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Heiratsgewohnheiten deutscher Auswanderer in Brasilien im 19. Jahrhundert

0.1.1. Einleitung

Diese Arbeit befasst sich mit den Heiratsgewohnheiten der deutschen Auswanderer Je nach Kontext werden die deutschen Akteure entweder als Auswanderer oder Einwanderer bezeichnet. in Brasilien in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Es wurden zwei Volkszählungen aus der südbrasilianischen deutschen Kolonie Santa Maria do Mundo Novo sowie ein von dort stammendes Sterberegister ausgewertet. Des Weiteren wurden Auswanderungslisten der Ortschroniken mehrerer Ortschaften des Kreis Simmern, Hunsrück untersucht.

Zunächst erfolgt einen kurzen Überblick über Brasilien im 19. Jahrhundert, die hunsrücker Auswanderung sowie die Kolonie Santa Maria do Mundo Novo. Anschließend steht die Überlieferung von Auswanderung in Dorfchroniken mehrerer Hunsrückdörfer im Fokus. Das nächste Kapitel dient der Erklärung der in den vorherigen Kapiteln geleisteten Grundlagenforschung und bietet einen Überblick über die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten in Preußen und dem Kaiserreich Brasilien.

Mein Dank geht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hunsrück-Museum Simmern und des Kreisarchiv Rhein-Hunsrück und Geschichtsbücherei Simmern, insbesondere Herrn Dr. Fritz Schellack, die diese Arbeit ermöglicht haben.

 

 

0.2.2. Geschichtlicher und geographischer Überblick

0.2.1.2.1 Brasilien im 19. Jahrhundert

Annahme des Gesetzes zur Abschaffung der Sklaverei (Lei Áurea, Goldenes Gesetz) durch den Senat von Brasilien am 12. Mai 1888[Bild: gemeinfrei]

Nach der Besetzung Portugals durch napoleonische Truppen 1807 bis 1808 floh der portugiesische Prinzregent und spätere König Johann VI. in die Kolonie Brasilien. 1815 wandelte er das Königreich Portugal in das Vereinigte Königreich von Portugal, Brasilien und Algarve um, Brasilien wurde gleichberechtigt. Sein Sohn Peter I. rief 1822 die Unabhängigkeit Brasiliens von Portugal aus und wurde 1822 zum Kaiser von Brasilien gekrönt. Nach Streitigkeiten mit dem Parlament dankte Peter I. 1831 zugunsten seines fünfjährigen Sohnes Peter II. ab, das Land regierte bis 1840 ein Regentschaftsrat. Unter Peter II. wurden der Handel mit Sklaven und die Sklaverei abgeschafft, die europäische Einwanderung gefördert und Krieg gegen Argentinien und Paraguay geführt. 1889 setzte sich die republikanische Bewegung durch und nach einem Putsch gegen die Monarchie trat anstelle des Kaiserreichs Brasilien am 15. November 1889 die Republik der Vereinigten Staaten von Brasilien. [Anm. 1]

 

 

0.2.2.2.2 Die hunsrücker Auswanderung nach Brasilien im 19. Jahrhundert

Lage des Hunsrück in Rheinland-Pfalz und dem Saarland[Bild: Thomas Römer (CC BY-SA 3.0)]

Das Hunsrück-Gebirge liegt im heutigen Rheinland-Pfalz und wird von den Flüssen Rhein, Mosel, Saar und Nahe begrenzt. Ab 1815 gehörte es zum größten Teil zu Preußen. Der Kreis Simmern hatte Mitte des 19. Jahrhunderts etwa 38.000 Einwohner. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verließen Auswanderer den Hunsrück in drei Etappen vor allem in Richtung Brasilien.[Anm. 2]Von 1823 bis 1828 migrierten Hunsrücker nach ganz Brasilien. 1845 und 1846 war die Kolonie Petrópolis in der Provinz Rio de Janeiro das Hauptziel der Auswanderer, etwa 1.000 Menschen aus dem Kreis Simmern zogen nach Brasilien.[Anm. 3] Die dritte gesicherte Auswanderungsbewegung des 19. Jahrhunderts fand von 1857 bis 1862 statt.[Anm. 4] Die Beweggründe der einzelnen Auswanderer waren vielfältig. Zwei Drittel der Bevölkerung im Kreis Simmern waren in der Landwirtschaft tätig. Durch die Praxis der Realerbteilung, bei der jedem Nachkommen ein gleicher Anteil des Landbesitzes zukam, schrumpfte die jeweils zur Verfügung stehende Fläche von Generation zu Generation. Teilweise erlernten die Bauern daher handwerkliche Berufe, für die jedoch auf dem Hunsrück kein entsprechend großer Bedarf bestand. Im Zielland Brasilien hingegen wurden Handwerker und allgemein Siedler gesucht.[Anm. 5] Dies geschah durch Werber wie Major Georg Anton von Schäffer.[Anm. 6] In den 1840er Jahren verschärften auf dem Hunsrück zudem Missernten die Situation. Zu dieser Zeit stellte die brasilianische Regierung Kredite für die Überfahrt, die vor Ort abgearbeitet werden sollten. Der preußische Staat verhielt sich je nach Behörde unterschiedlich restriktiv. Während auf Gemeinde- und Kommunalebene die Chance gesehen wurde, verarmte Bevölkerungsschichten loszuwerden, bestanden Landräte und Bezirksregierungen meist auf ein Mindestmaß an Reisemitteln, um Rückwanderungen von gescheiterten Auswanderern zu verhindern.[Anm. 7] 

Verfügung der preußischen Regierung zur Auswanderung von 1820.[Bild: Rhein-Hunsrück-Archiv Simmern]

Die Auswanderer mussten bescheinigen, dass sie nicht mehr zurück kommen würden, frühestens seit 1825 ging mit der Auswanderung eine Belehrung über die Entlassung aus dem Untertanenverband einher. Weitere Voraussetzungen waren das Ableisten des Kriegsdienstes, die Abzahlung von Schulden und ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis. Mindestreisegelder für Durchreisestaaten wie etwa den Niederlanden oder Großbritannien mussten ebenfalls nachgewiesen werden. Die Auswanderer durften keine Personen zurücklassen, denen sie zu Unterhalt verpflichtet waren, wie etwa Kinder, kranke Eltern oder Ehepartner.[Anm. 8]

 

 

0.2.3.2.3 Die Kolonie Santa Maria do Mundo Novo

Brasilien[Bild: Wikipedia-Nutzer "Captain Blood" [CC BY-SA 3.0]]

Das Gebiet der Kolonie Santa Maria do Mundo Novo liegt im südlichsten Bundesstaat Brasiliens, Rio Grande del Sol. Heute befinden sich die Städte Três Coroas, Igrejinha und Taquara in dieser Region. Weniger als 100 Kilometer südlich befindet sich die Hauptstadt von Rio Grande del Sol, Porto Alegre. Begrenzt wird das Gebiet im Süden durch den Rio dos Sinos, im Norden durch das Bergland der Serra Geral. Das westliche Ende des Gebiets bildet der Rio Paranhana, der zur Zeit der Kolonisierung Santa-Maria-Fluss hieß. Im Osten wird Santa Maria do Mundo Novo durch den Tucanos-Bach und den Ilha-Fluss begrenzt.[Anm. 9]

Das erste Steinhaus von Igrejinha ist zugleich Namensgeber des Stadtteils Casa de Pedra.[Bild: Wikipedia-Nutzer "Gustavo.kunst" (CC BY-SA 3.0)]

Die Geschichte der Kolonie ist eng mit ihrem Gründer, dem Grundbesitzer, Kolonisator und Politiker Tristão José Monteiro (1816–1892) verknüpft. Monteiro war eine umstrittene Person. Während der Farrapen-Revolution (1834-1845) machte er sich durch seine Kaisertreue Feinde. Er war für seinen Kampf gegen die Ureinwohner Brasiliens bekannt. Monteiro war des zweifachen Mordes an einem Hauptmann und dessen Sklaven angeklagt. Mit der Ehefrau seines Geschäftspartners, Ana Maria Koch Eggers hatte er drei Kinder.[Anm. 10]Monteiro wurde 1816 in Porto Alegre geboren. Er hatte 17 Kinder von vier Frauen. Seine erste Ehefrau, Catarina Grimmion, stammte aus der Schweiz, sie gebar 1840 die erste Tochter Eleonora. Der weitere Verbleib Catarinas ist unklar. Schon ein Jahr später heiratete Monteiro die aus Deutschland kommende Ana Berwanger. Das Paar bekam vier Kinder, 1866 starb Ana in Porto Alegre, 16 Jahre nach ihrer Trennung von Monteiro. Seit 1850 lebte Monteiro mit Christina Margarida Haubert zusammen. Sie stammte aus Hamburg. Erst 1888 heirateten die beiden. Sie hatten neun Kinder. Weitere drei Kinder hatte Monteiro von Ana Maria Margarida Koch Eggers, die zwar auf ihrem Taufschein als seine Kinder angegeben, in seinem Testament aber nicht erwähnt wurden.[Anm. 11]

1845 kauften Monteiro und sein Geschäftspartner Georg Eggers, der aus der Region Hannover stammte, die Farm Mundo Novo. Das Gebiet war 1814 von dem damaligen portugiesischen Kommandanten Antonio Borges zugesprochen worden, dessen Witwe Libânia Inocência Correia es 1845 an die beiden Geschäftsmänner verkaufte. Bereits im September 1846 veräußerte das Ehepaar Eggers seine Anteile der Farm an Monteiro, das ein Jahr bestehende gemeinsame Handelsunternehmen „Eggers, Monteiro & Co.“ wurde aufgelöst. Im Oktober 1846 begann die deutsche Einwanderung nach Santa Maria do Mundo Novo.[Anm. 12] Monteiro ermöglichte das Kommen der ersten Einwanderer dadurch, dass er das Gebiet seiner Farm in Parzellen aufteilte und diese als „Mundo Novo“ (Neue Welt) an die Einwanderer verkaufte.[Anm. 13]

 

 

0.3.3. Ansiedlungspolitik, Siedlungsweise und „Deutschtum“

Deutsche Kolonien in Südbrasilien im Jahr 1905[Bild: gemeinfrei]

In den drei südbrasilianischen Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Santa Catarina und Paraná wurden zwei Drittel des Kulturlandes von deutschen Siedlern erschlossen. Es setzte ein starkes Bevölkerungswachstum der Deutschstämmigen in der Region ein.[Anm. 14] Eine Familie der ersten Generation in Rio Grande do Sul hatte durchschnittlich 10 Kinder.[Anm. 15]

Im nördlich der drei Südstaaten gelegenen Bundesstaat São Paulo hingegen stießen die Siedler auf eine bestehende Grundbesitzerschicht, was zu Konflikten und einer Behinderung der Auswanderung aus Preußen von 1859 bis 1897 führte.[Anm. 16]

In Südbrasilien trennten Sprache, Brauchtum, zum Teil die Religion, die Arbeitsweise (Viehzucht statt Landwirtschaft) und möglicherweise die Einstellung zu körperlicher Arbeit und zur Sklaverei die deutschen Einwanderer von der aus Portugal und von den Azoren stammenden Bevölkerung.[Anm. 17] Ersten Kontakt zur einheimischen Bevölkerung hatten die Einwanderer zu den Gaucho und Caboclo. Die Gauchos waren portugiesische Viehzüchter, deren Prestige bei den deutschen Siedlern schneller stieg als das der Caboclos, die gemeinsame Nachfahren der ersten Europäer in Brasilien und der Ureinwohner, der Indios, waren. Die Sprache der Gauchos hatte seitdem Einfluss auf die Sprachentwicklung der Siedler. Aufgrund der abgeschotteten Siedlungsstruktur mit eigenen Schulen, Kirchen und Geschäftshäusern spricht Altenhofen von einem in sich geschlossenen Mikrokosmos in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.[Anm. 18] Eine vermehrte italienische und polnische Einwanderung fand erst ab den 1870er Jahren statt. Gemeinsam mit deutschen Siedlern bauten sie neue Kolonien im Norden von Rio Grande do Sul.[Anm. 19]

Ab den 1850er nahmen eingewanderte Anhänger der in Deutschland gescheiterten liberalen Revolution von 1848 Einfluss auf die Brasiliendeutschen, bei denen sie u.a. als Lehrer arbeiteten. Da es keine portugiesischen Schulen gab, sprachen sie Deutsch. Erst ab 1874 wanderten auch Italiener ein, gefolgt von Polen ab 1891.[Anm. 20]

 

Aufruf an Auswanderer des Central-Vereins für die Deutsche Auswanderungs- und Colonisations-Angelegenheit.[Bild: Rhein-Hunsrück-Archiv Simmern]

In Deutschland waren „Auswanderung und Kolonialismus auch Themen politisch-nationalistischer Diskussionen, die in den 1840er-Jahren an Fahrt aufnahmen und in der Nationalversammlung von 1848/49 einen ersten Höhepunkt erreichten.“[Anm. 21] Die rein deutsche Koloniebildung lässt sich auf die Kooperation von Ansiedlungsgesellschaften und Auswanderungsvereinen zurückführen, die die Positionen der politischen Debatte übernahmen und den Erhalt des „Auslandsdeutschtums“ fördern wollten.[Anm. 22] Vertreter des „Deutschtums“ im Süden Brasiliens war Karl von Koseritz (1832–1890). Er ging von einer großen Bedeutung der Deutschen in der Region aus und sprach sich dafür aus, dass die Einwanderer ihre Sprache und Kultur beibehalten sollten. Die Einwanderer sollten sich jedoch einbürgern lassen, die Landessprache lernen und sich am politischen Leben beteiligen. Letzteres war im Kaiserreich Brasilien nicht uneingeschränkt möglich.[Anm. 23] Die Einwandererpolitik der Monarchie wird als in dem Sinne liberal beschrieben, als dass der Staat seine Aufgabe mit der Eingliederung der Einwanderer in die brasilianische Wirtschaft als erledigt ansah. Eine Integration durch räumliche Nähe zu Brasilianern oder anderen Einwanderern wurde nicht forciert. Dies änderte sich erst in den Anfangsjahren der Republik.[Anm. 24]

Nun setzte der Staat Maßnahmen in Kraft, die den interkulturellen Austausch förderten, da Bedenken gegen eine abgeschottete, deutsche Mehrheit im Süden des Landes aufkamen. Kommunikationsorte wie Standesämter und Poststellen wurden in den Kolonien eingerichtet, um dem Portugiesischen einen höheren Stellenwert zu verleihen.[Anm. 25]

 

0.4.4. Demographische Quellen

0.4.1.4.1 Die Volkszählung von 1848 in Santa Maria do Mundo Novo

Im Jahr 1848 führte Dr. Johann Daniel Hillebrand in Santa Maria do Mundo Novo die erste Volkszählung durch. Bei der Zählung wurden die Ländereien (Parzellen bzw.Kolonien) und die Familien durchnummeriert und mit biographischen Angaben erfasst. Neben der Kernfamilie, bestehend aus Eheleuten und Nachwuchs, lebten auch teilweise weitere Familienangehörige wie etwa ein Elternteil gemeinsam in einer Wohngemeinschaft. Im Jahr 1848 wohnten laut der Zählung von Hillebrand mindestens 269 Menschen in 56 Haushalten in Santa Maria do Mundo Novo.[Anm. 26]

Zur Analyse der Heiratsgewohnheiten der Siedler vermerkte der Autor auch die Herkunftsländer der Siedler und die Länder, in denen die 1848 erfassten Ehepaare geheiratet hatten.

Aus der Volkszählung von 1848 geht hervor, dass von 63 Ehepaaren lediglich eines zwei unterschiedliche Nationalitäten hatte. Es handelte sich um Catharina Lourenco, geborene Kühner, die 1821 in Abenteur bei Oldenburg geboren wurde und am 04.08.1847 Raymundo Lourenco in São Leopoldo geheiratet hatte. Raymundo wurde 1827 in Rovigor bei Triest in Italien geboren. Er war einer der ersten Siedler und guter Freund von Koloniegründer Monteiro. Das Paar lebte mit den Kindern und einem 72jährigen Witwer (einem als „Aufgenommener“ bezeichneter) auf der Ostseite des Rio Santa Maria.[Anm. 27]

 

 

0.4.2.4.2 Die Volkszählung von 1854 in Santa Maria do Mundo Novo

Im Jahr 1854, also sechs Jahre nach der ersten Volkszählung und acht Jahre nach der Gründung der Kolonie, führte Dr. Johann Daniel Hillebrand in Santa Maria do Mundo Novo die zweite Volkszählung durch. Die Kolonie wurde diesmal in sechs Regionen unterteilt, die Zählung erfolgte nach dem gleichen Schema wie die von 1848. Hillebrand kam zu dem Ergebnis, dass 579 Menschen in 109 Haushalten in der Kolonie lebten.[Anm. 28] Die Ergebnisse werden hier tabellarisch und mit den Länderkürzeln nach ISO-Norm 3166 wiedergegeben. Es zeigt sich, dass sich die Zahl der in Brasilien geschlossenen deutsch-deutschen Ehen im Vergleich von 1848 und 1854 mehr als verdoppelte, wohingegen der Zuzug von bereits in Deutschland verheirateten Paaren abnahm. Das italienisch-deutsche Paar Lourenco blieb in der Kolonie. Hinzu kamen fünf brasilianische Ehepaare samt Familien.[Anm. 29] Ein niederländisch-deutsches Paar wohnte während der Zählung 1854 in der Kolonie.[Anm. 30] Maria Elisabeth Engelart war 1830 in der Schweiz geboren und lebte mit ihrem namentlich nicht genannten Ehemann, ihrem Sohn und ihrer verwitweten Mutter in Santa Maria do Mundo Novo.[Anm. 31]

Neben den Ehepaaren verschiedener Herkunft werden in der Volkszählung erstmals Wohngemeinschaften von Alleinstehenden verschiedener Nationalitäten genannt. Der deutsche Schmied Jakob Haubert lebte mit dem brasilianischen Geschäftsmann José Joaquim da Cruz zusammen. Daniel Plant, ein englischer Geschäftsmann, teilte sich einen Haushalt mit dem schottischen Geschäftsmann Georg MacLachlau. Bei den beiden wohnte der Däne Fred Golstof als „Aufgenommener“.[Anm. 32] Eugene Du Pasquier aus der Schweiz wohnte 1854 ledig in der Kolonie, ein Jahr später heiratete er jedoch in São Leopoldo Leonora Monteiro, die Tochter des Koloniegründers Monteiro und dessen erster Ehefrau Catharina Grimmion. [Anm. 33]

Im Vergleich zu 1848 hatte die Kolonie somit nachweislich fünf brasilianische, eine deutsch-niederländische Familie sowie zwei weitere multinationale Wohngemeinschaften dazugewonnen.

Herkunftsländer der Eheleute und Land der Eheschließung laut Volkszählung 1848 und 1854 in Santa Maria do Mundo Novo

Jahr DE&DE in DE DE&DE in BR DE&DE in ? DE&IT in BR BR&BR in BR BR&BR in ? DE&NL in ? CH&? in ? gesamt
1848 30 22 10 1 - - - - 63
1854 45 57 18 1 3 2 1 1 128

 

 

0.4.3.4.3. Das Totenbuch 1868 der Gemeinde Igrejinha

Für die heutige Stadt Igrejinha, die auf dem Gebiet der ehemaligen Kolonie Santa Maria do Mundo Novo liegt, gibt es ein Sterberegister aus dem Jahr 1868. Es wurde um Todesanzeigen der Folgejahre ergänzt. Auszüge daraus werden in der dreiteiligen Chronik (Saga) der Kolonie Santa Maria do Mundo Novo von Erni Guilherme Engelmann wiedergegeben. Bis auf einen Fall werden in den rezipierten Todesanzeigen lediglich deutschstämmige Menschen und Ehepaare genannt; eine Vollständigkeit der Wiedergabe wird daher bezweifelt. Es werden Eltern und Ehepartner der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Verstorbenen genannt.[Anm. 34] Die Auswertung sei hier ebenfalls tabellarisch wiedergegeben. Die Zahl der in Brasilien geschlossenen Ehen ist erwartungsgemäß höher als die der in Deutschland geschlossenen, Todesanzeigen von Menschen nicht-deutscher Nationalität werden bis auf einen Fall nicht genannt. Lediglich der Tod des 20jährigen Brasilianers Antonio Francisco de Sarassar, der 1894 erschossen wurde, findet Erwähnung. Sein Tod wird ihm selbst angelastet, er sei „durch Unvorsichtigkeit […] erschossen [worden]“.[Anm. 35]

Herkunftsländer der Eheleute und Land der Eheschließung laut Totenbuch 1868 der Gemeinde Igrejinha in Santa Maria do Mundo Novo

DE&DE in DE DE&DE in BR DE&DE in ? gesamt
5 11 4 20

 

 

 

1.4.4 Zwischenfazit

Kirche in Nova Petrópolis im Nordwesten von Rio Grande do Sul.[Bild: Wikipedia-Nutzer "Brasu" (CC BY-SA 4.0)]

In der im Jahr der Gründung 1846 ausschließlich von Deutschen besiedelten Kolonie Santa Maria do Mundo Novo lebte acht Jahre später lediglich ein italienische-deutsches Ehepaar. 1885 kam ein schweizerisch-brasilianisches Paar hinzu. Beide Ehemänner waren Freunde des Koloniegründers und gehörten vermutlich zu den gesellschaftlich höher gestellten Mitgliedern der Kolonie. Bis 1854 wurden eine niederländisch-deutsche Ehe geschlossen und eine, bei der die Frau aus der Schweiz kam. 1854 lebten fünf brasilianische Familien in der Kolonie. Es bestanden zwei Männer-Wohngemeinschaften, eine deutsch-brasilianische und eine englisch-schottisch-dänische.

Bei einer Anwohnerzahl von 579 Menschen in 109 Haushalten im Jahr 1854 kann man somit von einer nahezu komplett deutschen Kolonie sprechen, die langsam mit Menschen aus anderen Ländern in Kontakt kam. Es gab die ersten beiden nationalitätenübergreifenden Hochzeiten. Der Zuzug von in Deutschland verheirateten Paaren ging zurück, die deutschen Auswanderer in Brasilien heirateten nun vor Ort, meist untereinander.

Die mit Anmerkungen versehenen Volkszählungen in den Büchern von Engelmann eignen sich zur Erforschung der Heiratsgewohnheiten der Brasiliendeutschen. Sie geben in den meisten Fällen Aufschluss über Geburts- und Sterbedaten, Familienverhältnisse, die Nationalität und den Ort und das Datum der Eheschließungen.

Das Sterberegister von 1868 der Gemeinde Igrejinha mit Erweiterungen auf die Folgejahre nennt lediglich deutschstämmige Verstorbene. Entweder waren die nicht-deutschen Familien demnach weggezogen oder die bei Engelmann wiedergegebenen Daten sind lediglich eine Auswahl. In letzterem Fall ist eine Auswertung des Originals notwendig.  Im Jahr 1982 wurde das Sterberegister durch eine Überschwemmung in Igrejinha in Mitleidenschaft gezogen. Dies merkte Clara Koetz bereits 2004 an. Siehe auch: Engelmann, Saga Vol. I. S.366.

 

 

 

1.1.1.4.5 Hunsrücker Ortschroniken

In den Ortschroniken der im Folgenden betrachteten Hunsrückdörfer aus dem Kreis Simmern finden sich Auswandererlisten aus dem 19. Jahrhundert. Die meisten beschränken sich auf Angaben zu den vor der Auswanderung geschlossenen Ehen, bei einigen jedoch gibt es Informationen zu im Zielland verheirateten Paaren. Betrachtet wurden die Ortschroniken der Dörfer Altweidelbach, Argenthal, Dill, Horn, Laufersweiler, Ohlweiler, Schnorbach und Steinbach.

Die Ortschronik Altweidelbach gibt Aufschluss sowohl über in Deutschland verheiratete Auswanderer, als auch über in Brasilien verheiratete Paare. Bei einem Paar kann nur vermutet werden, dass sie in Brasilien geheiratet haben; es wurde nicht in die Tabelle aufgenommen. Desweiteren reisten vier Witwen mit ihren Kindern nach Brasilien. Ein weiteres Ziel von Migranten aus Altweidelbach war Nordamerika.[Anm. 36]

Für Argenthal lassen sich in der Ortschronik lediglich die in Deutschland verheirateten Auswandererehepaare des 19. Jahrhunderts ermitteln. Brasilien stellte das Hauptauswanderungsland dar, gefolgt von Nordamerika, Ungarn und Polen. Es finden sich anschauliche Beispiele für die Auseinandersetzungen der Ausreisewilligen mit den beteiligten Agenturen sowie der lokalen, kommunalen und der Landesbehörden.[Anm. 37]

Aus Dill wanderten im 19. Jahrhundert lediglich zwei Personen nach Brasilien aus; eine alleinstehende Frau, wahrscheinlich im Jahr 1829, sowie ein alleinstehender Mann 1858. In den Jahren von 1780 bis 1878 suchten nur zwölf Menschen ihr Glück in der Ferne, Dill schien demnach weniger stark betroffen von den Problemen der Zeit, wie etwa der Kartoffelfäule von 1845 bis 1848.[Anm. 38]

Aus Horn sind drei Auswandererpaare bekannt, von denen eines in Deutschland und zwei möglicherweise in Brasilien heirateten.[Anm. 39]

Das Hauptziel der Auswanderung aus Laufersweiler war Nordamerika. Im 19. Jahrhundert verließen 134 Personen das Dorf in Richtung Nordamerika. Lediglich vier Alleinstehende migrierten nach Brasilien.[Anm. 40]

Für Ohlweiler ist gesichert, dass vier Ehepaare samt Familie von Deutschland nach Brasilien auswanderten und sieben Ehen von Menschen aus Ohlweiler in Brasilien geschlossen wurden. In der Ortschronik finden sich Beispiele für die Bittgesuche der Ausreisewilligen, die Reaktionen der beteiligten Institutionen und für Ablehnungen wegen mangelnder finanzieller Liquidität durch den zuständigen Landrat.[Anm. 41]

Von 1856 bis 1862 wanderten laut Ortschronik Schnorbach vier Witwen mit ihren Kindern von Schnorbach nach Brasilien aus. Zu weiteren Auswanderern gingen in andere Länder oder der Ort ist nicht bekannt.[Anm. 42]

Auswanderungen aus Steinbach sind in der Ortschronik lediglich nach Pfalzdorf im heutigen Nordrhein-Westfalen und nach Nordamerika belegt.[Anm. 43]

Herkunftsländer der Eheleute und Land der Eheschließung laut Ortschronik.

Ort DE&DE in DE DE&DE in BR DE&DE in ? gesamt
Altweidelbach 7 3 - 10
Argenthal 13 - - 13
Horn 1 - 2 3
Ohlweiler 4 7 - 11

 

 

 

1.2.5. Fazit

Es konnte eine weitestgehende Homogenität der deutschen Siedlung Santa Maria do Mundo Novo nachgewiesen werden. Neben dem Totenbuch erwiesen sich besonders die Ergebnisse der beiden Volkszählungen von 1848 und 1854 als aufschlussreich. Die Auswertung der Ortschroniken aus dem Hunsrück ergab, dass Kontakt zwischen den dort aufgeführten Auswanderern und den in Deutschland verbliebenen Verwandten maximal bis in die zweite Generation nachweisbar ist. Genealogische Daten zu den nach Brasilien ausgewanderten Menschen finden sich dort nur bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Es konnte gezeigt werden, dass sowohl Ehepaare auswanderten, als auch neue Ehen zwischen Deutschstämmigen in Brasilien geschlossen wurden. Dies deckt sich mit den Erkenntnissen der Auswertung der Volkszählungen und des Totenbuchs aus Santa Maria do Novo Mundo. Die in den Ortschroniken überlieferten Hochzeiten fanden ausschließlich zwischen deutschen Paaren statt. Die Erkenntnisse decken sich mit den herausgearbeiteten, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten in Preußen und dem Kaiserreich Brasilien.

Eine Erweiterung der Genealogien in deutschen Ortschroniken oder Publikationen zu individuellen Familiengeschichten erscheint möglich durch Kontakte der Hunsrücker nach Brasilien seit den 1960er Jahren.[Anm. 44] Eine Digitalisierung und Erfassung von vorhandenen Auswandererlisten wie die der deutschen Einwanderer in São Leopoldo von 1824 bis 1937 würde einen wertvollen Beitrag sowohl zur privaten Familienforschung als auch zur wissenschaftlichen Bearbeitung des Themas Auswanderung bieten.[Anm. 45]

1.3.Nachweise

Autor: Konstantin Arnold

 

Quellen:

Akten zur Auswanderung im Rhein-Hunsrück-Archiv Simmern.

Brasilienfreunde Hunsrück. URL: http://www.brasilienfreunde.de

Faller, Karl: Fernweh nach Brasilien, Heimweh nach dem Hunsrück. Simmern 1979.

Wolf, Wilhelm: Deutsche Einwanderer in São Leopoldo 1824 -1937. Neustadt an der Aisch 1964.

 

Literatur:

Altenhofen, Cleo Vilson: Hunsrückisch in Rio Grande do Sul. Ein Beitrag zur Beschreibung einer deutschbrasilianischen Dialektvarietät im Kontakt mit dem Protugiesischen. Stuttgart 1996.

Baumgarten, Achim R.: 1000 Jahre Altweidelbach. 1006 – 2006. Altweidelbach 2006.

Baumgarten, Achim R.: Dorfchronik von Steinbach im Hunsrück. Steinbach 2010.

Baumgarten, Achim R.: Horner Chronik. Ein Dorf im Wandel der Zeiten. Horn 1997.

Baumgarten, Achim R.; Schellack, Fritz: 900 Jahre Argenthal 1091 – 1991. Argenthal 1991.

Diener, Walter: Auswanderung und Auswanderer aus dem Kreis Simmern im 19. Jahrhundert. In: Hunsrücker Heimatblätter #34. Simmern 1975.

Effgen, Björn: Petrópolis - Ein brasilianisches „Versailles“ In: Auswanderung aus den Regionen des heutigen Rheinland-Pfalz. URL: www.auswanderung-rlp.de/auswanderung-nach-brasilien/petropolis.html

Engelmann, Erni Guilherme: A Saga dos Alemães. Do Hunsrück para Santa Maria do Mundo Novo. Epos der Deutschen. Vom Hunsrück nach Santa Maria do Mundo Novo. Vol. I. Igrejinha 2004.

Engelmann, Erni Guilherme: A Saga dos Alemães. Do Hunsrück para Santa Maria do Mundo Novo. Epos der Deutschen. Vom Hunsrück nach Santa Maria do Mundo Novo. Vol. II. Igrejinha 2005.

Faller, Karl: Deutsche in Brasilien. Hunsrücker, Pfälzer, Schwaben und Pommern als Kolonisten seit 1824. Simmern 1976.

Faller, Karl: Fernweh nach Brasilien, Heimweh nach dem Hunsrück. Simmern 1979.

Faller, Karl: Vom Rhein und Hunsrück nach Brasilien 1824 – 1974. Simmern 1974.

Fröschle, Hartmut: Die Deutschen in Lateinamerika. Schicksal und Leistung. Darmstadt 1979.

Fouquet, Karl: Der deutsche Einwanderer und seine Nachkommen in Brasilien. São Paulo 1974.

Hexemer, Hans-Peter: Auswanderung nach Amerika. Vortragsveranstaltungen zur Auswanderung aus Gebieten des heutigen Rheinland-Pfalz nach Brasilien am 10. Juli 2009 und zur Auswanderung in die USA am 15. September 2009. Mainz 2009.

Keller, Hansheinz: Neue Heimat Brasilien. Ein Beitrag zu Auswanderungsgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Gründung von Petrópolis bei Rio de Janeiro. Bad Kreuznach 1963.

Paul, Roland: „Werbebüro Dr. Georg Anton von Schäffer“ und der Beginn der Brasilienauswanderung. In: Auswanderung aus den Regionen des heutigen Rheinland-Pfalz. URL: www.auswanderung-rlp.de/auswanderung-nach-brasilien/19-jahrhundert/werbebuero-dr-georg-anton-von-schaeffer-und-der-beginn-der-brasilienauswanderung.html

Schellack, Fritz: Chronik Schnorbach. Entwicklung einer kleinen Hunsrückgemeinde von der Frühzeit bis zur Gegenwart. Simmern 2011.

Schellack, Fritz: Dill – Ein Burgdorf im Hunsrück. Dill 2008.

Schellack, Fritz: Laufersweiler. Geschichte und Alltag eines Hunsrückdorfes. Argenthal 1994.

Schmieder, Christoph: Auswanderung nach Brasilien aus dem Kreis Simmern. In: Auswanderung aus den Regionen des heutigen Rheinland-Pfalz. URL: www.auswanderung-rlp.de/auswanderung-nach-brasilien/hunsruecker-auswanderung-nach-brasilien.html

Schulze, Frederik Auswanderung als nationalistisches Projekt - Deutschtum und Kolonialdiskurse im südlichen Brasilien (1824–1941). Böhlau 2016.

Wagner, Reinhard W.: Deutsche als Ersatz für Sklaven. Arbeitsmigration aus Deutschland in der brasilianischen Provinz São Paulo 1847 - 1914. Frankfurt am Main 1995.

Wagner, Willi: Ohlweiler. Ein Dorf im Hunsrück. Ohlweiler 1992.

 

Erstellt am 20.02.2020

Anmerkungen:

  1. Faller, Karl: Deutsche in Brasilien. Hunsrücker, Pfälzer, Schwaben und Pommern als Kolonisten seit 1824. Simmern 1976. S.6f. Karl Faller befasste sich nicht nur wissenschaftlich, sondern auch literarisch mit der Auswanderung nach Brasilien. Siehe auch: Faller, Karl: Fernweh nach Brasilien, Heimweh nach dem Hunsrück. Simmern 1979. Zurück
  2. Schmieder, Christoph: Auswanderung nach Brasilien aus dem Kreis Simmern. In: Auswanderung aus den Regionen des heutigen Rheinland-Pfalz. URL: https://www.auswanderung-rlp.de/auswanderung-nach-brasilien/hunsruecker-auswanderung-nach-brasilien.html   Zurück
  3. Zur Kolonie Petrópolis siehe auch: Effgen, Björn: Petrópolis - Ein brasilianisches „Versailles“ In: Auswanderung aus den Regionen des heutigen Rheinland-Pfalz. URL: https://www.auswanderung-rlp.de/auswanderung-nach-brasilien/petropolis.html Zurück
  4. Schmieder, Auswanderung. Zurück
  5. Ebenda. Zurück
  6. Zu Schäfer siehe auch: Paul, Roland: Werbebüro Dr. Georg Anton von Schäffer und der Beginn der Brasilienauswanderung. In: Auswanderung aus den Regionen des heutigen Rheinland-Pfalz. URL: https://www.auswanderung-rlp.de/auswanderung-nach-brasilien/19-jahrhundert/werbebuero-dr-georg-anton-von-schaeffer-und-der-beginn-der-brasilienauswanderung.html Zurück
  7. Schmieder, Auswanderung. Zurück
  8. Schmieder, Auswanderung. Zurück
  9. Engelmann, Erni Guilherme: A Saga dos Alemães. Do Hunsrück para Santa Maria do Mundo Novo. Epos der Deutschen. Vom Hunsrück nach Santa Maria do Mundo Novo. Vol. I. Igrejinha 2004. S.42. Zurück
  10. Siehe auch: Engelmann, Saga Vol. I. S.176. + S.182. Zurück
  11. Engelmann, Saga Vol. I. S.173f. Zurück
  12. Engelmann, Saga Vol. I. S.180ff. Zurück
  13. Engelmann, Saga Vol. I. S.176. Zurück
  14. Fröschle, Hartmut: Die Deutschen in Lateinamerika. Schicksal und Leistung. Darmstadt 1979. S.810-812. Zurück
  15. Altenhofen, Cleo Vilson: Hunsrückisch in Rio Grande do Sul. Ein Beitrag zur Beschreibung einer deutschbrasilianischen Dialektvarietät im Kontakt mit dem Protugiesischen. Stuttgart 1996. S.55. Zurück
  16. Fröschle, Die Deutschen in Lateinamerika. S.810-812. Zur Arbeitsmigration und der deutschen Auswanderung nach São Paulo siehe auch: Wagner, Reinhard W.: Deutsche als Ersatz für Sklaven. Arbeitsmigration aus Deutschland in der brasilianischen Provinz São Paulo 1847 - 1914. Frankfurt am Main 1995. Zurück
  17. Ilg, Karl: Die Deutschen in Brasilien. In: Fröschle, die Deutschen in Lateinamerika. S.186f. Zurück
  18. Altenhofen, Hunsrückisch. S.61-65. Zurück
  19. Ilg, Die Deutschen in Brasilien. S.190,197. Zurück
  20. Altenhofen, Hunsrückisch. S.66-69. Zurück
  21. Schulze, Frederik Auswanderung als nationalistisches Projekt - Deutschtum und Kolonialdiskurse im südlichen Brasilien (18241941). Böhlau 2016. S.48. Zurück
  22. Schulze, Auswanderung. S.49. Zurück
  23. Ilg, Die Deutschen in Brasilien. S.245f. Zurück
  24. Fouquet, Karl: Der deutsche Einwanderer und seine Nachkommen in Brasilien. São Paulo 1974. S.104f. Zurück
  25. Altenhofen, Hunsrückisch. S.66-69. Zurück
  26. Engelmann, Saga Vol. I. S.236-280. Zurück
  27. Engelmann, Saga Vol. I. S.264. Zurück
  28. Engelmann, Erni Guilherme: A Saga dos Alemães. Do Hunsrück para Santa Maria do Mundo Novo. Epos der Deutschen. Vom Hunsrück nach Santa Maria do Mundo Novo. Vol. II. Igrejinha 2005. S.164-226. Zurück
  29. Namentlich mehrere Ehepaare der Familie Pereia Dias sowie die Familien Nunes de Oliveira, de Andrade, Rangel. Siehe auch: Engelmann, Saga Vol. II. S.182-192. Zurück
  30. Johannes Bernard Döring, geboren in 1823 in den Niederlanden und verheiratet mit Elizabeth Carolina Keller, war neun Jahre lang Soldat in der Farappen-Revolution gewesen.Siehe auch: Engelmann, Saga Vol. II. S.192. Zurück
  31. Engelmann, Saga Vol. II. S.196-198. Zurück
  32. Ebenda. S.192-192. Zurück
  33. Wegen der zeitlichen Nähe zur Zählung und der familiären Beziehung zu Monteiro sei dieses Paar genannt, während weitere Informationen zu nach der Zählung von 1854 geschlossenen Partnerschaften der Praktikabilität halber hier nicht behandelt werden. Siehe auch: Engelmann, Saga Vol. II. S.204. Zurück
  34. Koetz, Clara: Ein Totenbuch erzählt. In: Engelmann, Saga Vol. I. S.366-374. Zurück
  35. Genannt wird auch ein spektakulärer Mord-Selbstmord-Pakt, bei dem sich Olga Franke von ihrem Verlobten Albert Fleck angeblich freiwillig den Hals aufschneiden ließ. Dieser brachte sich anschließend ebenso um. Die beiden wurden 1905 beerdigt. Siehe auch: Engelmann, Saga Vol. I. S.372. Zurück
  36. Baumgarten, Achim R.: 1000 Jahre Altweidelbach. 1006 2006. Altweidelbach 2006. S.493-505. Zurück
  37. Baumgarten, Achim R.; Schellack, Fritz: 900 Jahre Argenthal 1091 1991. Argenthal 1991. S.358ff. Zurück
  38. Schellack, Fritz: Dill Ein Burgdorf im Hunsrück. Dill 2008. Zurück
  39. Baumgarten, Achim R.: Horner Chronik. Ein Dorf im Wandel der Zeiten. Horn 1997. S.443f. Zurück
  40. Schellack, Fritz: Laufersweiler. Geschichte und Alltag eines Hunsrückdorfes. Argenthal 1994. S.61ff. Zurück
  41. Wagner, Willi: Ohlweiler. Ein Dorf im Hunsrück. Ohlweiler 1992. S.70ff. Zurück
  42. Schellack, Fritz: Chronik Schnorbach. Entwicklung einer kleinen Hunsrückgemeinde von der Frühzeit bis zur Gegenwart. Simmern 2011. S.156. Zurück
  43. Baumgarten, Achim R.: Dorfchronik von Steinbach im Hunsrück. Steinbach 2010. S.619ff. Zurück
  44. Siehe: Keller, Hansheinz: Neue Heimat Brasilien. Ein Beitrag zu Auswanderungsgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Gründung von Petrópolis bei Rio de Janeiro. Bad Kreuznach 1963. S.145-156. Siehe hierzu auch die Kapitel zu den deutschen Brasilienreisen der 1970er Jahre in: Faller, Karl: Vom Rhein und Hunsrück nach Brasilien 1824 – 1974. Simmern 1974. S.42-55. Sowie: Faller, Deutsche in Brasilien. 1976. S.40-82.  Zurück
  45. In Buchform erschienene Listen eignen sich noch immer zur Erforschung individueller Familiengeschichten, zur Erfassung ganzer Orts- oder Regionalgeschichten ist jedoch eine Digitalisierung notwendig. Ein in Frage kommendes Werk ist: Wolf, Wilhelm: Deutsche Einwanderer in São Leopoldo 1824 -1937. Neustadt an der Aisch 1964. Zurück