Eine Schenkung Kaiser Ludwigs des Frommen in Horchheim und Walluf aus dem Jahr 834

Am 20. November 834 wurde in der Königspfalz Attigny eine Urkunde ausgestellt, mit der Kaiser Ludwig der Fromme ( 778, reg. seit 814, † 840) seinem Getreuen Adalbert einige Güter im Wormsgau und im Königssundern, die Adalbert früher bereits als Leihegut (beneficium) vom Kaiser empfangen hatte, nun zu vollem Eigentum übergab. Nach der Edition in der Diplomata-Reihe der Monumenta Germaniae Historica wird das Diplom als MGH D LdF 343 bezeichnet. Die Schenkung wurde bei oder nach der Reichsversammlung in Attigny beurkundet, dem ersten Reichstag nach der Unterwerfung Kaiser Lothars vor seinem Vater Kaiser Ludwig dem Frommen, dem Schlusspunkt des 833 ausgebrochenen Aufstands seiner Söhne, bei dem Ludwig der Fromme 833 die Herrschaft verloren hatte, die er erst 834 nach und nach wiedererlangen konnte. Vermutlich wollte Kaiser Ludwig der Fromme mit seiner Zuwendung die Loyalität und Hilfe seines Getreuen Adalbert belohnen. Die Schenkung umfasste im Ort Horagaheim (Horchheim) im Wormsgau einen Herrenmansus (Fronhof) und fünf dazu gehörende Mansen (Bauernhöfe).

Den Aufsatz finden Sie hier: Schwahn: Schenkung Kaiser Ludwigs des Frommen