Informationen zur Ortsgeschichte; redakt. Bearb. S.G.