Börsborn in der Pfalz

Börsborn

0.1.Allgemeine Angaben

Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Glan-Münchweiler

Gemarkung  390 ha, davon 70 ha Wald

Besonderes Naturdenkmal: Die so genannte Mühleiche im Norden des Dorfes seitlich der Straße nach Steinbach, ein Baum, der mehr als 500 Jahre alt sein soll.

Einwohner (2010): 400

0.2.Lage

Börsborn liegt in anmutiger Umgebung am Südosthang des 400 Meter hohen Steinbergs in etwa 300 bis 340 Metern Höhe über NN, im westlichen Ortsteil an der Straße nach Gries in etwa 275 Metern. Westlich und östlich der Ortslage entspringen kleine Bäche, die in südlicher und östlicher Richtung nach wenigen Kilometern Lauf in den Glan münden. Die Erhebungen rings um den Ort erreichen nicht die Höhe des Steinbergs: Klopfberg im Nordosten 388 Meter, Auf der Hub im Westen 368 Meter. Die Gemarkung grenzt im Osten an die Gemarkung von Nanzdietschweiler an, im Süden an die Gemarkung von Gries, im Westen an die Gemarkung von Brücken, im Norden an die Gemarkungen von Steinbach und Brücken, im Nordosten an die Gemarkung von Glan-Münchweiler. Der Ohmbachstausee südlich des Nachbarorts Gries, liegt nur etwa drei Kilometer weit entfernt.

 

0.3.Siedlung und Wohnung

Börsborn stellt sich als ein Haufendorf dar, in dessen Mitte drei Kreisstraßen von benachbarten Dörfern her in einem Dreistern zusammentreffen. In der Mitte des Dorfes, im Bereich der ältesten Bebauung, steht ein Glockenturm, der auf Veranlassung der Gräfin Marianne von der Leyen um 1787 erbaut wurde. Die Bebauung im Ortskern ist noch immer geprägt durch das Westricher Bauernhaus (Einfirsthaus), in einem markanten Beispiel auch durch ein Gehöft, in dem Stallungen und Scheune vom Wohnhaus getrennt sind (Dreiseithof). Weitere Straßen mit Arbeiterhäusern und mit neuer Bebauung zweigen von der Ortsmitte ab. Im Norden der Ortslage an der Straße nach Steinbach steht das ehemalige Schulhaus, heute Dorfgemeinschaftshaus. Der Friedhof liegt auf freiem Feld im Süden der Ortslage. Östlich des Ortes auf einer kleinen bewaldeten Anhöhe liegt der Sportplatz mit dem Sportheim.

 

0.4.Name

Das Grundwort -born weist auf einen Brunnen hin, gemeint sind wohl die Quellen in der Umgebung des Dorfes. Das Bestimmungswort Börs- ist nicht leicht zu deuten. Es könnte sein, dass sich das Wort auf einen alten Namen eines der Bäche bezieht, die bei dem Ort entspringen. Andererseits ist es nicht abwegig, von abgelegen und ärmlich zu  sprechen, was dem Sinn des altdeutschen Wortes boese entspräche. Nach Christmann erscheint der Ortsname zum ersten Mal 1303 als Bersborn im Breidenborner Kopialbuch. Eben dort erscheint er auch 1383 als Berßborn. Weitere Nennungen sind u. a.: Berßborne (1420), Birsborn (1564), Bürßberg (1611).

Über untergegangene Dörfer (Wüstungen) aus der direkten Umgebung von Börsborn ist nichts bekannt.

 

0.5.Wappen

Das Wappen von Börsborn ist zweigeteilt. Es zeigt in der oberen Hälfte eine Eiche auf silbernem Grund, die sich auf das Naturdenkmal "Alte Eiche" bezieht, in der unteren Hälfte eines blauen Feldes einen Silbernen Balken bzw. Pfahl, das Wappen der Herrschaft von der Leyen. Dieses Wappen wurde 1969 durch die Bezirksregierung Neustadt genehmigt.

0.6.Geschichte

0.6.1.Früh- und Vorgeschichte

Schon in vorgeschichtlicher Zeit war die nächste Umgebung des Ortes von Menschen bewohnt, wie es durch entsprechende Funde innerhalb der Gemarkung belegt ist. Der genaue Ursprung eines Einzelhügels auf dem Klopfberg wurde bisher nicht bestimmt. Der Hügel hat einen Durchmesser von etwa 23 Metern und wurde in der Vergangenheit angeschnitten, wahrscheinlich von unbefugten Personen. Unweit dieses Grabhügels befinden sich auch die vorgeschichtlichen Hügelgräber von Steinbach und von Glan-Münchweiler. Ein weiteres Hügelgrab, das zu einer Gräbergruppe bei Steinbach gehört, liegt im Westen der Gemarkung Börsborn. Für den direkten Bereich Börsborn wurden bisher keine römerzeitlichen Funde nachgewiesen, wohl aber für die benachbarten Orte und Gemarkungen, wobei vor allem Glan-Münchweiler und Steinbach zu nennen sind.

0.6.2.Mittelalter

Aus dem zusammenhängenden freien Reichsland um die Burg Lautern trennten fränkische Könige des frühen Mittelalters bestimmte Gebiete ab, um sie an geistliche und weltliche Herrschaften zu verschenken. Große Teile kamen in den Besitz der Salier. Graf Werner I. aus dem salischen Geschlecht stiftete 737 das Kloster Hornbach, dessen erster Abt der Heilige Pirminius war. Dieses Kloster stattete der Stifter reich mit Gütern und Ländereien aus, auch mit dem so genannten Münchweiler Tal, zu dem auch Börsborn gehörte. Als Lehen des Klosters Hornbach mit Mittelpunkt Glan-Münchweiler kamen alle Dörfer dieses Gebiets 1323 zunächst an die Raugrafen im Nahegau, danach 1344 an den Erzbischof von Trier und 1338 an Breidenborn. Im Zusammenhang mit dem Münchweiler Tal wird wiederholt auch das Dorf Börsborn in den Urkunden genannt.

Durch die Heirat Georgs I. von der Leyen mit Eva von Mauchenheim im Jahre 1456 kam die Familie von der Leyen zu Besitz im Bliesgau, bei Antritt der Erbschaft 1486 auch in den Besitz eines Teils der Burg von Blieskastel. Zugleich verlieh Abt Ulrich des Klosters Hornbach dem Jörge von der Leyen, einem Burgmann der Burg Lautern, das Münchweiler Tal. Die Herren von der Leyen entstammten der unteren Moselgegend und residierten bereits im Hochmittelalter auf ihrer Burg bei Gondorf an der Mosel. Sie standen zumeist im Dienst der Erzbischöfe von Trier, und Johann von der Leyen-Saffig wurde 1556 zum Erzbischof gekürt. Neben den von der Leyen waren nun auch deren Verwandte, die Mauchenheimer, abwechselnd mit Teilen des Klosterbesitzes im Münchweiler Tal belehnt, ab 1533 nur noch die Familie der Freiherren und späteren Grafen von der Leyen. (Vgl. Berndt 1970)

0.6.3.Neuzeit

Turm der Gräfin Marianne[Bild: Ernst Schworm]

Bis hin zur Französischen Revolution änderten sich die Herrschaftsverhältnisse im Prinzip nicht. Börsborn lag im Münchweiler Tal der Herrschaft von der Leyen, doch prinzipiell bestanden gute Verbindungen zwischen Zweibrücken und den Grafen von der Leyen. Der Ort wurden durch die Ereignisse des 30-jährigen Krieges und durch die Pest arg in Mitleidenschaft gezogen. Einige Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg begann die Familie von der Leyen ihren Besitz an Blies, Saar und Glan zu erweitern. Die Dörfer des Münchweiler Tals innerhalb des Streubesitzes wurden zu einem Unteramt der gesamten Herrschaft zusammengefasst. Erst 1773 verlegte das gräfliche Paar Franz Karl von der Leyen und Marianne, geb. Dalberg, die Residenz von Koblenz nach Blieskastel. Nach dem Tod des Grafen Franz Karl 1775 übernahm dessen beliebte Ehefrau Marianne die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn Philipp. Sie ließ in den Jahren 1787 und 1788 in den Dörfern Börsborn und Steinbach die markanten Glockentürme erbauen, die als Wahrzeichen dieser Dörfer gelten. Die Gräfin konnte während der Besetzung Blieskastels durch französische Revolutionstruppen fliehen und sich durch Unterstützung in der Bevölkerung nach Koblenz und später nach Frankfurt retten. Unter der Herrschaft des Kaisers Napoleon erhielt die Familie von der Leyen ihren persönlichen Besitz zurück erstattet. Börsborn lag zur Zeit der französischen Herrschaft nach 1801 innerhalb des Départements Sarre (Saar) mit der Hauptstadt Trier, im Arrondissement Saarbrücken, im Canton Waldmohr und in der Mairie Glan-Münchweiler.

0.6.4.Neueste Zeit

1814 verließen die Franzosen auch das linksrheinische Deutschland. Nach einer Übergangszeit kam es 1817 zur Gründung des Baierischen Rheinkreises, der späteren Rheinpfalz im Königreich Bayern. Die Inzwischen entstandenen Verwaltungseinheiten wurden erneuert. Börsborn gehörte nun zur Bürgermeisterei Glan-Münchweiler im Kanton Waldmohr des Landkommissariats Homburg. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Kreis Homburg dem autonomen Saargebiet angeschlossen. Zurück blieb bei dem neu formierten Freistaat Bayern und damit beim Deutschen Reich der Kanton Waldmohr. Er gehörte mit einer Außenstelle der Verwaltung zu dem Bezirksamt (Kreis) Kusel, die bis 1940 bestehen blieb. Seit 1940 wird auch der ehemalige Kanton Waldmohr von Kusel aus verwaltet. So gehörte nun auch Börsborn in den Landkreis Kusel, verblieb jedoch in der Bürgermeisterei Glan-Münchweiler. Im Zuge der Verwaltungs- und Territorialreform von 1972 wurde Glan-Münchweiler Sitz einer Verbandsgemeinde, der auch Börsborn als Ortsgemeinde zugeordnet wurde.

 

0.7.Wahlergebnisse in Prozent

SPD CDU FDP Grüne Sonstige
Landtag 2001 69,5 15,3 1,5 5,4 8,4
Landtag 2006 63,1 17,1 2,7 5,3 11,8
Landtag 2011 50,7 20,0 2,0 19,5 7,8
Bundestag 2002 SPD CDU FDP Grüne Sonstige
Zweitstimmen 58,3 23,1 3,7 6,5 8,3
Bundestag 2005 SPD CDU FDP Grüne Linke
Zweitstimmen 57,4 25,0 4,3 4,8 8,7
Bundestag 2009 SPD CDU FDP Grüne Linke
Zweitstimmen 26,1 28,1 6,9 9,9 20,7
Bundestag 2013 SPD CDU FDP Grüne Linke
Zweitstimmen 37,9 32,5 2,5 6,4 8,9

0.8.Zeittafel

Vorgeschichte Funde aus der jüngeren Jungsteinzeit Hügelgräber mit unbestimmter Zeitzuordnung
Römerzeit Keine Funde in Börsborn, wohl in den benachbarten Orten
737 Stiftung des Klosters Hornbach durch Graf Werner I. aus dem Geschlecht der Salier, der u. a. auch das Münchweiler Tal dem Kloster vermacht.
um 1000 Mögliche Gründung des Dorfes Börsborn
1323 Kloster Hornbach gibt das Münchweiler Tal als Lehen an die Raugrafen aus dem Nahegau
1344 Das Münchweiler Tal mit Börsborn im Besitz von Kurtrier
1383 Das Münchweiler Tal mit Börsborn im Besitz der Herren von Breidenborn, erste Nennung des Dorfes
16. Jhd. Das Münchweiler Tal mit Börsborn im Besitz der Grafen von der Leyen
1618-1648 Dreißigjähriger Krieg. Auch in Börsborn große Bevölkerungsverluste durch Kriegshandlungen und Pest
1773 Die Grafen von der Leyen verlegen ihre Residenz nach Blieskastel
1801 Französische Republik, Departement Saar. Börsborn gehört zur Mairie Glan- Münchweiler im Arrondissement Saarbrücken und im Kanton Waldmohr
1817 Königreich Bayern. Börsborn in der Bürgermeisterei Glan-Münchweiler des Kantons Landstuhl im Landkommissariat Homburg
1969 Gründung der Verbandsgemeinde Glan-Münchweiler, zu der nun auch die selbstständige Ortsgemeinde Börsborn gehört

0.9.Religion

Börsborn gehörte vom Mittelalter her zur Kirche Glan-Münchweiler. Diese war dem heiligen Pirminius geweiht und betreute alle Kirchen des Münchweiler Tals. In der Reformationszeit musste Steinbach wie alle Bewohner des Münchweiler Tals auf Anordnung des Landesherren die Lehre Luthers annehmen, wobei zu beachten ist, dass sich die Herrschaft von der Leyen in Religionsfragen zunächst weitgehend an die Entscheidungen der Pfalzgrafschaft Zweibrücken anlehnte. Als in der Pfalzgrafschaft 1588 alle Untertanen auf Anordnung des Herzogs Johannes I. zur reformierten Konfession nach Luther übertreten mussten, widersetzten sich die Grafen von der Leyen dieser Anordnung für den Bereich ihrer eigenen Herrschaft. Die Christen des Münchweiler Tales verblieben weiterhin in der lutherischen Konfession, unterstanden dennoch einer Kirchenverwaltung, die von Zweibrücken aus verwaltet wurde. Nach dem 30-jährigen Krieg bestand Religionsfreiheit. Unter den Zuwanderern nach dem Krieg und auch durch die so genannten Peuplierungsbestrebungen während der Kriege Ludwigs XIV. kamen wieder Katholiken ins Land, und der römisch-katholische Glaube wurde auch unter den Grafen von der Leyen gefördert. So ließen sich in Börsborn wieder verhältnismäßig viele Katholiken in Börsborn nieder.

Die Protestanten gehören heute innerhalb des evangelischen Dekanats Kusel zur Kirchengemeinde von Dietschweiler, die Katholiken innerhalb des katholischen Dekanats Kusel zur Kirchengemeinde von Glan- Münchweiler. So lange es noch jüdische Ortsbewohner gab, besuchten diese den Gottesdienst in der Synagoge von Steinbach.

0.10.Bevölkerung

Wie die Bauweise des älteren Siedlungsteils erkennen lässt, war bis ins 20. Jahrhundert hinein Börsborn vor allem ein Bauerndorf. Dennoch gab es auch schon früh Arbeiter, die vornehmlich in den Bergwerken und Steinbrüchen der Umgebung beschäftigt waren. Etwa ein Drittel der Bevölkerung waren und sind katholisch, zwei Drittel evangelisch. Es lebten früher auch Juden im Dorf. Sie wurden im Münchweiler Tal in nicht immer uneigennütziger Weise durch die Herrschaft von der Leyen geduldet. Sie durften in der Zeit vor der Französischen Revolution keine Landwirtschaft betreiben, kein Handwerk ausüben und geschäftliche Angelegenheiten nur im Beisein von christlichen Zeugen ausüben. Vor allem im Viehhandel spielten sie eine wichtige Rolle, auch nachdem sie seit der französischen Revolution den Christen rechtlich gleich gestellt waren.

Zur heutigen Bevölkerung zählen Menschen der unterschiedlichsten Berufsgruppen, und die meisten müssen zur Arbeit auspendeln. Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts stiegen die Bevölkerungszahlen stark an, um bis zur Jahrhundertwende bedingt durch Auswanderungen wieder zurück zu gehen. Ein neuer Bevölkerungsanstieg erfolgte bis hin zum Zweiten Weltkrieg. Hohe Einwanderungszahlen in der Zeit nach dem Krieg sind auf den Zuzug Heimatvertriebener zurück zu führen. Gegenwärtig ist wieder eine deutliche Abwärtstendenz fest zu stellen.

0.11.Bevölkerungsentwicklung nach Willi Alter (Pfalzatlas)

Jahr 1825 1835 1871 1905 1939 1961 200 2003
gesamt 283 322 400 373 409 527 450
katholisch 91 152
evangelisch 173 371
israelisch 19 --

0.12.Schule, Kultur, Vereine, Brauchtum

0.12.1.Schule

Sicher bestanden im alten Feudalstaat in der Zeit vor der Französischen Revolution kaum Gemeinsamkeiten zwischen den Dörfern im Schulwesen. Es gab selten eigene Schulhäuser, und unterrichtet wurde in Privathäusern, in kleineren Gemeinden wie Börsborn nur in Winterschulen. Ein erster Lehrer in Börsborn wurde für das Jahr 1765 genannt. Er unterrichtete die katholischen Schüler. Schon zur Zeit der Grafschaft von der Leyen gab es 1777 ein protestantisches und ein katholisches Schulhaus, wobei es sich um Privathäuser handelte. Um 1780 erhielten die Katholiken ein eigenes Schulhaus und zusätzlich umfangreiches Schulland, das auf einer Stiftung des Pfarrers Kaufhold beruhte. Um diese "Kaufhold'sche Stiftung" gab es später großen Streit. Im Königreich Bayern strebten die Behörden danach, dass alle Gemeinden eigene Schulhäuser erbauten, und so verlangte das Landkommissariat (der Kreis) Homburg 1823, die Schulhäuser sollten in einen besseren Zustand versetzt werden, und es sei anzustreben, die Schüler der beiden Konfessionen gemeinsam zu unterrichten, wodurch natürlich auch Finanzmittel eingespart werden sollten. Vor allem der katholische Teil der Bevölkerung setzte unter Berufung auf die Kaufhold'sche Stiftung mit Erfolg dem amtlichen Bestreben Widerstand entgegen. 1837 entstand dennoch ein einziges Schulhaus mit der Auflage, dass für eine große protestantische Klasse und für eine kleinere katholische Klasse je ein Klassenraum zur Verfügung standen, dass zudem im selben Gebäude für den protestantischen und für den katholischen Lehrer je eine Lehrerwohnung untergebracht wurden. Der Streit um die Kaufhold'sche Stiftung flackerte dennoch immer wieder auf und wurde erst 1919 endgültig beigelegt. Im selben Jahr 1919 musste laut Schultagebuch der Unterricht vorübergehend ausfallen, weil niemand bereit war, den Ofen anzuzünden.

Seit 1969 besuchen Grund- und Hauptschüler die entsprechenden Schulen in Glan-Münchweiler.

Weiter führende Schulen können in Kusel aufgesucht werden, Sonderschulen in Kusel und in Brücken. Die nächsten Universitätsstädte sind Kaiserslautern, Homburg und Trier. 

0.12.2.Vereine

Am Ort bestehen ein Gesangverein mit Gemischtem Chor und Kinderchor, ein Landfrauenverein und ein Sportverein.

0.12.3.Brauchtum und Feste

Ihre Kirchweih feiern die Börsborner am letzten  Sonntag im September. Weiteres Brauchtum entspricht dem in den Dörfern der Umgebung.

0.13.Gesundheits- und Sozialwesen

Ärzte und Apotheken können in Glan-Münchweiler und in anderen größeren Orten der Umgebung aufgesucht werden. Zuständige Sozialstation ist die von Brücken. Nächste Krankenhäuser sind die Westpfalzkliniken in Kusel und in Kaiserslautern, die Universitätsklinik in Homburg und das Krankenhaus Landstuhl.

0.13.1.Wirtschaftliche Verhältnisse und Verkehr

Die Landwirtschaft galt früher als wichtigste Erwerbsquelle, ist aber heute nur noch von untergeordneter Bedeutung. Größere Industriebetriebe bestehen nicht am Ort. So ist heute Börsborn ein Wohnort für Menschen, die in den Industriebetrieben des Saarlandes und sonst wo ihrem Broterwerb nachgehen. Ansätze für das Fremdenverkehrsgewerbe können noch verstärkt werden.

Börsborn liegt an der Kreisstraße 8, die von Steinbach nach Miesau führt. Innerhalb der Ortslage zweigt die Kreisstraße 10 nach Nanzdietschweiler ab. Zu den Autobahnauffahrten 8 der A 62 bei Glan-Münchweiler und 11 der A6 bei Miesau sind es jeweils etwa 10 Kilometer. Nächste Haltestelle der Bahnlinie ist Glan-Münchweiler.

0.14.Nachweise

Verfasser: Ernst Schworm

redaktionelle Bearbeitung: Ernst Schworm

Literatur:

  • Berndt, Richard: Die Herrschaftsverhältnisse im Münchweiler Tal von der Zeit der Merowinger bis zum Jahr 1533, in: Westricher Heimatblätter Jg. 1, S. 52 ff.
  • Eid, Ludwig: Reichsgräfin Marianne von der Leyen geb. von Dalberg -  Leben, Staat, Wirken; Saarbrücken 1937, Nachdruck St. Ingbert 1980.
  • Jung, Gisela: 500 Jahre Börsborn (mitGedicht), in: Westrichkalender Kusel 1980, S. 173-175.
  • N.N.: Die Eiche in Börsborn, in: Westrichkalender Kusel 1957, S. 37.
  • N.N.: Festschrift zum 500-jährigen Jubiläum der Gemeinde Börsborn 1480-1980, Börsborn 1980.
  • Schenkel, Kurt: Die Kaufhold'sche Schulstiftung, ein jahrzehntelanger Streit in Börsborn, in: Westrichkalender Kusel 1993, S. 166-169.
  • Schenkel, Kurt: Dem entsprechend ist auch der Stand der Schule, in: Westrichkalender Kusel 1995, S. 48.